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Onlineauktionen? Aber sicher!

Grafik: Laptop mit Fragezeichen

Onlineaktionen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Damit Sie keine bösen Überraschungen erleben sollten Sie folgende Hinweise berücksichtigen. 

Bei den Online-Auktionsplattformen handelt es sich um weltweite Marktplätze. Das Interesse und der Zulauf sowie die Umsätze haben in den letzten Jahren enorm zugenommen - Tendenz immer noch steigend.

Doch die aktive Teilnahme an Ersteigerungen im Internet birgt auch Risiken. In den letzten Jahren registrierte die Polizei zunehmend steigende Straftaten im Zusammenhang mit verschiedenen Online-Auktionshäusern.

Das Landeskriminalamt Sachsen stellt im Folgenden die Tricks der Betrüger dar, zeigt auf, wie Sie sich als Verbraucher schützen können und was zu tun ist, wenn Sie Opfer eines Betruges geworden sind.


Die Tricks der Betrüger

Sie bezahlen, aber geliefert wird nichts. Dies ist die derzeit häufigste Form des Betruges.

Lieferung per Nachnahme

  • Ist gut, aber nicht hundertprozentig sicher. Häufig werden statt der Waren Sand, Steine oder anderes wertloses Füllmaterial versandt.
    ACHTUNG: Die Post darf die kassierten Beträge nicht zurückerstatten.
  • Es gibt Betrüger, die bieten einfach nur Bilder oder leere Originalverpackungen von Produkten an. Im Angebotstext wird jedoch der Anschein erweckt, dass hier das Produkt selbst verkauft werden soll.
    WICHTIG: Produktbeschreibung genau und bis zu Ende lesen!
  • Durch diese recht neue Masche werden in jüngster Zeit vermehrt Kunden (Verkäufer und Käufer) geschädigt. Die angeblichen Treuhand-Fonds richten Täter selbst ein und verwalten sie ausschließlich zum Zwecke des Betruges.
  • Formulierungen wie „echt vergoldet“, „echte Kette, vergoldet“, „Originalverpackung“ können Hinweise auf unseriöse Angebote sein. Es kommt vor, dass Artikel als „neuwertig“ angepriesen werden. Im Nachhinein stellt sich dann heraus, dass diese „gebraucht“ oder die versprochenen
    Eigenschaften nicht vorhanden sind. Auch hier liegt ein Betrug vor.

So können Sie sich schützen ...

Jeder, der an solchen Auktionen teilnimmt, kann zu einem Betrugsopfer werden. Wichtig ist, dass Sie nicht allzu „blauäugig“ an die Sache herangehen und sich immer wieder das Risiko vor Augen halten.
  • Bestehen Unklarheiten, den Verkäufer kontaktieren und präzise nachfragen. Bilder des Artikels sind von Vorteil, aber auch noch keine absolute Sicherheit.
  •  VORSICHT bei augenscheinlichen „SCHNÄPPCHEN“!! Kostet ein Artikel nur die Hälfte seines handelsüblichen Preises oder noch weniger, kann dieser entweder gestohlen sein oder aber es ist ein Betrüger am Werk.
  • Generell nur Geschäfte mit registrierten Mitgliedern abschließen.
  • Auf das Bewertungsprofil des Verkäufers/Käufers achten! Erfahrungsgemäß kann man erst ab 10 bis 15 positiven Bewertungen von einem vertrauenswürdigen Mitglied ausgehen.
    Das Bewertungsprofil genauer ansehen! Nicht einfach auf die Zahl in Klammern vertrauen. Auf die einzelnen Symbole hinter dem Mitgliedsnamen achten!
  • Es ist wichtig, die per Mail zugesandten  Mitgliedsdaten zu überprüfen. Vorsicht ist geboten, wenn Phantasienamen verwendet oder Datenfelder unvollständig ausgefüllt wurden.
  • Der Name des Geldempfängers auf der Überweisung sollte mit dem Mitgliedsnamen aus der Auktion übereinstimmen. Wenn nicht: Abstand nehmen!
  • Bei hochwertigen und teuren Artikeln sollten Sie einen vom Auktionshaus empfohlenen und geprüften Treuhand-Service nutzen. Andere Treuhand-Fonds eingehend prüfen.

    Überhöhte Versandkosten

  • Versandkosten von bis zu 500 Euro sind keine Seltenheit. Also rechtzeitig über die Versand- und Portokosten informieren.

    Ausländische Käufer und Verkäufer

  • Hier ist äußerste Vorsicht geboten! Auch wenn die Ware sehr günstig angeboten wird und der Verkäufer Sie von seiner Seriosität überzeugen will, ist es die Sache nicht wert. Das Risiko, hier auf einen Betrüger reinzufallen liegt bei über 90 Prozent.

    Geldtransfer ins Ausland

  • Nach Möglichkeit auf diese Art des Geldtransfers verzichten. Das eingezahlte Geld kann weltweit abgehoben werden. Der Täter lässt sich im Ausland nicht ermitteln.


Sie sind Opfer eines Betruges geworden, dann ...

  • erstatten Sie Anzeige!
  • Das ist Ihr gutes Recht und nur so kann den „schwarzen Schafen“ zu Leibe gerückt werden.

Doch vorher...

  • sollten Sie den Verkäufer/Käufer anmahnen (Liefer- oder Rückzahlungsfrist setzen!) und bei Nichteinhaltung der Fristen vom Kaufvertrag zurücktreten. Überlicherweise kann man dies zwischen 1 - 2 Wochen in Anspruch nehmen. Des Weiteren sollten Sie das Onlineauktionshaus informieren (z. B. per E-Mail, angebotenem Online-Informationsdienst oder Hotline).

Wichtig für die Anzeige sind die Angaben zum Täter:

  • der Mitgliedsname bei der Auktion
  • die E-Mail-Adresse
  • die Daten der Bankverbindung

Deshalb zur Anzeigenerstattung als Ausdruck oder Kopie mitbringen:

  • die Auktionsseite
  • die Benachrichtigungsmail über den Abschluss der Auktion
  • den E-Mail-Verkehr mit dem Täter
  • den "erweiterten Header" oder "Quelltext" von jeder erhaltenen E-Mail
  • die Überweisungsbestätigung bzw. den Kontoauszug
  • das Bewertungsprofil des Täters
  • den evtl. E-Mail-Verkehr mit anderen Opfern

Informationen zum Download


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