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Schlägerei in Straßenbahn/ Kirche heimgesucht/ Im großen Stil Zigaretten geklaut

Verantwortlich: Andreal Loepki, Maria Braunsdorf
Stand: 06.06.2016, 3:00 PM Uhr

Kriminalitätsgeschehen
Stadtgebiet Leipzig

Rauchen schadet der Gesundheit, birgt aber auch Vorteile

Ort: Leipzig (OT Zentrum-Süd), Karl-Liebknecht-Straße
Zeit: 04.06.2016, gegen 21:00 Uhr

Ein Student von der grünen Insel besuchte am Samstagabend standesgemäß einen Pub und trank dort sieben Bier und fünf Whiskey. Jedoch war der 30-Jährige offenbar klamm bei Kasse, denn die Kosten für die köstlichen Schlucke Irland wollte er nicht berappen. Anstatt 39 Euro auf den Tresen zu legen, kletterte er lieber aus einem Fenster der Herrentoilette. Der kongeniale Plan scheiterte jedoch an der Raucherpause zweier Angestellter des Lokals, welche sich an die Verfolgung machten und den Mann durch eine Tür in den Pub zurückgeleiteten. Nachdem sich die Polizei mit dem Sachverhalt beschäftigt hatte, wollte der Zechpreller den Heimweg antreten und lief hierzu auf ein Fahrrad zu. Daraufhin führte ihm ein Beamter in bestem Englisch aus, dass er in seinem Zustand nicht mehr fahren dürfe, ohne neuerlich mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Obwohl der Mann angab, alles verstanden zu haben und seinen Drahtesel zunächst auch brav schob, konnten sich die Beamten nicht verkneifen, sein Treiben im Rückspiegel des Funkstreifenwagens zu beobachten. So ergab sich alsbald ein neuerlicher Kontakt mit ihm, in dessen Folge unter Hinzuziehung eines Arztes eine eher einseitige Form der Blutsbrüderschaft geschlossen werden musste. (Loe)   

Schlägerei in Straßenbahn     

Ort: Leipzig (OT Lößnig), Bornaische Straße i. H. Siegfriedstraße
Zeit: 04.06.2016, gegen 21:00 Uhr

Aus noch nicht aufgeklärter Ursache geriet ein Mann (47) in einer Straßenbahn der Linie 11 mit einer etwa zehnköpfigen Gruppe Jugendlicher in Streit. Als dieser darin mündete, dass der Mann geschlagen wurde, stoppte der Straßenbahnfahrer (40) die Fahrt und schritt ein. Leider attackierten die Jugendlichen daraufhin auch seine Person, bevor sie schließlich die Flucht ergriffen. Die weiteren Ermittlungen müssen die Abläufe unter Einbeziehung weiterer Zeugenaussagen und der Videoaufzeichnungen aus der Straßenbahn aufhellen. (Loe)


Brand in der ehemaligen Heeresbäckerei              

Ort: Leipzig; OT Möckern, Olbrichtstraße
Zeit: 05.06.2016, 20:55 Uhr

Gestern Abend richtete das im Gebäudeinneren der stark verfallenen ehemaligen Heeresbäckerei ausgebrochene Feuer immensen Schaden an und gab dem nur noch in den Grundmauern stehendem Haus den letzten Rest. Das Feuer wurde durch einen Passanten entdeckt, der von weitem Rauch über dem ehemaligen Kasernengelände aufsteigen sah. Schnell waren Einsatzkräfte der Feuerwehr herbeigerufen, die sich jedoch erst einmal einen Weg durch das unwegsame Gelände öffnen mussten. Am Brandort stellten sie dann fest, dass im Haus - dessen Dachstuhl bereits eingestürzt und dessen Mauerwerk bereits stark verwittert war – Unrat und Altreifen brannten. Da auch keine Medien, wie Gas oder Strom, anlagen, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Unbekannte gezündelt hatten. Die Brandursachenermittler nehmen im Laufe des Tages ihre Arbeit auf – ermittelt wird wegen Brandstiftung. Noch am selben Abend meldete sich eine 57-Jährige bei der Polizei. Sie habe drei Jugendliche gesehen, die am Abend das Gelände verließen. Beschreiben konnte sie die 16 – 17-Jährigen folgendermaßen:

1. Jugendliche: männlich, ca. 180 cm groß, dunkle, gelockte Haare
2. Jugendliche: weiblich, bunte Bänder in den Haaren, trug kurze Hose und schwarze, kaputte Strümpfe
3. Jugendliche: weiblich, Schlitze in den Kleidungsstücken, kurzer Rock, schwarze, kaputte Strümpfe
 
Bei den Ermittlungen wird geprüft, ob die drei in irgendeinem Bezug zu dem Brand stehen könnten. (MB)


Ausgebrannter Lkw auf der Autobahn      

Ort: BAB 14 i. R. Dresden, zwischen Anschlussstelle Nossen/Nord und  Nossen/Ost
Zeit: 06.06.2016, 00:15 Uhr

Kurz nach Mitternacht erhielt die Polizei den Notruf eines Lkw-Fahrers (52), der auf der BAB 14 Richtung Dresden unterwegs war. Dieser stand mit seinem Sattelzug (Zugmaschine Mercedes-Benz vom Typ Actos) auf dem Standstreifen zwischen den Anschlussstellen Nossen/Nord und Nossen/Ost, da es aus seinem Lkw stark qualmte. Bei Eintreffen der Gesetzeshüter brannte der besagte Sattelzug jedoch schon lichterloh - Vollsperrung der Richtungsfahrbahn! Auch die Einsatzkräfte der Feuerwehren waren bereits am Werk und versuchten, das Feuer zu löschen. Doch das erwies sich als äußerst schwierig. So entschlossen sie sich, die Ladung des Anhängers vom Typ „Rohr“ zu löschen und zogen die 20 Tonnen Obst und Gemüse auf die Straße. Dort konnte die Ladung gelöscht und anschließend in Containern vom Brandort abtransportiert werden. Kurz vor 05:00 Uhr waren der Lkw und die Ladung gelöscht. So konnte der linke Fahrstreifen für kurze Zeit geöffnet werden, um Fahrzeuge an dem Brandort vorbeizuleiten. Anschließend wurde die komplette Fahrbahn zur Bergung des Sattelzuges und ihrer Reinigung für weitere ca. zwei Stunden voll gesperrt. Erst gegen 07:15 Uhr rollte der Fahrzeugverkehr wieder Richtung Dresden. (MB)

Kirche heimgesucht           

Ort: Leipzig; OT Sellerhausen-Stünz
Zeit: 04.06.2016, 08:45 Uhr

Langfinger suchten die Emmaus-Kirche in Sellerhausen-Stünz heim. Nachdem sie die Eingangstür aufgehebelt hatten, querten sie einen Kirchengang bis hin zum Büro. Dessen Tür hebelten sie ebenfalls auf und durchsuchten anschließend die Schränke. Im angrenzenden Lager stießen sie den Tresor (95 cm x 55 cm x 55 cm) um und versuchten, die Rückseite aufzuflexen bzw. aufzuhebeln – doch der Tresor gab seinen Inhalt nicht preis. So zogen die Diebe ohne Beute von dannen. Jedenfalls konnte bislang seitens des Kirchenvorstandes nichts festgestellt werden, das fehlte. Die Polizei ermittelt wegen Diebstahl im besonders schweren Fall. (MB)

Diebesleiter verhalf Einbrecher ins Tanzstudio       

Ort: Leipzig; OT Schleußig
Zeit: 04.06.2016, 02:45 Uhr - 10:00 Uhr

Über ein Gerüst, das an der Wand eines Rekohauses aufgebaut war, verschaffte sich der Unbekannte Zutritt zu einem Tanzstudio. Er gelangte in die Räume, indem er die Notzugangstür aufbrach. Dann durchsuchte er diese und entnahm an der Bar den Kasseneinschub samt einem dreistelligen Geldbetrag. Auf der Suche nach mehr brach er schließlich noch die Tür zu einem kleinen Lager und zu einer Toilette auf. Dort fand er offensichtlich keine weiteren Dinge, die er brauchen könnte und verschwand. Die Polizei ermittelt wegen Diebstahl im besonders schweren Fall. (MB)

Mit Arglist Smartphone geraubt         

Ort: Leipzig; OT Kleinzschocher, Wigandstraße
Zeit: 04.06.2016, 17:00 Uhr

Mit weiblichem Charme und Liebesversprechen lockte gestern Nachmittag eine 14-Jährige einen Jüngling (14) aus der Wohnung, indem sie ihn übers soziale Netzwerk in den Hinterhof bat. Er machte sich auf den Weg und traf die Angebetete. Gemeinsam besprachen sie Wichtiges – doch plötzlich tauchten zwei Männer auf. Geradewegs gingen sie zum 14-Jährigen und verlangten die Herausgabe seines Smartphone. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, zückte einer der Männer sein Messer. Just in dem Moment griff der andere dem Jungen in die Hosentaschen und zog das Telefon heraus. Dann griff er in die andere Tasche und förderte ein Schlagring zu Tage. Erst als die Mutter des Jungen aus dem Fenster schaute, den Ärger mitbekam und die Unbekannten anschrie, rannten diese vom Hof – gefolgt von dem 14-Jährigen. So ging die Flucht von der Dieskaustraße bis zum Adler. Dort verlor er ihre Spur. Nun ermittelt die Polizei wegen Raub. (MB)

 

Landkreis Leipzig

Im großen Stil Zigaretten geklaut   

Ort: Borsdorf (OT Panitzsch), Otto-von-Guericke-Straße
Zeit: 05.06.2016, 00:00 Uhr – 00:30 Uhr

Innerhalb von nur wenigen Minuten zerstörten bisher Unbekannte ein Schaufenster, drangen in den Markt ein und durchsuchten die Räumlichkeiten. Darin widmeten sie sich nach einem ersten Überblick ausschließlich Tabakwaren, wobei sie Produkte von deutlich fünfstelligem Warenwert entwendeten. Die vorgefundene und im Rahmen der Tatortarbeit dokumentierte Situation lässt auf ein vorheriges Ausbaldowern durch die Täter schließen. Nun muss sich zeigen, ob die gesicherten Spuren und erbetenen Zeugenhinweise dazu führen, die Tat einer Aufklärung zuzuführen. Wer sachdienliche Angaben tätigen kann, wendet sich bitte an die Kriminalpolizeiinspektion Leipzig, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. 0341-966 4666 oder an jede andere Polizeidienststelle. (Loe) 
 

Landkreis Nordsachsen

Problembürger   

Ort: Eilenburg
Zeit: 04.06.2016, gegen 23:45 Uhr und 05.06.2016, gegen 18:45 Uhr
 
Am späten Samstagabend animierte ein Eilenburger (30) seine Nachbarn mittels lautstark abgespielter Musik und Böllerwürfen, die Polizei zu rufen. Vor Ort konnten die Beamten die Lärmquelle unschwer lokalisieren, aber deren Erreichen war wiederum nicht ganz einfach, denn aufgrund der Lautstärke nahm der Verursacher weder reguläres Klingeln noch derbes Klopfen wahr. Erst die Pause zwischen zwei Musikstücken erbrachte den gewünschten Erfolg, wobei ein sichtlich Desorientierter an der Wohnungstür erschien. Zunächst fragte er verwundert, ob es denn schon 22 Uhr sei und trat hernach für das weitere Gespräch in den Hausflur – nicht ohne seine Wohnungstür zweimal zu verschließen. In der Folge gab er den Lärm bereitwillig zu, stritt jedoch ab, Böller in den Hof geworfen zu haben. Im Gegenteil, ein Böller sei durch sein Fenster geflogen und er hätte nur mit Mühe einen Brandausbruch verhindern können. Dies wollten die Beamten sich natürlich gern näher betrachten und erbaten Einlass. Darauf reagierte der Mann zwar etwas zurückhaltend, öffnete aber schließlich doch die Pforte. Obwohl in der Einraumwohnung ein stolzer Vorrat an geleerten Flaschen und Assietten lagerte, gelang es, am Boden die Reste eines zerfetzen Böllers auszumachen. Allerdings wies die Version des Mannes einen wesentlichen Haken auf, denn in seiner Wohnung waren eine ganze Reihe zulässiger Pyrotechnik, aber auch Knaller ohne jedes Prüfzeichen aufzufinden und just ein solcher Böller war auch am Boden explodiert. Offenbar hatte ein Wurf das Fenster verfehlt. Die Beamten entschlossen sich deshalb, die übrigen illegalen Böller (62 Stück) sicherzustellen und fertigten eine Anzeige nach dem Sprengstoffgesetz.

 

Nicht einmal 24 Stunden später verlegte sich der 30-Jährige leider auf die ihm verbliebene Pyrotechnik und sorgte abermals für einen Polizeieinsatz. Unter musikalischer Untermalung, welche wiederum jede Lärmgrenze missachtete, zündete er unter anderem eine manipulierte Silvesterrakete. Deren Flugbahn verfehlte nur knapp den Kopf einer Nachbarin (41), die zu diesem Zeitpunkt auf ihrem Balkon stand. Da der Mann nachfolgend gar keine Ambitionen zeigte, mit der Polizei zu sprechen, nutzen unterstützende Kollegen einer geschlossenen Einheit den großen Schlüssel und rammten die Tür auf. Um den Hausfrieden letztlich etwas dauerhafter herzustellen, griffen die Beamten auf das Sächs. Polizeigesetz zurück, nahmen den Mann (1,68 Promille Atemalkohol) in Gewahrsam, beschlagnahmten die Musikanlage und sämtliche Pyrotechnik. Dafür mussten sie sich allerdings durch das vorhandene Chaos wühlen und fanden so auch offenbar aus Pyrotechnik herausgelöstes Schwarzpulver sowie Zündschnüre. Zudem entdeckten sie als Haustiere gehaltene Schlangen, Ratten, Mäuse und Spinnen, wobei einige der Tiere bereits verendet waren. Hierzu wurden das Veterinäramt und ein Tierheim beigezogen. Ferner tauchten zwei Schreckschusswaffen und mehrere Cliptüten auf, die betäubungsmittelrelevante Anhaftungen aufwiesen. Da der 30-Jährige nun zunächst seiner bevorzugten Freizeitbeschäftigungen beraubt ist, besteht die vage Hoffnung, er findet die Zeit, sich und seine Wohnung zu sortieren. (Loe)   


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