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Polizeiliche Kriminalstatistik 2016 - Landkreis Sächsische Schweiz-Ostergebirge

Medieninformation: 198/2017
Verantwortlich: Thomas Geithner
Stand: 30.03.2017, 11:30 Uhr

Eckpunkte der Kriminalitätsentwicklung

Polizeipräsident Hort Kretzschmar: „So ungewöhnlich deutlich der Anstieg in der vergangenen Kriminalstatistik war, so irreführend ist es diesmal der Rückgang. Beide statistischen Ausschläge sagen nichts über die wirkliche Lage aus. Denn der vermeintlich deutliche Rückgang resultiert insbesondere aus dem Rückgang der ausländerrechtlichen Verstöße, die wiederum kaum Einfluss auf das Sicherheitsgefühl der Menschen haben." Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wurden 2016 insgesamt 13.398 Straftaten (2015: 17.777) erfasst. Das sind 4.379 Fälle weniger als im Vorjahr und entspricht einer Abnahme um 24,6 Prozent. Diese Entwicklung resultiert zum großen Teil aus einem Rückgang bei ausländerrechtlichen Verstößen, die um 3.697 Fälle auf noch 2.430 Fälle (2015: 6.127 Fälle) gesunken sind. Nach starken Anstiegen im Vorjahr u. a. wegen zeitweise eingeführten Grenzkontrollen aufgrund der in Sachsen stattgefundenen Gipfel (G6 und G7) sowie der verstärkten Zuwanderung durch Flüchtlinge ist in diesem Deliktsbereich ein dem Jahr 2009 vergleichbarer Stand erreicht.

Die Häufigkeitszahl, die angibt wie viele Straftaten rechnerisch auf 100.000 Einwohner entfallen, sank 2016 auf 5.415 (2015: 7.228).

Insgesamt 8.829 Straftaten (2015: 13.216) konnten aufgeklärt werden. Die Gesamtaufklärungsquote sank damit auf 65,9 Prozent (2015: 74,3 Prozent).

Von den 7.274 ermittelten Tatverdächtigen (2015: 10.943; 2014: 7.825) waren 76,5 Prozent männlichen und 23,5 Prozent weiblichen Geschlechts. Es wurden dabei 606 Kinder (2015: 1.459; 2014: 768), 518 Jugendliche (2015: 902; 2014: 525) und 548 Heranwachsende (2015: 852; 2014: 506) als Tatverdächtige ermittelt.

Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen sank von 6.768 im Jahr 2015 auf 3.337 im Jahr 2016. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen betrug somit 45,9 Prozent (2015: 61,8 Prozent; 2014: 41,8 Prozent).

Die Tendenzen zur Gesamtkriminalität sind von den starken Abnahmen der ausländerrechtlichen Verstöße geprägt. Aber auch bezogen auf die allgemeine Kriminalität ohne ausländerrechtliche Delikte wurden 2016 mit 10.968 Fällen (2015: 11.650) 5,9 Prozent weniger Straftaten registriert, der niedrigste Stand der letzten 10 Jahren. Die Aufklärungsquote sank in diesem Bereich auf 58,5 Prozent (2015: 61,3 Prozent). Insgesamt wurden 4.986 Tatverdächtige ermittelt (2015: 5.218). Davon waren 1.066 Nichtdeutsche (2015: 1.073), deren Anteil auf 21,4 Prozent stieg (2015: 20,6 Prozent). Als tatverdächtig erfasst wurden 167 Kinder (2015: 146), 350 Jugendliche (2015: 354) und 344 Heranwachsende (2015: 358).

Die Zahl der Opfer2 von Straftaten stieg geringfügig auf 1.784 (2015: 1.758), das sind 1,5 Prozent mehr als 2015. Insgesamt 1.112 Opfer (62,3 Prozent) waren männlichen und 672 Opfer (37,7 Prozent) weiblichen Geschlechts. Unter den Opfern waren 214 Kinder (2015: 188), 175 Jugendliche (2015: 135) und 111 Heranwachsende (2015: 102). 159 Opfer (2015: 146) einer Straftat waren 60 Jahre oder älter. Insgesamt wurden 1.284 Erwachsene als Opfer registriert.

Der durch Kriminalität registrierte finanzielle Schaden betrug rund 7,1 Millionen Euro (2015: 8,3 Millionen Euro).

Die Übersichten detalliert finden sie hier.


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