Polizei Sachsen - Präsidium der Bereitschaftspolizei - Feierliche Vereidigung
  1. Navigation
  2. Inhalt
Inhalt

Feierliche Vereidigung

Verantwortlich: Johanna Dressler
Stand: 17.11.2017, 16:00 Uhr

611 Polizeianwärter in Riesa vereidigt

Ulbig: „So viele Anwärter in einem Jahr gab es seit über 20 Jahren nicht“

Innenminister Markus Ulbig und der Inspekteur der Polizei Sachsen, Reiner Seidlitz, haben heute in Riesa 611 Polizeimeister-, Polizeikommissar- und Kriminalkommissaranwärter vereidigt. Sie legten mit folgendem Bekenntnis ihren Diensteid nach § 63 des Sächsischen Beamtengesetzes ab: "Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können führen, Verfassung und Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegenüber allen üben werde."

In diesem Jahr werden erstmals alle Anwärter gemeinsam im Rahmen eines zentralen Festaktes vereidigt.

„So viele Anwärter gab es seit über 20 Jahren nicht mehr. Dies ist eine gute Nachricht für die Sicherheit in unserem Lande. Sie beweist, dass die Politik ihren Worten nach einem Stellenaufwuchs bei der Polizei auch Taten folgen lässt. Für angehende Polizisten ist diese Vereidigung ein ganz bedeutender Akt, bekunden sie doch öffentlich ihre Verpflichtung, für unsere freiheitliche demokratische Grundordnung tagtäglich verantwortungsbewusst und mit großer Einsatzbereitschaft einzustehen und diese zu verteidigen. Damit sind unsere Polizisten in unserer Gesellschaft Repräsentanten unserer Demokratie und wichtige Vorbilder“, sagte Innenminister Markus Ulbig in seiner Festansprache vor rund 1000 Gästen.

Unter den insgesamt 611 Anwärtern befinden sich 133 Frauen. 468 Anwärter haben ihre Ausbildung zum Polizeimeisteranwärter an den sächsischen Polizeifachschulen Schneeberg, Chemnitz und Leipzig im September bzw. November 2017 begonnen. 133 Kommissaranwärter haben im Oktober 2017 ihr Studium an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) in Rothenburg aufgenommen. Zusätzlich haben zehn angehende Spezialisten zur Bekämpfung der Computer- und Internetkriminalität ihren einjährigen Vorbereitungsdienst begonnen.

Der Freistaat Sachsen hat vor zwei Jahren aufgrund der veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und den Herausforderungen für die Sicherheitsbehörden den ursprünglich geplanten Stellenabbau bei der Polizei Sachsen gestoppt. Darüber hinaus wurden weitere 1.000 Stellen geschaffen und in diesem Zusammenhang der Einstellungskorridor auf 600 in diesem und 700 ab 2018 erhöht. Damit steigt die Zahl der Neueinstellungen kontinuierlich an (2014: 314; 2015: 412; 2016: 521). Bis etwa 2025 werden in Sachsen über 14.000 Polizisten sowohl im Polizeivollzugsdienst als auch in der Verwaltung arbeiten.

Weitere Informationen zur Ausbildung bei der Polizei Sachsen:

  • Die Ausbildung in der Laufbahngruppe 1.2 findet an den Polizeifachschulen in Chemnitz, Leipzig und Schneeberg statt und dauert zweieinhalb Jahre (bzw. zwei Jahre für ehemalige Wachpolizisten). Nach bestandener Laufbahnprüfung werden die Anwärter zum Polizeimeister ernannt und in das Beamtenverhältnis auf Probe übernommen.
  • Das Studium in der Laufbahngruppe 2.1 an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) dauert in der Regel 36 Monate. Es gliedert sich in ein Grundstudium (zwei Semester), das auf dem Campus in Bautzen, und ein Hauptstudium (vier Semester), das auf dem Campus in Rothenburg/O.L. durchgeführt wird. Das Studium endet mit der Ernennung zum Polizei- oder Kriminalkommissar. Es wird der akademische Grad „Bachelor of Arts“ verliehen, und es erfolgt die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe.
  • Der Vorbereitungsdienst CuIKD (Computer- und Internetkriminalitätsdienst) dauert 12 Monate und endet bei erfolgreichem Abschluss mit der Ernennung zum Kriminalkommissar.

Marginalspalte

Pressestelle

  • Besucheradresse:
    Präsidium der Bereitschaftspolizei
    Pressestelle
    Dübener Landstraße 4
    04127 Leipzig
  • Postanschrift:
    Präsidium der Bereitschaftspolizei
    Postfach 21 12 61
    04111 Leipzig
  • Öffnungs- oder Sprechzeiten:
    Montag bis Freitag 9–16 Uhr
  • Funktion:
    Almut Sichler, Pressesprecherin
  • Telefon:
    +49 341 58 55-20 10
  • Telefax:
    +49 341 5855-21 99
  • E-Mail
  • Hinweise zum Mail-Versand

Medieninformationen als RSS