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Neue Betrugsmasche mit imitierten Mahnschreiben

falsche Rechnungen
(© pixabay)

Achtung Betrug!  Vermehrt erhalten Geschädigte Rechnungen und Mahnschreiben mit tschechischem Absender. Gefordert werden Geldüberweisungen für angeblich erbrachten Service für sexuelle Leistungen oder in Anspruch genommenen Service für Erwachsene.
Wie gehen die Täter vor?

Im Vorfeld werden die Geschädigten über seriös auftretende Kundenhotlines von Fracht- oder Briefzentren, ohne dass deren Rufnummern unterdrückt werden, auf ihren Mobilfunknummern oder Festnetzanschlüssen angerufen. In dem Telefonat ist die Rede von einer angeblich nicht erfolgten Postzustellung wegen inkorrekter Wohnanschrift auf dem Brief oder Paket. Aus diesem Grund wird die aktuelle Wohnanschrift der Angerufenen erfragt und die allermeisten kommen dieser Bitte nach.

Im Anschluss werden an die Geschädigten regelmäßig Rechnungen in Höhe von 90,- Euro versandt, immer mit der Behauptung, vom Telefonanschluss der Betroffenen sei durch Anwahl bestimmter Festnetznummern eine Telefonsexdienstleistung in Anspruch genommen worden. Wer nicht zahlt, wird mit Mahnungen traktiert. Nicht wenige Geschädigte begleichen die vermeintlichen Forderungen. Wie Überprüfungen der ausländischen Konten in der Tschechischen Republik und der Slowakischen Republik, wohin das Geld gezahlt wird, ergaben, gingen dort innerhalb von 2 Monaten über 17.000,- Euro von deutschen Kontoinhabern ein.

Auf das tatsächliche Ausmaß diese Betrugsmasche kann aus den der Polizei bekannt gewordenen Fällen nicht geschlossen werden. Hier muss von einem hohen Dunkelfeld ausgegangen werden, da, bedingt durch die schambehaftete Thematik (Sexualdienstleistung) und der gewählten Betrugsform, viele Opfer von einer Anzeigenerstattung absehen werden.

Das wissen leider auch die Täter. Unsere Bitte, gehen Sie zur Polizei, wenn Sie glauben Opfer geworden zu sein - denn ohne entsprechende Anzeigen und Verfahren können die Behörden nicht tätig werden!