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EU-Projekt zur koordinierten Öffentlichkeitsarbeit unter Führung der sächsischen Polizei

Präsentation zur Auftaktbesprechung

Die sächsische Polizei hat mit der Polizeidirektion Zwickau den Leadpartner in einem grenzüberschreitenden EU-Projekt in ihren Reihen.
Das Projekt hat den Titel „Verbesserung der Sicherheit im sächsisch-tschechischen Grenzgebiet durch koordinierte Öffentlichkeitsarbeit“ und ist Teil des Kooperationsprogramms Freistaat Sachsen – Tschechische Republik 2014-2020 im Rahmen der „Europäischen territorialen Zusammenarbeit“ (Interreg V A).

Am 15. Juni 2016 hatte im sächsischen Zinnwald der Begleitausschuss für die Genehmigung von Projekten des Kooperationsprogramms getagt und dabei 18 sächsisch-tschechische Kooperationsprojekte bestätigt, darunter jenes der Polizeidirektion Zwickau. Es startete am 1. Juli 2016, läuft bis zum Jahresende 2018 und hat einen finanziellen Gesamtumfang von knapp 787.000 Euro, wobei 85 Prozent der Projektkosten durch die EU gefördert werden.

Die Zwickauer Polizeidirektion hatte vor Antragstellung auf beiden Seiten der sächsisch-tschechischen Grenze nach Partnern gesucht, um die Zusammenarbeit mit sächsischen und tschechischen Dienststellen zu verstärken. Auf polizeilicher Ebene konnten dabei diesseits der Grenze die Polizeidirektion Chemnitz und jenseits der Grenze die Bezirkspolizeidirektion Karlovy Vary sowie die Bezirkspolizeidirektion Ústí nad Labem als Partner gefunden werden. Mit der Technischen Oberschule Most ist sogar ein nichtpolizeilicher Kooperationspartner gewonnen worden.

Projektinhalt ist es, die Zusammenarbeit der Projektpartner insbesondere auf den Gebieten der Öffentlichkeitsarbeit und der Kriminalprävention zu intensivieren und zu verbessern. Damit soll die Sicherheit objektiv erhöht werden und sich dadurch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung verbessern. Im Rahmen des Projektes wurden z. B. zwischen Juli 2016 und August 2017 bereits 29 gemeinsame Maßnahmen durchgeführt, über die entsprechend berichtet wurde. Dies waren bspw. gemeinsame sächsisch-tschechische Polizeistreifen bei den Motocross-WM-Wochenenden in Loket, an und auf dem Stausee Jesenice, beim Skisprung-Weltcup-Wochenende in Klingenthal und bei der Equipage in Bad Elster, weiterhin gemeinsame Polizeikontrollen insbesondere des Verkehrs auf der B 174 im Erzgebirge oder auf der B 92 im Vogtland, aber auch gemeinsame Nacheileübungen oder die Fortbildung von sächsischen und tschechischen Verkehrspolizisten mit dem Schwerpunkt Drogen. Weitere Beispiele sind zudem Drogenpräventionsveranstaltungen an tschechischen Schulen und die aktive Teilnahme am Aktionstag Hilfe in Klingenthal.

Um die gemeinsame polizeiliche Arbeit besser – auch medial – vermitteln zu können, sowohl für die Bürger als auch für die Medien und die Mitarbeiter der Projektpartner, werden auf sächsischer Seite zwei Medienmobile mit entsprechender Ausstattung beschafft. Zudem werden deutsche und tschechische Polizisten an der Technischen Oberschule Most in der jeweils anderen Landessprache geschult.

Im Rahmen der Nachhaltigkeit des Projektes wird die vertiefte Zusammenarbeit auch über das Projektende hinaus fortgeführt werden.

Jul. ´16 – gemeins. Streife Stausee Jesenice
Okt. ´16 – Nacheileübung im Raum Klingenthal
Dez. `16 – gemeins. Streife zum Skisprungweltcup
Dez. ´16 – Fortbildung von Verkehrspolizisten
Mrz. ´17 – Polizeikontrollen auf B174
Apr. ´17 – Polizei- u. Zollkontrollen auf B92
Apr. ´17 – Drogenprävention an Schule in Most
Mai ´17 – Aktionstag Hilfe in Klingenthal
Jun. ´17 – gemeins. Streife zu Equipage Bad Elster
gemeins. Streife zum MXGP in Loket