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Zur Situation in Dresdner Erstaufnahmeeinrichtungen

Medieninformation: 308/2018
Verantwortlich: Thomas Geithner
Stand: 28.05.2018, 12:26 Uhr

Landeshauptstadt Dresden

Zur Situation in Dresdner Erstaufnahmeeinrichtungen


Vergangenen Freitag kam es zu einem Polizeieinsatz in der Erstaufnahmeeinrichtung an der Hamburger Straße (siehe Medieninformation der Polizeidirektion Dresden Nr. 305/18 vom 27.05.2018). Nach bisherigen Ermittlungen stellt sich dessen Ablauf wie folgt dar:

Zwei Georgier betraten gegen 21.15 Uhr das Versorgungszelt und forderten einen Syrer (14) auf, ihnen Essen zu bringen. Da um diese Uhrzeit die Speisen allein denen vorbehalten sind, die den Ramadan begehen, verweigerte sich der Junge. Daraufhin spuckten die Georgier in sein Essen und wurden ihm gegenüber handgreiflich.


Der Wachdienst informierte eine Gruppe von zehn Polizisten über die Tätlichkeit und eine drohende Auseinandersetzung. Die Beamten befanden sich zu diesem Zeitpunkt zufällig im Objekt, da sie eine richterliche Durchsuchung im Zusammenhang mit einem Diebstahl vollzogen. Mit dem Hinweis des Wachdienstes brachte die Dresdner Polizei weitere 52 Polizeibeamte zum Einsatz.

Die Polizei sprach die beiden Georgier im Versorgungszelt an und führte sie in den Hof. Dort sammelte sich kurz darauf eine Gruppe von bis zu 50 Bewohnern, die mit dem Duo sympathisierten.

Aus dieser Gruppe heraus kam es zu Beleidigungen gegen die Beamten. Weiterhin wurden Zigarettenkippen in Richtung der Beamten geworfen, an deren Ausrüstung gezerrt und versucht gegen eine gebildete Polizeikette anzurennen. Dabei wurden die Beamten getreten und mit einer Eisenstange attackiert. Zwei Polizisten erlitten leichte Verletzungen.

Letztlich konnten die Einsatzkräfte die Situation letztlich beruhigen und nahmen vier Georgier (17, 20, 27, 42) vorläufig fest.

Polizeipräsident Horst Kretzschmar (59): „Der Sachverhalt reiht sich in mehrere ähnliche Einsätze in den Erstaufnahmeeinrichtungen an der Hamburger und Bremer Straße in diesem Jahr ein. Dabei ist eine Häufung im Mai erkennbar, an dem sich allein elf der insgesamt 31 Einsätze im Zusammenhang mit Gewaltdelikten ereigneten. Zu den genauen Hintergründen können noch keine abschließenden Aussagen getroffen werden. Allerdings scheint insbesondere die Situation um den Ramadan maßgeblich für die Häufung zu sein.“

Der 42-jährige Tatverdächtige kam aufgrund eines bestehenden Haftbefehls mit dem Ziel einer Abschiebung in die JVA Dresden. Die drei anderen Tatverdächtigen wurden in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft wieder entlassen. (tg)


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