1. Navigation
  2. Inhalt
Inhalt

Drogenprävention durch sächsische Polizisten an tschechischen Schulen

Am 11. und 12. April 2017 waren zwei Polizeibeamtinnen aus Chemnitz zusammen mit Kolleginnen aus Chomutov bzw. Most an tschechischen Grund- und Oberschulen (Klassenstufe 1 bis 9) unterwegs, um mit den Schülerinnen und Schülern einer neunten bzw. achten Klasse einen Projektvormittag zur Drogenprävention durchzuführen. Im Rahmen dieser durch die EU geförderten Zusammenarbeit zwischen sächsischer und tschechischer Polizei nahmen mit dem Ziel der koordinierten Öffentlichkeitsarbeit auch Vertreter der Polizeidirektion Zwickau und der Technischen Oberschule Most an dieser Maßnahme zur Drogenprävention teil.

Am 11. April fand der Projektvormittag in einer 32 Schülerinnen und Schüler zählenden neunten Klasse der Grund- und Oberschule Harmonie in Chomutov statt. Einen Tag später waren die Partner des EU-Projektes dann in der 1. Grund- und Oberschule in Most zu Gast. Hier nahmen 20 Schülerinnen und Schüler einer achten Klasse an dem dreistündigen Projektvormittag teil.

Die Klassen wurden für einen ersten Teil jeweils in fünf Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe hatte dann ein Plakat zu einer bestimmten Aufgabenstellung zu gestalten und dieses Plakat im Anschluss in einem kurzen Vortrag vorzustellen. In einem zweiten Teil konnten Freiwillige sog. Rauschbrillen testen.

Die fünf Gruppen hatten Aufgaben unter den Überschriften „Tabak/Alkohol“, „legale Drogen“, „illegale Drogen“, „Cannabis/Crystal“ und „Konsumverhalten der Klasse“ abzuarbeiten. Dazu stellten die sächsischen Polizeibeamtinnen Bildmaterial, Papier, Leim und Stifte zur Verfügung und standen jederzeit als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung. Das Konsumverhalten wurde anonym erfragt und bezog sich nicht nur auf den Kontakt mit bspw. Kola, Kaffee, Fastfood, Alkohol oder illegalen Drogen, sondern auch auf die Zeit für bspw. Lesen, Sport, Internet oder Fernsehen. Dabei sollten die Schülerinnen und Schüler angeben, ob sie diese Aktivitäten bzw. den Konsum nie, täglich, 1-2 mal oder 3-6 mal wöchentlich durchführen. Nach jedem Vortrag gab eine tschechische Polizistin aus der Abteilung Prävention der Bezirkspolizeidirektion Ústí nad Labem noch entsprechende Erläuterungen zum Thema.

Beim abschließenden Rauschbrillentest mussten die Freiwilligen, während sie die Brillen aufgesetzt hatten, auf Zeit bestimmte Aufgaben erfüllen. Zuvor war die Zeit für die Aufgabenerfüllung entsprechend ohne die Verwendung der Brillen gestoppt worden. Im Ergebnis war eindeutig festzustellen, dass für die Aufgabenerfüllung mit den Brillen wesentlich mehr Zeit benötigt wurde als ohne die Brillen. Die Brillen simulierten dabei durch entsprechende optische Effekte einen Rausch durch Mischkonsum von Alkohol und Cannabis oder von bestimmten Blutalkoholpegeln.

Im Ergebnis war festzustellen, dass die Schülerinnen und Schüler sehr gut mitarbeiteten, sich intensiv mit den Aufgaben und damit dem Thema Drogen auseinander setzten und dass die Rauschbrillen einen bleibenden Eindruck hinterließen. Bleibt zu hoffen, dass sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig „erziehen“ und aufpassen, nicht mit den illegalen Drogen und bewusst mit den legalen Drogen umzugehen.
Vorstellung der Projektpartner
Gruppenarbeit
Erläuterung während der Gruppenarbeit
ein Plakat als Ergebnis der Gruppenarbeit
Präsentation der Gruppenarbeit
Abschlagtest mit Rauschbrille
Turmbau mit Rauschbrille
Projektpartner vor dem Schulgebäude

Marginalspalte

Betreuungsbereich

Der Betreuungsbereich der Polizeidirektion umfasst die Landkreise

  • Zwickau
  • Vogtlandkreis.

Leiter

Polizeipräsident Conny Stiehl

Polizeipräsident
Conny Stiehl