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Warndreieck, Warnleuchte, Warnblinkanlage, Warnweste

In der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) der BRD wird im §53a das Mitführen von Warndreieck, Warnleuchte, Warnblinkanlage und Warnweste geregelt.
Dazu ein Auszug aus der StVZO:

§ 53a Warndreieck, Warnleuchte, Warnblinkanlage, Warnweste

(1) Warndreiecke und Warnleuchten müssen tragbar, standsicher und so beschaffen sein, dass sie bei Gebrauch auf ausreichende Entfernung erkennbar sind. Warndreiecke müssen rückstrahlend sein; Warnleuchten müssen gelbes Blinklicht abstrahlen, von der Lichtanlage des Fahrzeugs unabhängig sein und eine ausreichende Brenndauer haben. <Warnwesten> müssen der Norm DIN EN 471:2003+A1:2007, Ausgabe März 2008 entsprechen.
Die Warneinrichtungen müssen in betriebsfertigem Zustand sein.

(2) In Kraftfahrzeugen mit Ausnahme von Krankenfahrstühlen, Krafträdern und einachsigen Zug‐ oder Arbeitsmaschinen müssen mindestens folgende Warneinrichtungen mitgeführt werden:

  1. in Personenkraftwagen, land- oder forstwirtschaftlichen Zug- oder Arbeitsmaschinen sowie in anderen Kraftfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von nicht mehr als 3,5 t: Ein Warndreieck;
  2. in Kraftfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t: Ein Warndreieck und getrennt davon eine Warnleuchte. Als Warnleuchte darf auch eine tragbare Blinkleuchte nach § 53b Absatz 5 Satz 7 mitgeführt werden;
  3. in Personenkraftwagen, Lastkraftwagen, Zug‐ und Sattelzugmaschinen sowie Kraftomnibussen: Eine Warnweste.
  4. Fahrzeuge (…), die mit Fahrtrichtungsanzeigern ausgerüstet sein müssen, müssen zusätzlich eine Warnblinkanlage haben.
    Sie muss wie folgt beschaffen sein:
    • Für die Schaltung muss im Kraftfahrzeug ein besonderer Schalter vorhanden sein.
    • Nach dem Einschalten müssen alle am Fahrzeug oder Zug vorhandenen Blinkleuchten gleichzeitig mit einer Frequenz von 1,5 Hz ± 0,5 Hz (90 Impulse ± 30 Impulse in der Minute) gelbes Blinklicht abstrahlen.
    • Dem Fahrzeugführer muss durch eine auffällige Kontrollleuchte … angezeigt werden, dass das Warnblinklicht eingeschaltet ist.
  5. Warnblinkanlagen an Fahrzeugen, für die sie nicht vorgeschrieben sind, müssen den Vorschriften des Absatzes 4 entsprechen.

Zusammengefasst ist Folgendes festzustellen

  1. Das Warndreieck muss in allen Kraftfahrzeugen bis 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht mitgeführt werden.
  2. Die Warnleuchte muss darüber hinaus bei allen Kraftfahrzeugen über 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht mitgeführt werden.
  3. In allen Kraftfahrzeugen muss eine Warnweste mitgeführt werden. (Diese eine Warnweste ist somit der „Pflichtteil“ um dem Gesetz zu entsprechen.
    • Die Polizei empfiehlt jedoch mindestens zwei Warnwesten, für Fahrer/Fahrerin und BeifahrerBeifahrerin, mitzuführen.
    • Für längere Fahrten oder Fahrten mit mehreren Personen ist es auch günstig, wenn jeder Person eine Warnweste hat. Wie gesagt, es ist nur eine Warnweste Pflicht.
  4. Alle Fahrzeuge mit Blinker müssen eine Warnblinkanlage haben.

Die deutsche Polizei ist generell befugt, dass Mitführen bzw. auch die Funktionsfähigkeit der unter 1. – 4. genannten Warneinrichtungen zu überprüfen.


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