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Arbeitsbesprechung/Projekt SPAP/SE-SK

Zur weiteren Intensivierung der guten polnisch-sächsischen Zusammenarbeit im Bereich der Spezialeinheiten führte Abteilung 4 des Landeskriminalamtes Sachsen am 1. und 2. November 2010 am Fortbildungszentrum der Justiz in Bobritzsch eine gemeinsame Arbeitsbesprechung mit Vertretern der polnischen Spezialeinheit (SPAP) aus Wroclaw und den Einsatzgruppenleitern der Spezialeinheiten/Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Sachsen durch.

Schwerpunkt der zweitägigen Konferenz waren die bisher durchgeführten Übungen zwischen dem SEK und der SPAP, sowie den Verhandlungsgruppen und der USBV beider Ländern.  Der stellvertretende Leiter SPAP aus Wroclaw, nadkom. Jalowiecki, machte anhand von ausgewählten Videosequenzen deutlich, in welchen Bereichen die gemeinsame Taktik, Technik und die vereinbarten taktischen Kommandos und Zeichen schon sehr gut funktionieren. Gleichzeitig wurde auch deutlich, dass bis zu der geplanten Vollübung der Spezialeinheiten- Kräfte beider Länder im April 2011 noch die eine oder andere Feinabstimmung notwendig ist. Die bisher gemeinsam durchgeführten Teilübungen mit dem SEK Sachsen zeigen sehr deutlich, dass gerade im grenzüberschreitenden Einsatz absolute Präzision notwendig ist, um ein fehlerfreies Zusammenwirken zum Schutz der Bevölkerung im Grenzbereich beider Länder gewährleisten zu können. Anhand ausgewählter Einsatzlagen wurden von den verantwortlichen Gruppenführern und Einsatzleitern der SE/SEK von MEK/SEK/MEK-Staatschutz und SPAP die jeweiligen Lagebeurteilungen, die daraus abgeleiteten taktischen Entschlüsse und deren praktische Umsetzung im Einsatz dargestellt.

Die sehr offene Aussprache über die taktisch-technischen Möglichkeiten der SE beider Länder, aber auch die sehr positiven gegenseitigen Vorschläge zu alternativen Handlungsvarianten und Verbesserungsmöglichkeiten machen nach übereinstimmender Auffassung des Leiters der Abteilung 4 im LKA Sachsen, KD Lange und des stellvertretenden SPAP-Leiters, nadkom. Jalowiecki, deutlich, dass das gegenseitige Vertrauen eine bislang nicht gekannte Qualität in der Zusammenarbeit der SE/SK beider Länder erreicht hat.


 


Arbeitsbesprechung Bild 1
Arbeitsbesprechung Bild 2
Arbeitsbesprechung Bild 5

Ein besonderes Ziel des Projektes liegt in der Verbesserung der Sicherheit im polnisch-sächsischen Grenzgebiet durch die Intensivierung der Zusammenarbeit und Verbesserung der dazu erforderlichen Ausstattung der Spezialeinheiten und Spezialkräfte insbesondere bei der Bewältigung von Terrorgefahren.  In der polizeilichen Einsatzpraxis spielt die Verfügbarkeit und Nutzung moderner und effektiver Einsatztechnik eine erhebliche Rolle. Das SEK und die Verhandlungsgruppe Sachsen setzen bei Einsatzlagen Spezialfahrzeuge als mobile Befehlsstellen  zur Führung der Einsatzkräfte bzw. als Basisfahrzeuge für die Verhandlungsführung ein.

Dazu werden im Projekt für das SEK ein Führungsfahrzeug sowie ein mobiler Befehlskraftwagen und für die Verhandlungsgruppe ein Führungsfahrzeug und ein Basisfahrzeug neu beschafft. Mit dieser Einsatztechnik werden künftig die Voraussetzungen für die Führung und den Einsatz der Kräfte unmittelbar im Einsatzraum und in Grenzüberschreitenden Einsatzlagen wesentlich verbessert.  

Am 8. November 2010 konnten in einem ersten Schritt die neu beschafften Fahrzeuge vom SEK und der Verhandlungsgruppe übernommen werden.

In einem weiteren Schritt erfolgt 2011 der Spezialausbau der Fahrzeuge. 


 


Fahrzeugübergabe