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Auch in der Faschingszeit ist Fahren unter Alkohol kein Kavaliersdelikt

Luftschlangen
(© PVA, SRZ Dommitzsch)

Für die bevorstehende Faschingszeit weist die Polizei darauf hin, dass das Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss kein Kavaliersdelikt darstellt.
Schon bei einer Blutalkoholkonzentration von 0,3 Promille kann Fahruntüchtigkeit vorliegen, wenn alkoholbedingte Ausfallerscheinungen, wie Schlängellinien fahren, zu schnelles, leichtsinniges Fahren, unmotiviertes ständiges Wechseln der Geschwindigkeit, Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes u. a., festgestellt werden. Bereits dann ist der Tatbestand des § 316 Strafgesetzbuch (Trunkenheit im Verkehr) erfüllt.

Wurde auch noch ein Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss verursacht, liegt eine Straftat im Sinne des § 315 c Strafgesetzbuch (Gefährdung des Straßenverkehrs) vor.

Die genannten Straftaten können mit einer Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe bestraft werden. Hinzu kommen noch drei Punkte im Flensburger Fahreignungsregister.

Außerdem droht bei Verkehrsunfällen unter Alkoholeinwirkung regelmäßig der Regress des Versicherers, das heißt die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers kann die Leistung ganz oder teilweise von seinem Versicherungsnehmer zurückfordern.

Auch ohne Ausfallerscheinungen wird das Fahren unter Alkoholeinfluss als Ordnungswidrigkeit gemäß § 24 a Straßenverkehrsgesetz ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille beginnend mit 500,00 € sowie einem Monat Fahrverbot geahndet. Darüber hinaus erfolgt im Fahreignungsregister der Eintrag von zwei Punkten. Das gleiche gilt für Fahrzeugführer, die unter Wirkung anderer berauschender Mittel (insbesondere illegale Drogen) ein Kraftfahrzeug führen.

Jungen Fahrerinnen und Fahrern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres oder Inhabern einer Fahrerlaubnis auf Probe, die einem generellen Alkoholverbot unterliegen, droht bis zu 0,5 Promille ein Bußgeld in Höhe von 250,00 €. Außerdem wird im Fahreignungsregister ein Punkt eingetragen.