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Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Zwickau und des LKA

Verantwortlich: Tom Bernhardt, Ines Leonhardt
Stand: 27.10.2017, 16:08 Uhr

Tatverdächtiger der gewalttätigen Auseinandersetzung am 21.10.2017 in Jocketa in Untersuchungshaft – das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) ermittelt

Am Abend des 21. Oktober 2017 kam es zu einer zunächst verbalen und anschließend körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Fahrgästen am Haltepunkt der Vogtlandbahn in Jocketa. Dabei wurde ein 15-jähriger afghanischer Asylbewerber verletzt und musste zwei Tage lang im Krankenhaus stationär behandelt werden. Der Regionalabschnitt Zwickau des PTAZ im LKA Sachsen hat die Ermittlungen übernommen, da von einer ausländerfeindlichen Motivation auszugehen ist.

Zwei deutsche Männer (31 und 24) waren mit der Bahn auf dem Rückweg aus Tschechien nach Deutschland unterwegs. Bereits in der Bahn geriet einer der Beiden mit einem 15-jährigen afghanischen Asylbewerber, der sich in Begleitung von zwei syrischen Freunden (16 und 17 Jahre alt) befand, aneinander. Nach dem Aussteigen aus der Bahn setzten sich die körperlichen Auseinandersetzungen an der Haltestelle in Jocketa fort. Dabei stieß der Tatverdächtige den Geschädigten über ein Geländer des Bahnsteigs, so dass dieser nach unten stürzte und auf ein Dach fiel. Durch Beamte der Bundespolizei konnten die Personalien des 31-jährigen Tatverdächtigen aus Lengenfeld, der zum Tatzeitpunkt stark alkoholisiert war, bekannt gemacht werden.

Am 25. Oktober 2017 wurde der zunächst flüchtige Tatverdächtige wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung vorläufig festgenommen. Im Rahmen seiner polizeilichen Vernehmung ließ er sich zum Tatvorwurf ein.

Die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichtes Zwickau ordnete am 26.10.2017 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Zwickau Untersuchungshaft für den Tatverdächtigen an.


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Landeskriminalamt Sachsen