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Polizeidirektion Zwickau: Verkehrsunfallstatistik der PD Zwickau für das Jahr 2016 – Aufklärungsquote bei Unfallfluchten auf 42 Prozent gestiegen

Medieninformation: 266/2017
Verantwortlich: Anett Münster
Stand: 05.05.2017, 12:50 Uhr

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Verkehrsunfallstatistik der PD Zwickau für das Jahr 2016 – Aufklärungsquote bei Unfallfluchten auf 42 Prozent gestiegen

Polizeidirektion Zwickau – (am) Entgegen dem bundesweiten (+2,9 Prozent) und gesamtsächsischen (+1 Prozent/1.083 Fälle) Trend ist die Zahl der Verkehrsunfälle im Bereich der PD Zwickau minimal rückläufig (-0,04 Prozent/sechs Fälle). Leider ist aber die Anzahl der Verletzten bei Verkehrsunfällen auch im hiesigen Bereich gestiegen (+141).
Die Anzahl der Verkehrstoten ist, nach dem sprunghaften Anstieg im Jahr 2015 (19 Fälle/2014 auf 31 Fälle/2015), erfreulicherweise wieder gesunken (18 Fälle). Die Mehrzahl der Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten (647 Fälle) ereignete sich nach wie vor im innerörtlichen Bereich (innerorts 356 Fälle, außerorts 171 Fälle).
Grundlegend ist die Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes die häufigste Unfallursache, gefolgt von Vorfahrtsfehlern und Unfällen wegen unangepasster/überhöhter Geschwindigkeit. Häufig sind die motorisierten Verkehrsteilnehmer für den von ihnen gewählten Sicherheitsabstand zu schnell unterwegs, so dass sich diese beiden Unfallursachen oftmals gegenseitig bedingen.
So dominieren bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden (1.629 Fälle) mit einem Anteil von 21,4 Prozent (349 Fälle) die Vorfahrtsunfälle, gefolgt von den Geschwindigkeitsunfällen mit einem Anteil von 18,7 Prozent (305 Fälle). Leider musste bei einem Verkehrsunfall im vergangenen Jahr ein tödlich verletztes Kind beklagt werden. Ein Sechsjähriger starb als Insasse bei einem Pkw-Unfall. Die Zahl der verletzten Schulkinder stieg zudem um 25 auf 132 Fälle. Drei Viertel der Unfälle ereigneten sich in der Freizeit und ein Viertel auf dem Schulweg.
Die positive Entwicklung der Unfallzahlen junger Fahrer kann 2016 nicht fortgeschrieben werden. Der in den vergangenen Jahren deutlich gesunkene Verursacheranteil hat im Vergleich zum Vorjahr um 51 Fälle zugenommen. Die Unfallursachen sind hier gleichlaufend mit dem PD-weiten Trend.
Die Verkehrsunfälle, welche durch die Altersgruppe der Senioren verursacht wurden, stiegen 2016 um 126 auf 2.620 Fälle an. Gemessen am Bevölkerungsanteil sind Senioren dennoch vergleichsweise unterdurchschnittlich am Unfallgeschehen beteiligt. Die Hauptunfallursache in diesem Bereich ist die Missachtung von Vorfahrtsregeln. Hinsichtlich der Unfallfluchten ist im Jahr 2016 ein Anstieg um 105 Fälle zu beobachten (3.305). Die Aufklärungsquote ist hier von 35 Prozent auf 42 Prozent gestiegen.
Der Anteil der Verkehrsunfälle unter Einwirkung berauschender Mittel (Alkohol) blieb zum Vorjahr konstant (1,2 Prozent). Allerdings stieg die Anzahl der Leicht- und Schwerverletzten in dieser Unfallkategorie um neun Personen.
Die Fallzahlen der Fahrten unter Einwirkung von Drogen hingegen stiegen auf 235 Fälle, also um 31 Fälle gegenüber dem Vorjahr. Wobei die unter Drogeneinwirkung verursachten Unfallzahlen nahezu konstant blieben (21/2015, 20/2016).
Die Verkehrsunfälle mit Kradfahrern nahmen im Vergleich zum Vorjahr ab (2015/223, 2016/207). Im Zusammenhang mit Personenschäden ist hier ein Rückgang von 73 auf 57 Fälle zu verzeichnen. Differenziert nach Schwere der Verletzungen ist ein Anstieg bei den Schwerverletzten und ein Rückgang bei den Leichtverletzten zu sehen. Die Zahl der getöteten Kradfahrer liegt (wie 2014 und 2015) bei zwei Fällen.
Die PD Zwickau ist stets bemüht durch regelmäßige Kontrollen die Verkehrsteilnehmer an die Einhaltung der Verkehrsregeln zu erinnern. Zwar bietet dies keine Gewähr vor Fehlern, jedoch könnten viele Verkehrsunfälle vermieden werden, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer mit- und nicht  gegeneinander im Straßenverkehr bewegen.

 


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