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Sächsische Sicherheitswacht

Sicherheitswächter vor einem Polizeirevier © SMI
Die Sächsische Sicherheitswacht ist in jedem Polizeirevier des Freistaates Sachsen eingerichtet. Sie ist ein Beispiel der Zusammenarbeit zwischen den Bürgern und ihrer Polizei. Sie ermöglicht zuverlässigen Frauen und Männern, die Polizei bei der Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung aktiv zu unterstützen. Mit dieser Aufgabe übernehmen sie Verantwortung für die Innere Sicherheit zum Nutzen der Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Für die Sächsische Sicherheitswacht können sich Frauen und Männer bewerben, die:
  • mindestens 18 und höchstens 60 Jahre alt sind; das Verwendungshöchstalter beträgt 67 Jahre; und einen guten Leumund besitzen,
  • die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen,
  • die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen und die Gewähr bieten, jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten,
  • den Anforderungen des Außendienstes gesundheitlich gewachsen sind und
  • erfolgreich die Aus- und Fortbildungsmaßnahmen absolviert haben und über die erforderlichen rechtlichen und fachlichen Kenntnisse verfügen.

Aufgaben

Sicherheitswächter an der Elbe © SMI
Die Angehörigen der Sächsischen Sicherheitswacht unterstützen ihr Polizeirevier insbesondere durch zusätzliche Streifen in der Öffentlichkeit. Durch ihre Präsenz leisten sie einen Beitrag zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung. Bei verdächtigen Vorkommnissen informieren sie ihre Polizeidienststelle oder schreiten anlassbezogen ein.
Sie sind Ansprechpartner für die Bürger und nehmen sicherheitsrelevante Hinweise entgegen, die sie an das Polizeirevier weiterleiten.

Befugnisse

Im Gespräch mit Bürgerin © SMI
Den Frauen und Männern der Sächsischen Sicherheitswacht stehen zunächst die gleichen Rechte wie jedem anderen Bürger zu. Dazu gehören:
  • Das Festhalten eines auf frischer Tat gestellten Straftäters bis zum Eintreffen der Polizei sowie
  • das Recht auf Notwehr und Nothilfe für andere Bürger.

Die Angehörigen der Sächsischen Sicherheitswacht sind in der Zeit ihres Einsatzes mit weiteren Befugnissen ausgestattet. Wenn es zur Erfüllung ihrer Aufgabe notwendig ist, können sie:

  • Personen befragen, um dadurch sachdienliche Angaben zu erlangen.
  • Die Identität einer Person feststellen, von der eine Gefahr oder Störung ausgeht. Dazu kann die Person angehalten, nach den Personalien befragt und das Aushändigen der Ausweispapiere zur Prüfung verlangt werden. Kann die Identität am Ort nicht geklärt werden, darf die Person zur Polizeidienststelle gebracht werden.
  • Platzverweis gegenüber einer Person aussprechen, von der eine Gefahr oder Störung ausgeht.
  • Sachen sicherstellen, um den Eigentümer vor Verlust oder Beschädigung der Gegenstände zu schützen.

 


Ausrüstung

Sicherheitswächter © SMI
Angehörige der Sächsischen Sicherheitswacht treten für jedermann erkennbar auf. Sie tragen eine dunkelblaue Jacke mit der Aufschrift "Sächsische Sicherheitswacht", ein Basecap und ein blaues Polohemd. Außerdem sind sie über Sprechfunk mit dem nächsten Polizeirevier verbunden und besitzen zu ihrer persönlichen Sicherheit ein amtlich geprüftes und zugelassenes Reizstoffsprühgerät.

Die Angehörigen der Sächsischen Sicherheitswacht erhalten einen Dienstausweis, der sie beim Einschreiten legitimiert.


Ausbildung

Bei der Einweisung © SMI
Die für die Sächsische Sicherheitswacht ausgewählten Bewerber werden auf ihre künftigen Aufgaben vorbereitet. Die Ausbildung führen die zuständigen Polizeidirektionen durch. In fünfzig Unterrichtsstunden werden die Bewerber in ausgewählte Rechtsgebiete eingewiesen, lernen die Aufgaben und den Dienstbetrieb der Polizei kennen und erhalten praktische Hinweise für ihre künftige Tätigkeit.
Am Ende der Ausbildung steht ein Abschlussgespräch. Danach werden die erfolgreichen Teilnehmer als Angehörige der Sächsischen Sicherheitswacht ernannt und einem Polizeirevier zugewiesen. Die Angehörigen der Sächsischen Sicherheitswacht erhalten für ihren Aufwand während der Ausbildung eine einmalige Entschädigung in Höhe von 154,- Euro.
Um stets für den Einsatz gerüstet zu sein, werden von den zuständigen Polizeidienststellen weitere Fortbildungsveranstaltungen geplant und durchgeführt.

Einsatzgebiete

In Absprache mit den Angehörigen der Sächsischen Sicherheitswacht entscheiden erfahrene Polizeibeamte, wo und wann der Einsatz erfolgt. Vorrangige Einsatzgebiete sind:
  • größere Wohnsiedlungen
  • öffentliche Parks und Anlagen
  • Haltestellenbereiche öffentlicher Verkehrsmittel
  • Fußgängerzonen
  • Schulen, Freizeitzentren und Kinderspielplätze

Pro Monat dürfen maximal 40 Stunden Dienst verrichtet werden. Die Aufwandsentschädigung pro Einsatzstunde beträgt 6,00 Euro. Entsprechend der neuen Regelung der Anrechnung der Aufwandsentschädigungen auf Leistungen nach SGB II gilt ein Freibetrag von 188 Euro.


Informationen zur Bewerbung und zum Einsatz der Sächsischen Sicherheitswacht vor Ort erhalten Sie bei jeder Polizeidienststelle. Ansprechpartner finden Sie bei Ihrer zuständigen Polizeidirektion.

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