Die Wesensanalyse von Hunden
- Bei der Wesensanalyse wird das Aggressionsverhalten des Hundes in 12 simulierten Alltagssituationen überprüft.

Der Hund sollte sich nicht von Kinderwagen, Fahrrädern, Autos und anderen sich bewegenden Objekten aus der Ruhe bringen lassen.
Im plötzlich aufgespannten Regenschirm soll er keine Bedrohung für sich sehen.
Der Hund sollte bei Geräuschen unterschiedlichster Art wie bei einem Knall oder beim Pfeifen kontrollierbar sein und nicht zu Übersprungshandlungen neigen.

Alltagsgegenstände stellen nur vereinzelt Stressfaktoren für Hunde dar.
Bei der Begebnung mit mindestens zwei verschiedenen künstlichen Figuren sollte sich der Hund im Test neutral verhalten.
Zur Bestimmung von innerartlichem Sozialverhalten wird der zu überprüfende Hund in mehreren Begegnungssituationen mit fremden Hunden konfrontiert.
Der Hund sollte sich freundlich neutral verhalten und seinem Kontrahenten nicht angriffslustig gegenüberstehen.

Der Hund sollte in einer spielerischen Auseinandersetzung um verschiedene Beutestücke wie einem Ball oder Stock nicht in einen Beuterausch verfallen und dem Beutekontrahenten mit aggressiven Attacken begegnen.
Der Beurteiler bewegt sich im normalen Schritt unbefangen zum angeleinten Hund.
Dieser sollte freundlich, neugierig und frei von Aggressivität reagieren.

Der Beurteiler suggeriert dem Hund durch körperliche Signale Angst und Meideverhalten.
Der Hund sollte dem Beurteiler nicht nachsetzen oder ihn hetzen.
Eine bewegungslos sitzende, kauernde oder liegende Person darf der Hund allerhöchstens anschnuppern, nicht jedoch attackieren.

Der Hund geht angeleint mit seinem Hundeführer einen Weg entlang.
Dabei kommt es zur Begegnung mit einem Jogger, durch die der Hund nicht zu aggressiven Handlungen angeregt werden sollte.
Extreme Drohgebärden mit Stock oder anderen Gegenständen führen beim Hund fast immer zu Aggressionen.
Wendet sich die drohende Person vom Hund ab, darf dieser nicht aggressiv nachsetzen.

Ältere Menschen bewegen sich oft langsamer, führen einen Stock mit sich und haben einen unsicheren Gang.
Das darf der Hund nicht zum Anlass nehmen, um sich aggressiv zu gebärden.
Um den Hund besser beurteilen zu können, wird die körperliche Bedrängung nur dann durchgeführt, wenn der Hund auf drohende Personen nicht reagiert.
Dabei wird er jedoch niemals geschlagen oder getreten.

