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Wiederholte Warnung von falschen Polizeibeamten

Warnung vor falschen Polizeibeamten
(© Polizei Sachsen)

Verstärkt bekommen momentan vor allem ältere Menschen in Sachsen Anrufe durch „angebliche Polizeibeamte“. Die Polizei nimmt dies zum Anlass, wiederholt vor dieser Masche zu warnen.  Durch die offensive Öffentlichkeitsarbeit sollen die möglichen Geschädigten und auch deren jüngere Familienangehörige, Kinder und Enkel, sensibilisiert werden.
Bitte reden Sie mit Ihren „alten Herrschaften“ über diese Masche, klären Sie auf und machen Sie sich zum Ansprechpartner, falls Angehörige von Ihnen mysteriöse Anrufe erhalten. Helfen Sie dabei weitere Tathandlungen zu verhindern bzw. durch eine bewusste Zusammenarbeit mit der Polizei (z.B. bei Geldübergaben) zumindest Mittäter in Deutschland festnehmen zu können! Die Ermittlungsbehörden sind hier auf die aktive Mitarbeit angewiesen.

 

Wie gehen die Täter vor?

Die Täter rufen ältere Menschen in den Abend- bzw. Nachtstunden an, geben sich als Beamter einer Polizeidienststelle aus. Dabei werden auch Rufnummern tatsächlicher Polizeidienststellen im Display angezeigt.

Der Täter teilt mit, dass man bei einer geheimen Operation mehrere Täter einer ausländischen Einbruch-Bande festnehmen konnte. Eine oder mehrere Täter sind aber noch flüchtig. Bei einem Täter habe man einen Zettel/ Notizheft gefunden, wo auch der Name und die Anschrift der Geschädigten, Kontodaten und „Hat Geld“ eingetragen ist und man befürchtet, dass nun bald bei ihm eingebrochen wird. In diesem Zusammenhang werden Fragen zu den Vermögensverhältnissen gestellt und so erhalten die Täter Kenntnis von Bargeldbeständen, Kontoständen, Schmuck u.a.. Darauf bauen Sie ihre weitere Strategie auf. Im weiteren Verlauf werden die Geschädigten beruhigt, „die Polizei“ hat alles unter Kontrolle, das Haus wird ständig observiert Aber sie müssten mithelfen, dürfen niemanden etwas erzählen, da auch örtliche Polizisten und Bankangestellte in die kriminellen Machenschaften involviert sind. Hierbei werden teilweise Gesprächsmitschnitte eingespielt, wo sich angebliche Bankangestellte mit einem angeblichen Täter über die Geldbeschaffung von Geschädigten unterhalten.

Die Telefonate mit den Geschädigten erfolgen teilweise täglich und über Monate. Die Täter erlangen so das Vertrauen und erreichen letztlich, dass die Geschädigten ihre Konten/ Sparbücher, Geldanlagen auflösen, kündigen und das Geld z.B. in Bankschließfächern zwischenlagern. Letztlich wird das Geld mit nach Hause genommen, um für eine angebliche Überprüfung (Falschgeld), einer speziellen Kennzeichnung oder zur sicheren Aufbewahrung an einen „Verdeckten Ermittler“ übergeben, bzw. an einem vereinbarten abgelegt zu werden, wo es abgeholt werden kann.

Die Geschädigten werden durch täterseitig ausgeübten Druck, gegenüber ihren Bankmitarbeitern, der eigenen Familie oder ermittelnden Polizeibeamten äußerst verschlossen, da sie den Vorgaben der Täter folgen.

Hinweise des Landeskriminalamtes:

  • Die Polizei nutzt niemals die Notrufnummer 110, um mit Personen in Verbindung zu treten. Diese Rufnummer dient ausschließlich der Entgegennahme von Notrufen von Bürgern!
  • Bei mysteriösen Anrufen informieren Sie umgehend die örtlich zuständige Polizei.
  • Besprechen Sie mysteriöse/ ungewöhnliche Anrufe mit Familienangehörigen oder Nachbarn! Holen Sie sich Rat bei Verbraucherzentralen bzw. bei Ihrem Bankberater.
  • Kein Polizeibeamter wird Sie zur Auflösung Ihres Kontos oder von Sparverträgen auffordern!
  • Kein Polizeibeamter wird von Ihnen persönliche Vermögensdaten am Telefon erfragen und Ihnen mitteilen, dass Ihr Geld auf der Sparkasse oder Bank nicht mehr sicher sei!
  • Kein Polizeibeamter wird bei Ihnen anrufen, sie über Verfahren oder verdeckte Polizeimaßnahmen informieren!
  • Kein Polizeibeamter wird Sie auffordern, Ihr Geld nach Hause zu holen und in der Folge an einen „verdeckten Ermittler“ zu übergeben! Dies trifft auch auf Schmuck u. an Wertsachen zu.
  • Vertrauen Sie nicht den angezeigten Telefonnummer auf Ihrem Telefon, wenn Sie diese nicht kennen bzw. Sie sich nicht sicher sind, ob diese korrekt ist. Nutzen Sie nicht die Wahlwiederholung für einen Rückruf, sondern die Nummer der örtlichen Polizei aus dem Telefonbuch/ Internet. Noch besser ist ein persönlicher Besuch auf der Dienststelle.