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Betrug im Namen der Polizei

Telefonbetrug im Internet
(© LKA Sachsen)

Sie scheinen seriös und hilfsbereit – Betrüger geben sich immer öfter als Polizeibeamte aus, um an Geld und Wertsachen zu kommen. Ihre Opfer sind zumeist ältere Mitmenschen, die von den Tätern so geschickt manipuliert werden, dass sie freiwillig hohe Geldbeträge oder Wertsachen übergeben.
Denn die falschen Polizeibeamten geben vor, das Hab und Gut ihrer Opfer vor Einbrechern schützen zu wollen. Die Polizei stellt daher klar: Wir fordern unter keinen Umständen dazu auf, Geld oder Wertsachen an Kolleginnen oder Kollegen zu übergeben.

Für die Täter ist die Betrugsmasche „falsche Polizeibeamte“ ein lohnendes Geschäft. Allein im Freistaat Sachsen ist dadurch im Jahr 2018 ein Schaden von 332.967 Euro entstanden. Landesweit wurden in diesem Zeitraum 405 Fälle des Betrugs durch falsche Polizeibeamte registriert. Die Opfer verlieren oft nicht nur ihre gesamten Ersparnisse, sondern sind auch zutiefst verunsichert.

Die Täter gehen äußerst geschickt vor und schaffen es, ihre Opfer zu manipulieren. Meist rufen Sie ihre Opfer an und erzeugen Angst und Verunsicherung, indem sie vor fiktiven Einbrecherbanden warnen. Die Betrüger geben sich als hilfsbereite Polizeibeamte aus, die Geld und Wertsachen in Sicherheit bringen. Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes stellt klar: „Die Polizei fordert Bürgerinnen und Bürger niemals dazu auf, Geld oder Wertsachen an Beamte zu übergeben. Nur Betrüger wollen an Ihre Wertgegenstände. Rufen Sie im Zweifelsfall immer bei Ihrer Polizeidienststelle vor Ort an und fragen Sie nach. Wählen Sie den Notruf 110 oder die Nummer der Dienststelle, die Sie selbst im Telefonbuch finden.“ Darüber hinaus sollten sich Betroffene, die bereits Geld an Unbekannte weitergegeben haben, sofort an die Polizei wenden und Anzeige erstatten.

Die drei wichtigsten Tipps gegen Betrug im Namen der Polizei:

  • Die Polizei wird Sie niemals um Geld oder Wertsachen bitten!
  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie keine Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.

Mehr Verhaltensempfehlungen sowie einen Comic, der das Vorgehen der Täter veranschaulicht, hat die Polizei auf ihrer Internetseite zusammengestellt unter:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-im-namen-der-polizei/

Diese Pressemitteilung sowie weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.polizei-beratung.de/presse

Bilder zu verschiedenen Themen der Kriminalprävention finden Sie unter: http://www.polizei-beratung.de/presse/pressebilder.html

PROFIL PROGRAMM POLIZEILICHE KRIMINALPRÄVENTION

Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären. Dies geschieht unter anderem durch kriminalpräventive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Entwicklung und Herausgabe von Medien, Maßnahmen und Konzepten, welche die örtlichen Polizeidienststellen und andere Einrichtungen, zum Beispiel Schulen, in ihrer Präventionsarbeit unterstützen.