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Die Mi 2

Die Mi 2 "Romeo", "Golf" und "Juliet" auf dem Hubschrauberlandeplatz
Die Mi 2 "Romeo", "Golf" und "Juliet"

Drei Hubschrauber vom Typ Mi 2 bildeten die erste Fluggerätebasis der im Jahre 1991 gegründeten sächsischen Polizeihubschrauberstaffel. Die Mi 2 mit den Kennzeichen "Romeo", "Golf" und "Juliet" übernahm der Freistaat Sachsen von der aufgelösten Zentralen Fliegerstaffel der Deutschen Volkspolizei in Berlin.

Nach über 20-jähriger Betriebsdauer wurden die Fluggeräte dieses Typs im Jahre 1997 und 1999 außer Dienst gestellt. Auch wenn sie im Vergleich zu den modernen Hubschraubern neuester Generation polizeitaktisch und betriebswirtschaftlich überholt sind, hatten sie sich im Laufe des polizeilichen Flugbetriebes als effektives Einsatzmittel bewährt. 

Der zirka 5.500 Stück weltweit meistverkaufte Hubschraubertyp in seiner Klasse wurde bis Anfang der 90er Jahre als Lizenzproduktion im Werk PZL-Swidnik (Polen) hergestellt. Vom russischen Konstruktionsbüro Mil im Jahr 1958/59 auf dem Reißbrett entwickelt, fand er vorerst als Verbindungs- und Mehrzweckhubschrauber in den Armeen der Warschauer - Pakt-Staaten Verwendung. 

In den äußeren Abmaßen entsprach der robuste Hubschrauber zwar seinem Vorgänger. Die von zwei Turbinen angetriegene Mi 2 war jedoch der dreisitzigen Mi 1 mit Kolbenmotor in puncto Flugsicherheit, Abflugmasse und Geschwindigkeit weit überlegen. Außerdem gestaltete sich die Kabine geräumiger, da der für den Kolbenmotor beanspruchte Platz nun als Nutzfläche zur Verfügung stand. 



Die Mi2 bei Sonnenuntergang
Die Mi 2 im Polizeieinsatz
Die generelle Verwendung der Mi 2 im Polizeidienst erfolgte erst zu Beginn der 80er Jahre. Vorausgegangen waren fliegerische Tests mit Militärhubschraubern gleichen Typs, in Anlehnung an die bisher gesammelten Erfahrungen des Luftkommandos der ungarischen Miliz.

Im Jahre 1983 erhielt die Zentrale Fliegerstaffel die ersten beiden von später 15 Mi 2 zur Erfüllung polizeilicher Aufgaben.

Seitdem schrieben "Romeo", "Golf" und "Juliet" im polizeilichen Flugdienst über dem Freistaat Sachsen Geschichte. Die in den Bordbüchern festgehaltene Einsatzpalette reicht von Verkehrsüberwachungsflügen auf den Transitstraßen zwischen beiden deutschen Staaten in den achtziger Jahren bis hin zu operativen Luftbildübertragungsflügen in den Neunzigern.



Technische Daten zur Mi 2
Kategorie Leichter Mehrzweckhubschrauber
Hersteller PZL Swidnik
Außerdienststellung
1. Maschine
2. Maschine
3. Maschine

Mai 1997
Mai 1997
Dezember 1999
Kennung
1. Maschine
2. Maschine
3. Maschine

D-HZPG
D-HZPR
D-HZPJ
Maximales Abfluggewicht 3.550 kg
Transportkapazität Besatzung und 4 Passagiere
Höchste Reisegeschwindigkeit 210 km/h
Maximale Reichweite 360 km

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