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Ohne Frust in die Weihnachtslust

Weihnachtsmarkt
(© pixabay.com)

Zu Beginn der Adventszeit strömen Groß und Klein auf die allerorts stattfindenden Weihnachtsmärkte oder in die reich geschmückten Geschäfte. Zerstreuung und Ablenkung für unsere fünf Sinne gibt es jetzt an jeder Ecke. Doch die beliebte Weihnachtszeit ist leider auch jedes Jahr aufs Neue Hochsaison der Diebe. Geschickte Taschendiebe stehlen ihren Opfern die Wertgegenstände direkt aus den Handtaschen oder aber aus der Bekleidung. Objekte der diebischen Begierde sind insbesondere Brieftaschen, Geldbörsen und Handys.
Nicht nur die zahlreichen Märkte werden zu Tatorten. Auch andere vielbesuchte Orte der Vorweihnachtszeit, wie z. B. öffentliche Verkehrsmittel, Haltestellen, Bahnhöfe und Kaufhäuser, sind potentielles Zielgebiet der Langfinger.
 
Was ist ein Taschendiebstahl?
 
Taschendiebstähle sind Diebstähle, bei denen der Täter heimlich seinem Opfer unmittelbar aus der am Körper befindlichen Kleidung oder aus den in unmittelbarem körperlichem Gewahrsam befindlichen, d. h. am Körper mitgeführten Gegenständen Geld oder andere Sachen (auch unbare Zahlungsmittel) entwendet.
 
Entsprechend der o. g. Definition wurden für den Recherchezeitraum 29. November bis 31. Dezember 2017 insgesamt 127 Fälle des Taschendiebstahls auf „Weihnachtsmärkten“ erfasst. Darunter sind 31 Fälle des Handydiebstahls.
 
Wachsam sein!
 
Taschendiebe gehen meist in Teams von mindestens zwei bis drei Tätern arbeitsteilig vor. Dabei nutzen sie häufig Ablenkungsmanöver wie Anrempeln, Ansprechen, vermeintlich freundliche Gesten und Berührungen oder ein absichtlich verursachtes Gedränge. Einige lenken das Opfer ab, in dem die Täter absichtlich die Kleidung der Opfer beschmutzen und dann beim Säubern der Sachen helfen. Die Ablenkungen sind vielfältig, das Schema bleibt aber immer gleich: Einer lenkt das Opfer ab, der Zweite stiehlt die Beute und gibt sie an einen Dritten weiter, der dann verschwindet.
 
TIPPS zur Vorbeugung vom Taschendiebstahl
 
Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie benötigen.
Vermeiden Sie, dass Fremde beim Bezahlen Einblick in Ihre Geldbörse oder Brieftasche bekommen.
Achten Sie bewusst auf Ihre persönlichen Sachen, besonders in dichtem Gedränge.
Tragen Sie Geld, Scheck- und Kreditkarten, Handy, Schlüssel und Papiere in verschlossenen Innentaschen Ihrer Kleidung.
Benutzen Sie Brustbeutel, Gürteltasche, Geldgürtel oder am Gürtel angekettete Geldbörse.
Verschließen Sie Hand- und Umhängetaschen und tragen Sie diese auf der Körpervorderseite oder unter den Arm geklemmt.
Sollten Ihnen Zahlungskarten abhandengekommen sein, lassen Sie diese sofort für den weiteren Gebrauch sperren, am besten telefonisch über den bundesweiten Sperr-Notruf 116 116.
 
 
Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite: www.polizei-beratung.de
sowie in jeder Polizeidienststelle.
 
Weiterführende Informationen gibt es auch auf der Klappkarte „Schlauer gegen Klauer!“ mit Piktogrammen und einem Notfallpass zum Heraustrennen, welcher alle wichtigen Telefon- und Sperrnummern von Debit- und Kreditkarten enthält. Dazu gibt es auch eine Checkliste mit Sofortmaßnahmen für Opfer und Zeugen, damit diese nach einem Diebstahl richtig reagieren können. Die Klappkarte ist kostenlos bei jeder Polizeilichen Beratungsstelle erhältlich oder kann auf den Seiten der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes unter:
 
www.polizei-beratung.de/medienangebot
 
kostenfrei heruntergeladen werden.
 
Petric Kleine, Präsident des LKA Sachsen:
 
„Damit die geliebte Weihnachtsmarktidylle nicht durch eine frustrierende Erfahrung getrübt wird, sollten Sie eine angemessene Aufmerksamkeit an den Tag legen und auf Ihre persönlichen Sachen achten - besonders im dichten Gedränge. Seien Sie wachsam bei Fragen nach dem Weg, beim Vorhalten eines Stadtplans, wenn Ihnen eine Blume angesteckt wird oder Sie spontan umarmt werden. Melden Sie Taschendiebe den vor Ort befindlichen Polizeibeamten! Mit unseren Hinweisen im Hinterkopf, wünsche ich Ihnen eine unbeschwerte Adventszeit und viel Vergnügen beim Bummeln über Sachsens Weihnachtsmärkte.“