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Die Ausbildung von Leichen- und Vermisstenspürhunden

Suchen ist Schwerstarbeit
Bei der Ausbildung dieser Spürhunde werden Bringsel aus unterschiedlichen Materialien mit Leichenwitterung oder mit menschlichem Blut kontaminiert und zum Spielen verwendet.

Der Hund lernt, unterschiedliche Verwesungsstadien menschlichen Gewebes und frischen, verwesten sowie angetrockneten Blutes abzuspeichern und durch Kratzen oder Beißen anzuzeigen. So können vom ausgebildeten Hund nicht nur Leichen oder Leichenablageorte in unübersichtlichem Gelände gefunden, sondern auch Blutanhaftungen, die auf Tatorte schließen lassen oder Tatwerkzeuge aufgespürt werden. Bei der Suche nach vermissten oder verschütteten Personen richtet sich der Hund nach dem menschlichen Körpergeruch.

Realität. Die Leichen- und Vermisstenspürhunde können an gewaschenen Kleidungs- stücken Geruchsmoleküle des Blutes aufspüren. Der Hund verweist selbst nach einem für das menschliche Auge rückstandslosen Reinigen von Bodenfliesen seinem Hundeführer ehemalige Blutanhaftungen durch Kratzen.

Diese Spezialhunde werden nicht nur an der Diensthundeschule ausgebildet. Sie werden auch von hier aus zentral im Freistaat Sachsen geführt und kommen für die Polizeidienst- stellen landesweit zum Einsatz.