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Fachgruppe 3 - Kriminalistik

Die Fachgruppe Kriminalistik ist vorrangig für die Fortbildung des mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienstes des Freistaates Sachsen im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung in enger Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern zuständig und unterstütz die Ausbildung der Laufbahngruppe 2.1. in Rothenburg/O.L..

Die angebotenen Lehrveranstaltungen verfolgen das Ziel, den Lehrgangsteilnehmern kriminologische, kriminaltaktische und kriminaltechnische/erkennungsdienstliche Kenntnisse zur Verhütung und Aufklärung von Straftaten zu vermitteln. Dabei wird die Fachgruppe durch praxiserfahrende Referenten unterstützt. Aktuelle Erscheinungsformen der Kriminalität werden unmittelbar in die Lehrgänge einbezogen. Den Schwerpunkt der Tätigkeit der Fachgruppe Kriminalistik bildet die funktionsbezogene Fortbildung. In zahlreichen Speziallehrgängen werden die Lehrgangsteilnehmer schwerpunktmäßig in ausgewählten Deliktbereichen fortgebildet und somit auf die Erfüllung ihrer konkreten Aufgaben in den Polizeidirektionen vorbereitet.

Auf den aktuellen Fortbildungsbedarf der Dienststellen reagiert die Fachgruppe zeitnah im Rahmen der personellen und logistischen Möglichkeiten. Die Dauer der Lehrgänge wurde optimiert und bewegt sich von wenigen Tagen bis zu sechs Monaten. Mehrere Lehrgänge sind modular aufgebaut.


Die Fachgruppe gliedert sich in die Fachgebiete:

Fachgebiet Kriminaltaktik

Die Kriminaltaktik ist die Lehre von der rechtsstaatlich ausgerichteten, planmäßigen, überlegten, prozessökonomischen und zweckmäßigen Vorgehensweise bei der Aufklärung von Straftaten.

Sie umfasst die Planmäßigkeit und Schnelligkeit des Vorgehens bei der Beweisführung und Beweissicherung, die Vernehmungstaktik und Vernehmungstechnik sowie die Nutzung psychologischer Möglichkeiten zur Verbrechensaufklärung.

In speziell dafür eingerichteten Schulungs- und Trainingsräumen werden dazu modular aufgebaute Lehrgänge zu folgenden Schwerpunktthemen u. a. funktionsbezogen angeboten:
 
  • Kriminalpolizeiliche Sachbearbeitung,
  • Kriminal- und Ermittlungsdienst,
  • Waffenkriminalität, Leichensachbearbeitung,
  • Kriminalpolizeiliche Kommissionsarbeit für Mitarbeiter und Leiter,
  • Rauschgiftkriminalität,
  • Staatsschutzkriminalität,
  • Sexualdelikte,
  • Brandkriminalität,
  • Umweltkriminalität usw.


Das Lehrgangsangebot richtet sich nach dem von den Polizeidienststellen des Landes und den Ländern der Sicherheitskooperation gemeldeten Bedarf und den Möglichkeiten der Umsetzung.

Fachgebiet Kriminaltechnik und Erkennungsdienst

Die Kriminaltechnik ist die Lehre von der Suche, Sicherung, operativen Auswertung und Begutachtung von materiellen Spuren als Folge polizeilich relevanter Sachverhalte. Sie nutzt dafür sowohl klassische Verfahren als auch moderne wissenschaftlich-technische Mittel und Methoden. Die kriminaltechnische Fortbildung orientiert sich an den Vorgaben der „Standards Kriminaltechnik“ als landeseinheitliche Handlungsanleitung. Sie ist modular aufgebaut und umfasst sowohl die zweiwöchige Grundlagenvermittlung (Modul B) als auch die dreiwöchige Spezialfortbildung (Modul C 1).

Darauf aufbauend werden weitere funktionsbezogene Spezialmodule angeboten z. B.
 
  • Sachbearbeiter Spurensicherungslabor,
  • Brandursachenermittlung,
  • Wiedersichtbarmachung entfernter Prägezeichen.


In einem einwöchigen Lehrgang (Modul C 2) werden die Sachbearbeiter Erkennungsdienst fortgebildet. Für die Vermittlung dieser speziellen Lehrinhalte stehen vier Fachkabinette zur Verfügung. Sie sind mit der in der sächsischen Polizei verwendeten Technik ausgestattet. Mehrere Handlungsräume ermöglichen Übungen unter praxisnahen Bedingungen.


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