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Auf frischer Tat ertappt/Nach Streit mit Pfefferspray eingesprüht/Es gibt immer was zu klauen

Verantwortlich: Katharina Geyer, Birgit Höhn, Andreas Loepki
Stand: 18.07.2016, 2:35 PM Uhr

 Kriminalitätsgeschehen

Stadtgebiet Leipzig

Auf frischer Tat ertappt 

Fall 1      

Ort: Leipzig-Zentrum, Hahnekann
Zeit: 17.07.2016, 06:25 Uhr

Sonntagmorgen machte sich ein Mann an einem abgestellten Skoda zu schaffen: Er schlug die hintere rechte Seitenscheibe des Autos ein und entwendete daraus eine Laptoptasche samt Laptop und Festplatte, eine Kamera, eine Geldbörse, Schlüssel und mehrere DVDs. Zwei Zeugen hatten das Klirren gehört, den Pkw-Einbrecher, der gerade aus dem Auto geklettert war und flüchtete, gesehen. Während einer dem Flüchtenden bis in Richtung City folgte, verständigte der andere die Polizei und gab eine detaillierte Personenbeschreibung. Einsatzkräfte der Polizei konnten den Täter (26) auf der Toilette einer Bäckerei, in die er geflüchtet war, vorläufig festnehmen. Die Zeugen erkannten den Pkw-Einbrecher eindeutig wieder. Bei der Durchsuchung seiner Sachen konnten die Beamten einen großen Teil des Eigentums der Geschädigten (w.: 22, 50) auffinden und den Frauen wieder übergeben. Beide hatten in Leipzig übernachtet und wollten tags darauf ihre Urlaubsfahrt fortsetzen, was jedoch erst nach Reparatur des Skoda möglich ist. Nach Beenden der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Der 26-Jährige ist bereits wegen Diebstahl polizeibekannt. Nun hat er sich erneut strafrechtlich zu verantworten. (Hö)

Fall 2       
 
Ort: Leipzig-Reudnitz, Prager Straße
Zeit: 17.07.2016, 07:35 Uhr

In eine Tiefgarage hatte sich ein Mann geschlichen, der dann an einem Opel hantierte. Er stach das Schloss der Heckklappe des Autos auf und stahl daraus einen Koffer und eine Geldbörse. In diesem Moment erschienen der Geschädigte und dessen Bekannter (31, 30). Aufgrund der Überraschung ließ der Täter das Diebesgut zurück und flüchtete. Doch der 31-Jährige folgte ihm, hielt ihn fest und führte ihn ins Wohnhaus zurück. Ein junger Mann (21) eilte ihnen zu Hilfe, wurde jedoch vom Dieb jedoch die Treppe (8 Stufen) hinunter geschubst und dabei verletzt. Polizeibeamte nahmen den 26-Jährigen vorläufig fest. Da gegen ihn zwei Haftbefehle vorlagen, wurde er zunächst dem Ermittlungsrichter vorgeführt und dann in die Justizvollzugsanstalt überführt. (Hö)

Nach Streit mit Pfefferspray eingesprüht               

Ort: Leipzig, OT Neustadt-Neuschönefeld, Eisenbahnstraße
Zeit: 18.07.2016, gegen 03:53 Uhr

In der letzten Nacht meldete sich ein 33-jähriger Leipziger bei der Polizei und erklärte, dass er soeben von einem ihm unbekannten Mann Pfefferspray abbekommen hätte. Die Beamten fuhren zum angegebenen Tatort in der Eisenbahnstraße/Ecke Herrmann-Liebmann-Straße und konnten dort den 33-Jährigen am Bordstein sitzend auffinden. Der rieb sich heftig die Augen und klagte über Schmerzen. Er erzählte, dass er mit einer ihm fremden Person in Streit geraten war (warum, war nicht zu ergründen), woraufhin der Fremde ihm Pfefferspray in die Augen sprühte und davon rannte. Den unbekannten Täter beschrieb der 33-Jährige wie folgt:

• männliche Person,
• vermutlich arabische Sprache,
• ca. 20 – 25 Jahre alt,
• 1,70 m – 1,75 m groß,
• trug ein weißes T-Shirt mit dunklem Muster.

Zeugen, die etwas von dem Streit mitbekommen und die Tat beobachtet haben, werden gebeten, sich bei dem Polizeirevier Leipzig-Zentrum, Ritterstraße 19 - 21 in 04109 Leipzig, Tel. (0341) 7105 - 0 zu melden. (KG)

Das Fenster zum Hinterhof im Visier                 

Ort: Leipzig (OT Altlindenau), Diakonissenstraße
Zeit: 16.07.2016, 22:25 Uhr

Zu fortgeschrittener Stunde saß ein junger Mieter (29) in seiner Wohnung am Schreibtisch und arbeitete. Plötzlich vernahm er ein knallendes Geräusch und unmittelbar darauf das Klirren von Glas. Auf der Suche nach dem Ursprung zog er die zuvor etwas herabgelassenen Jalousien nach oben und fand in der Außenverglasung eines zum Innenhof zeigenden Fensters ein kleines Loch. Eines ganz ähnlicher Natur war ihm bereits an einem Treppenhausfenster aufgefallen, wobei beide wohl darauf zurückzuführen sind, dass ein noch unbekannter Anwohner in letzter Zeit mit seinem Luftgewehr Ziel- und Schießübungen veranstaltete. Die entsprechenden Ermittlungen laufen. (Loe)

Es gibt immer was zu klauen                   

Ort: Leipzig (OT Südvorstadt), Bernhard-Göring-Straße
Zeit: 16.07.2016, gegen Mitternacht
 
Der Mitarbeiter (38) eines Security-Unternehmens kümmert sich eigentlich um die Belange am und im Asylberwerberwohnheim. Gemeinsam mit seinem Kollegen (33) begab er sich gegen 23:50 Uhr auf den nächtlichen Routinerundgang und ließ seinen Blick dabei auch im näheren Umfeld schweifen. So gewahrte er auf dem angrenzenden Steinplatz zwei Männer (30, 35), welche augenscheinlich damit beschäftigt waren, eine Kawasaki KLE 500 kurzzuschließen. Und da ihnen die laue Sommernacht einige Wortfetzen zutrug, die erkennen ließen, dass die beiden Verdächtigen von der „Karre“ ablassen und sich lieber nach „anderen Mopeds um die Ecke“ umschauen wollten, blieben keine Zweifel. Wenig später konnten alarmierte Polizeibeamte die Leipziger an der Scharnhorststraße einer Personenkontrolle unterziehen. Sie hatten ganz offensichtlich nicht vor, ihren Weg ewig zu Fuß fortzusetzen, denn zu ihrer Ausstattung zählten vorsorglich bereits zwei Motorradhelme. Ferner ließ ein Blick in den Rucksack des 30-Jährigen erkennen, dass er und sein Kumpan die Definition von Mein und Dein vorzugsweise anhand des richtigen Werkzeugs  (zwei Rohrzangen, ein Brecheisen, ein Seitenscheider, vier Schraubendreher, zwei Multitool und ein Bit-Satz) vornehmen. (Loe)

Archaische Verkehrsteilnehmer    

Ort: Leipzig (OT Zentrum-Nord), Gerber-/Berliner Straße
Zeit: 17.07.2016, gegen 19:00 Uhr
 
Zwei junge Männer befuhren gestern in einem VW Passt den Leipziger Innenstadtring, wobei sie aus noch unklarer Ursache mit den fünf Insassen eines in der Nachbarspur verkehrenden Audi in Konflikt gerieten. Der gesten- und wortreiche Streit fand seinen Höhepunkt an benannter Straßenkreuzung, als beide Fahrzeug wegen des roten Lichtzeichens stoppen mussten. Dort soll zunächst ein Beifahrer des Audis ausgestiegen und den VW-Fahrer (20) durch die offene Seitenscheibe geschlagen haben. Kurz darauf standen sich dann wohl alle Beteiligten auf Straße gegenüber und suchten die körperliche Auseinandersetzung. Hierbei kamen auch Bierflaschen zum Einsatz, wodurch der VW-Fahrer eine Kopfplatzwunde davontrug und sein Beifahrer (21) an der Hand verletzt wurde. Anschließend bestiegen die Audi-Insassen wieder das Fahrzeug und fuhren davon. Ihre beiden Kontrahenten konnten jedoch lediglich bis zur Theresienstraße folgen, da die blutende Kopfverletzung schließlich ärztliche Behandlung verlangte. Anhand des Kennzeichens suchten Beamte des Polizeireviers Grimma aber wenig später in Bad Lausick nach dem Audi-Halter (26) und trafen ihn mit drei Freunden (24, 26, 27) an einem Imbiss an, wobei der Jüngste im Bunde eine blutende Armwunde und der Audi eine größere Delle im Kotflügel aufwies. Ihr fünfter Mitstreiter (25) war nach der Schlägerei in Leipzig geblieben. Nun hat die Polizei das zweifelhafte Vergnügen, Licht ins Dunkle bringen zu dürfen. Hierbei ist auch die erkennbar nordafrikanische Herkunft der beiden VW-Insassen in die Würdigung einzubeziehen, wobei jedoch keiner der fünf Audi-Insassen zuvor jemals Anlass bot, eine dementsprechende Motivationslage erhärtet zu sehen. (Loe)

Landkreis Leipzig

Motorrad vom Fleck weg gestohlen    

Ort: Machern, Zum Wiesengrund
Zeit: 16.07.2016, 12:00 Uhr bis 17.07.2016, 17:00 Uhr

Ein Unbekannter entwendete das gesichert abgestellte Motorrad KTM 690 Duke, schwarz/orange, Baujahr 2015. Der Halter (26) hatte es auf dem Parkplatz neben dem Wohnhaus gesichert abgestellt. Ihm entstand ein Schaden in Höhe von ca. 8.600 Euro. Kripobeamte haben die Ermittlungen aufgenommen. (Hö)

Zu betrunken für ‘ne Pizza                   

Ort: Wurzen, Beethovenstraße (B 6)
Zeit: 16.07.2016, gegen 19:15 Uhr

Vollkommen betrunken und der Koordination seiner Extremitäten beraubt, wankte Samstagabend ein 22-jähriger Libyer in eine Wurzener Pizzeria. Ein Mitarbeiter erkannte das Alkoholdilemma und entschied, dass er dem jungen Mann nicht helfen könne und beförderte ihn daher höflich, jedoch bestimmt, nach draußen. Bekleidet mit kurzer Hose und Turnschuhen wankte er auf die B 6 und erzwang dadurch das Stehenbleiben von mehreren Fahrzeugen. Teilweise nur mit Notbremsung konnten die Fahrzeugführer eine Kollision mit dem wankenden 22-Jährigen verhindern. Natürlich wurde daraufhin die Polizei informiert, die eiligst zum Einsatzort fuhr. Als die Polizei die Kreuzung Bahnhofstraße/Beethovenstraße erreichte, lag der Betrunkene gerade mit dem nackten Oberkörper auf der Motorhaube eines blauen Fahrzeuges. Ob nun in Liebe verbandelt oder aufgrund der Unfähigkeit, sich weiter fort zu bewegen, war vor Ort nicht feststellbar. Auf jeden Fall nahmen sich die Ordnungshüter seiner an und brachten ihn zur Blutentnahme aufs Revier. Auf der Fahrt dorthin gebärdete sich der 22-Jährige überdies anzüglich gegenüber der weiblichen Polizistin, was sie wiederum verärgert abwehrte. Letzten Endes musste der Libyer mit Verdacht auf eine Alkoholintoxikation ins Krankenhaus gebracht werden: Die Nadel auf dem Atemalkoholmessgerät schlug beängstigende 2,68 Promille aus. Nichts desto trotz wird nun gegen den 22-Jährigen wegen dem Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. (KG)

Verkehrsgeschehen

Landkreis Nordsachsen

Tödlicher Unfall auf der A 9 – Unfallrekonstruktion deutet auf Schuld des betrunkenen Unfallbeteiligten          

Ort: A 9 (Berlin Richtung München), Abfahrt Wiedeman
Zeit: 17.07.2016, 05:15 Uhr

Gestern Vormittag ereignete sich auf der A 9 in Richtung München ein folgenschwerer Unfall, bei dem zwei Personen getötet wurden. Aus gestern anfangs unklaren Gründen kam es zu einer Berührung von zwei Fahrzeugen, woraufhin sich beide Pkw überschlugen und im Graben rechts von der Fahrbahn liegen blieben. Der graue Opel Vectra, in dem zwei Personen saßen, fing Feuer und brannte vollständig aus. Im roten Ford Focus saß ein 28-jähriger Fahrer aus Sachsen-Anhalt, der mit leichten Verletzungen davon kam. Bei ihm jedoch stellte die Polizei einen Atemalkoholwert von 1,5 Promille fest. Ihm wurde der Führerschein abgenommen und eine Blutentnahme durchgeführt. Der 28-Jährige machte überdies widersprüchliche Angaben zum Unfallhergang. So gab er an, dass er in der mittleren Fahrspur gefahren wäre, als der Opel von links plötzlich rüber zog und es somit zur Kollision kam. Diese Aussage deckt sich jedoch nicht mit der vorgefundenen Unfallsituation. Für die Kollegen des Verkehrsunfalldienstes und die Sachverständigen der Dekra war bald klar: Der 28-Jährige im Ford Focus hatte die Unfallursache gesetzt, indem er seinen Wagen nach rechts gelenkt hatte. Anders könne sich der Hergang nicht erklären. Daher erwarten den Mann aus Sachsen-Anhalt nicht nur eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr, sondern auch die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall.

Die Identität der beiden Personen im Opel Vectra ist indes noch immer ungeklärt. Durch das Feuer sind die Leichen stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Der Wagen stammte jedoch aus Brandenburg. Durch die dortige Polizei konnte ermittelt werden, dass die Halterin selbst nicht im Wagen gesessen hatte. Die bisherigen Erkenntnisse zur Nutzung des Fahrzeuges lassen jedoch die Vermutung zu, dass es sich bei dem Fahrer um den 54-jährigen Sohn der Halterin und dessen 57-jährige Lebensgefährtin handelte. Dies lässt sich bisher jedoch nicht mit absoluter Sicherheit bestätigen! Ein DNA-Abgleich soll daher in den kommenden Tagen Bestätigung bringen. Wann genau das Ergebnis vorliegen wird, kann derzeit nicht abgeschätzt werden.

Die Polizei sucht überdies nach Zeugen, die den Unfallhergang und/oder das Fahrverhalten des Fahrers im roten Ford Focus auf der A 9 beobachtet haben. Hinweisgeber werden gebeten, sich an die VPI Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 - 2851 (tagsüber) sonst 255 – 2910 zu wenden. (KG)
 

 


 


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