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Spezialeinsatzkommando

Mit der Gründung des Freistaates Sachsen im Jahr 1990 und dem einhergehenden Neuaufbau der sächsischen Polizei, wurde das Spezialeinsatzkommando der Polizei Sachsen geschaffen.
Dies geschah vor dem Hintergrund der Erfahrung der Bundesrepublik Deutschland im Zuge der Terrorismusbekämpfung und bei der Bekämpfung schwerwiegender Kriminalitätsphänomene.
Spezialeinsatzkommando

Daher kommt das Spezialeinsatzkommando in Fällen polizeilicher Schwerstkriminalität zum Einsatz. Dies stellen insbesondere Geiselnahmen, Entführungen, herausragende Erpressungen und Amoklagen dar sowie Bedrohungslagen, bei denen Waffen verwendet werden. In erster Linie versteht sich das Spezialeinsatzkommando als eine Serviceeinrichtung für alle Polizeidienstsstellen des Freistaates Sachsen. Im Rahmen von Ermittlungsarbeit der Dienststellen werden oft Erkenntnisse gewonnen, dass sich bestimmte Straftäter bei der Begehung gravierender Straftaten bewaffnen oder sehr viel leichter geneigt sind, Gewalt zur Durchsetzung ihrer Ziele einzusetzen. An dieser Stelle kommen die örtlich zuständigen Polizeidienststellen regelmäßig an die Grenzen ihrer Handlungsfähigkeit. Besondere Ad-hoc Lagen sind auf Grund der ständigen Einsatzbereitschaft mit einem einhergehenden effizienten Bereitschaftssystem lösbar. Zum Lösen ihrer oft komplexen Aufgaben bedienen sich die Angehörigen des SEK spezieller professioneller Taktiken, ausgewählter Sondertechniken und einer differenzierten Spezialisierung. Das Agieren des MEK steht besonders im Interesse der Öffentlichkeit, seine Einsätze sind häufig spektakulär und gekennzeichnet von einem hohen Medienaufkommen.

 


Voraussetzung für die Aufnahme in das SEK sind Flexibilität, Einfallsreichtum, Kreativität, eine überdurchschnittlich ausgeprägte Wahrnehmungsfähigkeit, ausgezeichnete Physis und psychische Stabilität. Anders als ein Normalbürger leben SEK- Beamte mit einem latenten Gefahrenpotential. Um ihre Identität zu schützen werden alle Einsatzmaßnahmen mit Masken durchgeführt. SEK- Beamte sind immer auch Teamworker, die innerhalb ihrer Einsatzgruppe kompetent, aufmerksam und entschlossen agieren. Gewaltsame Lagelösungen sind immer das letzte Mittel zur Bewältigung einer Situation, daher werden alle Beamten psychologisch geschult, um auch im direkten Kontakt einen Täter zur Aufgabe zu bewegen.

Nachwuchssorgen hat das SEK Sachsen nicht, obwohl die finanziellen Anreize nicht sehr hoch sind und die Einsatzzeiten das "Normale" Maß meist überschreiten. Die anspruchsvolle Ausbildung und eine fassettenreiche Tätigkeit locken. Kein Einsatz gleicht dem Anderen – Routine kann bei derartigen Einsätzen tödlich sein.

Angehende SEK- Beamte rekrutieren sich aus den Reihen der Polizei des Freistaates Sachsen, in seltenen Fällen auch aus den Reihen der Bundespolizei. Körperliche Fitness und psychische Belastbarkeit sind eine wesentliche Voraussetzung. In einer 12-Monatigen Ausbildung lernen sie das Führen von Fahrzeugen, auch in Grenzbereichen, üben sich im Eindringen in Gebäude, Busse, Schiffe, Schienen- und Luftfahrzeuge, seilen sich von Helikoptern ab, -pauken Eingriffsrecht, Taktik, Ballistik, Sprengstoffkunde, lernen Fremdsprachen, 1. Hilfe und üben ständig der sicheren Umgang mit der Waffe.

 


Perfektion ist die Maxime des SEK! Sie müssen sich aufeinander verlassen können, gerade in Extremsituationen. Menschenleben zu retten, hat oberste Priorität. Das Team weiß, dass es dafür im Ernstfall auch das eigene Leben auf Spiel setzen muss. Eine falsche Reaktion kann das Leben kosten- auf beiden Seiten! In der Gesellschaft müssen sich die Profis gegen das Klischee der "coolen Rambos" zur Wehr setzen. Die Realität sieht anders aus: "Waffennarren" sind im Team fehl am Platz. Sich offen zu seinen Stärken und Schwächen zu bekennen gehört zum Aus- und Fortbildungskonzept. Ein unzählige Male geübtes und praktiziertes Zusammenspiel von Überraschung und Schnelligkeit prägt die lautlosen Spezialisten der sächsischen Polizei !