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Gestohlen, unterschlagen, betrogen - 40-jähriger Chemnitzer siebenmal tatverdächtig

Medieninformation: 360/2017
Verantwortlich: Jana Kindt
Stand: 07.07.2017, 08:00 Uhr

(2182) Er steht im Verdacht, in sieben Fällen gestohlen, unterschlagen bzw. betrogen zu haben. Chemnitzer Kriminalisten gelang es, einen einschlägig bekannten 40-jährigen Chemnitzer zu ermitteln. Der Mann steht im Verdacht, im Sommer letzten Jahres mit seinen Taten über 17.000 Euro Schaden verursacht zu haben.
Alles begann Anfang Juli 2016 mit einer Brieftasche, die einem Chemnitzer in einer Diskothek gestohlen wurde. Dass er diese nicht, wie zunächst angenommen, verloren hat, wurde ihm klar, als ihm knapp einen Monat später zwei Bankschreiben ins Haus flatterten. Mit diesen erfuhr er, dass er angeblich zwei Kreditverträge über insgesamt knapp 4 600 Euro abgeschlossen habe. Wie sich später noch herausstellen sollte, waren es letztlich vier Kreditverträge über Waren im Wert von über 8 800 Euro. Bei allen vier Kreditverträgen, die innerhalb von neun Tagen zustande gekommen waren, wurden sein Personalausweis und seine Geldkarte benutzt.
Nachdem der Mann dies der Polizei angezeigt hatte, brachten die folgenden Ermittlungen u.a. daktyloskopische Spuren des heute 40-jährigen Tatverdächtigen ans Licht. Dieser ist schon wegen derartiger Delikte der Polizei hinreichend bekannt und deshalb erkennungsdienstlich erfasst. Bei darauf folgenden Lichtbildvorlagen erkannten Zeugen den Mann als Kunden und Kreditnehmer wieder.
Doch nicht nur die Chemnitzer Polizei kam dem Mann auf die Spur. Anfang August 2016 wollten Beamte der Verkehrspolizei Bayreuth Nord auf der A 9 einen Honda Accord mit Chemnitzer Kennzeichen stoppen. Die Verkehrspolizisten hatten bemerkt, dass sich an dem Pkw zur Fahndung stehende Kennzeichen befinden. Diese waren einen Monat zuvor in Chemnitz von einem Seat gestohlen worden. Das Anhaltezeichen der Polizisten missachtete der Fahrer und gefährdete dabei noch andere Verkehrsteilnehmer. In der Ausfahrt Hormersdorf verunfallte der Honda. Der Fahrer, bei dem es sich um den 40-jährigen Chemnitzer handelte, und sein Beifahrer (zur Tatzeit 24) flüchteten zu Fuß. Die Polizisten konnten sie stellen und vorläufig festnehmen. Es stellte sich heraus, dass nicht nur die Kennzeichen gestohlen waren. Der rund 8 100 Euro teure Honda war wenige Wochen zuvor einem Chemnitzer Autohaus nach einer Probefahrt nicht zurückgebracht worden. Bei dem hinterlegten Personalausweis handelte es sich um jenen, der auch bei den Kreditverträgen zum Einsatz gekommen war. Somit fällt der Verdacht der Unterschlagung des Pkw ebenfalls auf den 40-Jährigen.
Zudem befand sich im gestoppten Honda ein über einen dieser Kreditverträge finanziertes Mountainbike. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Mannes wurde ein Großteil der in Großmärkten finanzierten Gegenstände gefunden. Die Palette reichte von A wie Autoradio über ein TV-Gerät bis U wie Uhrenradio. Andere Sachen hatte er bereits verkauft, offenbar um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.Hinsichtlich der Unterschlagung des Pkw sowie des Betruges in Bezug auf das Mountainbike ist der 40-Jährige geständig. Zu den anderen Taten schweigt der Mann.Ein Teil der Waren wurde von den betroffenen Großmärkten zurückgenommen.

Das Ergebnis der Ermittlungsarbeit wurde der Staatsanwaltschaft Chemnitz vorgelegt. Diese entscheidet über den Ausgang des Verfahrens.


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