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Sicherheit in Garten- und Bungalowanlagen

Sicherheit in Gartenlauben
(© Polizei Sachsen)

Die Sachsen verbringen ihre Freizeit und den Urlaub gern in ihren Schrebergärten oder auf ihren Wochenendgrundstücken. Liebevoll und mit viel Eigeninitiative werden die kleinen Gartenhäuser und Bungalows ausgebaut und wohnlich ausgestattet und geraten damit als „lukratives Tatobjekt“ in den Focus der Diebe.
Im Jahr 2015 wurden insgesamt 10 980 Straftaten (2014:  11 978 Fälle)  in Kleingartenanlagen, Gartenlauben und Bungalows registriert.  Der verursachte Schaden beläuft sich auf reichlich 2,2 Mio. Euro. 80,1 Prozent der erfassten Ereignisse, das sind 8 801 Fälle, wurden vollendet.

3 059 Tatverdächtige konnten im Jahr 2015 ermittelt werden, das entspricht einer Aufklärungsquote von 27,9  Prozent (2014: 2 389 TV; AQ: 26,7 Prozent). In der Mehrzahl handelten Tatverdächtige mit deutscher Staatsangehörigkeit (ca. 90 Prozent).

Die Deliktschwerpunkte liegen sowohl im Bereich des Diebstahls unter erschwerenden Umständen (die umgangssprachlichen Einbrüche)  mit 6 758 Fällen, als auch bei einfachen Diebstahlhandlungen mit 1 231 Fällen.  Neben Heimelektronik und elektrischen Gartengeräten waren Werkzeuge aller Art aber auch Pflanzen, Bekleidung und Einrichtungsgegenstände sowie Nahrungs- und Genussmitteln beliebtes Diebesgut.

Bei den sonstigen Tatbeständen nach dem StGB  bilden Sachbeschädigungen mit 1 143 erfassten Fällen den Schwerpunkt, gefolgt von Hausfriedensbrüchen (371 Fälle), Beleidigungen (234 Fälle) und Brandstiftungen (163 Fälle).

Drei Viertel aller Diebstahldelikte werden bevorzugt in der Nachtzeit bzw. während der Dunkelheit durchgeführt. Ein Wochentag, der besonders viele Einbrüche zu verzeichnen hätte, konnte aus der Statistik nicht abgelesen werden. Die Analyse für das Jahr 2015 zeigt, dass die Fallzahlen im Sommer unter denen der restlichen Monate liegen. Ab dem September steigen dann die Straftaten wieder an.

Empfehlungen Ihrer sächsischen Polizei:

  Als wirksamer Schutz erweist sich eine solide und auch sichtbare Absicherung von Türen und Fenstern.

  Geben Sie den Tätern keine Hilfsmittel an die Hand. Verschließen Sie alle Gartengeräte und Werkzeuge sorgfältig. Auch Einsteighilfen, wie Leitern u. ä. sollten weg- oder angeschlossen werden.

  Eine weit verbreitete Unsitte ist das Deponieren von "Notschlüsseln" unter Fußabtretern, in Dachrinnen oder unter Blumenkästen. Die Täter kennen diese Verstecke.

  Entfernen Sie im Herbst alle wertintensiven technischen Geräte und Gegenstände aus Bungalow oder Laube und lagern Sie diese an einem sicheren Ort. Äußerlich sichtbare Dinge wie SAT-Schüsseln, Antennenanlagen, aber auch teure Terrassenmöbel sollten abgebaut bzw. weggeräumt werden.

  Auf der Internetseite www.k-einbruch.de erhalten sie zahlreiche Tipps und Hinweise zur Sicherung Ihrer Wohnung, diese können sie auch auf Ihre Gartenlaube oder Ihren Bungalow anwenden.
  Organisieren Sie eine funktionierende Nachbarschaftshilfe, getreu nach der Devise: "Vorsicht! Wachsamer Nachbar"! Tauschen Sie Adressen und Telefonnummern zur gegenseitigen Information aus.

  Mit weniger Gleichgültigkeit, mehr Aufmerksamkeit und einem gesunden Misstrauen kann auch hier die Sicherheit verbessert werden.

  Achten Sie bei Kontrollgängen in der kalten Jahreszeit auch auf die Nachbargrundstücke. Achten Sie auf ungewöhnliche Veränderungen oder Vorkommnisse.

Es gibt viele Tipps und Kniffe, wie sich jeder Gartenfreund mit einfachen Mitteln, die nicht viel kosten, vor Einbrechern schützen kann. Sie müssen Ihre Laube deshalb zu keiner Festung ausbauen! Ratschläge und Praxistipps finden Sie in der vom Landeskriminalamt Sachsen herausgegebenen Broschüre "Wie kann man Gartenlauben und Bungalows vor Einbruch schützen?" (Erhältlich in jeder Polizeilichen Beratungsstelle und abgebildet und zum Download unter www.lka.sachsen.de). Darüber hinaus können Sie sich auch in den Polizeilichen Beratungsstellen über wirksame Schutzmaßnahmen informieren.