Technikmuseum

Seit dem 11. Juli 1998 besteht am IuK-Schulungs- und Referenzzentrum Dommitzsch die „Sammlung polizeihistorischer fernmelde-technischer Anlagen und Geräte". Sie umfasst vornehmlich Geräte und Anlagen die in den Einheiten und Dienststellen der Volkspolizei eingesetzt waren sowie Vergleichstechnik aus den alten Bundesländern, Fernmeldetechniken der Wendezeit und nun auch schon Technik der sächsischen Polizei. Die Sammlung zielt darauf ab, den Angehörigen der Polizei die historische Entwicklung ihres Berufes im gesamtgesell-schaftlichen Kontext zu vermitteln und so der Aus- und Fortbildung innerhalb der Polizei zu dienen. Zum anderen aber auch der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich zu sein und dieser die polizeilichen Tätigkeiten und Aufgabenfelder im geschichtlichen Zusammenhang nahe zu bringen.

Unser "Fernmeldemuseum" beschäftigt sich mit der Darstellung der jüngeren Polizeigeschichte auf einem besonderen, einem technischen Gebiet. Ausgestellt werden fernmeldetechnischer Führungs- und Einsatzmittel der Volkspolizei und weiterführend, der sächsischen Polizei. Sichtbar gemacht wird in erster Linie die technische Entwicklung von Fernmeldegeräten und die damit verbundenen Methoden der Nachrichten-übermittlung. Aber auch die im heutigen Verständnis polizeifremden Aufgaben der Volkspolizei in der damaligen Gesellschafts-ordnung soll anhand der Ausstattung der Volkspolizei mit fernmeldetechnischem Gerät aufgezeigt werden.

Auf engstem Raum werden eine Fülle von Funkgeräten, Telefonanlagen, Fernschreib-geräten und Sondertechniken präsentiert. In Vitrinen sind interessante Zubehörteile, Bau-elemente und Baugruppen, historische Röhren und Stromversorgungsteile ausgestellt. Eine kleine Bibliothek von Dienstvorschriften, Gerätebeschreibungen und Serviceunter-lagen ermöglicht es, jedes Gerät zu beschreiben und einzuordnen. In unserem Fundus lagern noch weitere Geräte, Messtechnik und Computer, die wir aus Platzgründen nicht ausstellen können.

Mittlerweile ist unsere Ausstellung schon zu einem festen Bestandteil des schulischen Lebens geworden und viele Lehrgangsteil-nehmer sehen sich mit Interesse die ausgestell-te Technik an. Die Erinnerungseffekte, welche die alten Fernmeldegeräte hervorrufen zeigen sich in den Äußerungen der Kollegen, die durch diese Technik an ihre ehemalige Tätigkeit, an Probleme und Erfahrungen erinnert werden. Insbesondere die älteren Kollegen finden es gut, dass diese Technik als Teil unserer Polizei-geschichte gesammelt und ausgestellt wird.

Auch Kollegen aus anderen Bundesländern, Vertreter von Firmen und Funkamateure die unsere Sammlung gesehen haben sind begeistert und erstaunt über ihren Umfang und ihrer Vielfalt. Doch nicht nur Polizisten und fernmeldetechnische "Insider" besuchen unsere Ausstellung. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Polizei besuchen auch Seniorengruppen und Schülerklassen aus Grund- und Mittelschulen unser "Museum". Sogar Besucher aus den USA und Großbritannien konnten wir schon begrüßen.

Die Besonderheit der „Sammlung polizeihistorischer fernmeldetechnischer Anlagen und Geräte" besteht neben der Einmaligkeit dieser Sammlung in dem Bestreben, möglichst viele Exponate in ihrer Funktionsfähigkeit zeigen zu können. Die Demonstration der Arbeitsweise historischer Funk-, Fernsprech- und Fernschreibtechnik erhöht die Anschaulichkeit und Erlebnisfähigkeit der Ausstellung. Für Kinder und Jugendliche ist es ein Erlebnis, diese alte Technik zu sehen, insbesondere wenn sie selbst mit diesen Geräten funken, telefonieren oder fernschreiben dürfen. So können sie augenscheinlich und praktisch die Entwicklung der Telekom-munikationstechnik bis zum Handy erleben.

„Museumsdirektor" ist PHK i. R. Döring. Er war bis zu seiner Pensionierung Fachlehrer auf dem Gebiet des Fernmeldewesens und kümmert sich in ehrenamtlicher Tätigkeit um die Belange des Museums. Er versucht die Ausstellung ständig zu komplettieren und zu erweitern und so weit der vorhandene Ausstellungsplatz es erlaubt, dieser ein immer wieder neues Gesicht zu geben.

Getreu dem Motto unseres Museums "Die Erinnerung an die Vergangenheit ist immer auch eine Säule des Wissens der Gegenwart" möchten wir das historische Bewusstsein innerhalb und außerhalb der Polizei fördern. Durch die Einbeziehung des Fernmelde-museums in seiner Gesamtheit, in Themen-bereichen oder mit Einzelexponaten, ist es möglich, diesem Anliegen auch bei Veranstal-tungen innerhalb und außerhalb der Polizei gerecht zu werden.

Landespolizeidirektion
Zentrale Dienste Sachsen
IuK-Schulungs- und Referenzzentrum Dommitzsch
Weidenhainer Weg 16
04880 Dommitzsch
Tel.: (03 42 23) 45-0
Fax: (03 42 23) 45-2 03
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