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Schießunfall auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz – ein Soldat schwer verletzt

Verantwortlich: Thomas Knaup (tk)
Stand: 22.02.2012, 15:30 Uhr


Schießunfall auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz – ein Soldat schwer verletzt

 

Landkreis Görlitz, Weißkeißel
Truppenübungsplatz Oberlausitz, Schießbahn 9
18.02.2012, 11:45 Uhr

Bereits am Samstagmittag hat sich auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz ein Schießunfall ereignet, bei welchem nach derzeitigem Erkenntnisstand ein 25-jähriger Hauptgefreiter durch eine Schussabgabe eines 36-jährigen Hauptfeldwebels verletzt wurde.

Die beteiligten Soldaten sind Angehörige des Panzergrenadierbatallion 371 aus Marienberg, welches sich derzeit auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz auf einen anstehenden Auslandseinsatz vorbereitet. Am Samstag wurde eine Schießübung absolviert, in welcher Manövermunition verwendet wurde. Aus noch zu ermittelnder Ursache hatte der Schütze auch ein Magazin mit Gefechtsmunition für sein Gewehr G 36 bei sich und lud sein Gewehr mit dieser Munition nach. In der weiteren Folge gab er zwei unbeabsichtigte Schüsse auf den Hauptgefreiten ab. Dieser erlitt einen Streifschuss am Oberschenkel. Der zweite Schuss schlug in das Magazin des Gewehrs des Hauptgefreiten ein und führte dort zu einer Explosion der Manövermunition, in Folge dessen der Soldat weitere Verletzungen am Oberschenkel davon trug.

Durch Sanitäter wurde der verletzte Soldat noch auf der Schießbahn unmittelbar erstversorgt und anschließend im Krankenhaus Weißwasser operiert. Über die 13.Panzergrenadierdivision Leipzig wurde mitgeteilt, dass er mittlerweile in ein Bundeswehrkrankenhaus verlegt wurde, es ihm den Umständen entsprechend gut ginge und er medizinisch stabil sei.

Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien hat die Ermittlungen zu den genauen Umständen aufgenommen und ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung. Dabei wird zu klären sein, unter welchen Umständen die Gefechtsmunition in die Waffe des Schützen gelangte.


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