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Der Standort und die Struktur

Die Polizeireiterstaffel ist eine der am vielseitigsten einsetzbaren Einheiten der sächsischen Polizei. Ihre berittenen Beamten können sowohl Fußballspiele, friedliche und gewaltbereite Demonstrationen, Volksfeste und andere Großveranstaltungen absichern, als auch auf Streife gehen um alltägliche polizeiliche Tätigkeiten wahrzunehmen und das in Großstädten genauso wie in ländlichen Gegenden, Naturschutz- und Naherholungsgebieten oder an der Staatsgrenze. Die Polizeireiter sind auch immer wieder gefragt, wenn vermisste Personen zu suchen sind. Dabei genießen sie den Vorteil, aufgrund ihrer Größe und Beweglichkeit ein viel größeres Gebiet abdecken zu können als Polizisten zu Fuß. Diesen Vorteil können sie ebenfalls ausspielen, wenn ein Gebiet bestreift werden soll, welches für Polizeifahrzeuge nicht passierbar und für fußläufige Polizeibeamte zu groß ist. Nicht zuletzt sind die Beamten hoch zu Roß immer gern gesehen bei der sächsischen Bevölkerung. Es entsteht ein Bindeglied zwischen dem Bürger und seiner Polizei, wie es kaum noch zu finden ist. Welcher Bürger hat schon einmal einen Streifenwagen angehalten, um ein zwangloses Gespräch mit den Insassen zu führen? Welches Kind möchte schon einen Streifenwagen streicheln? Die Polizeireiterstaffel ist auch eine der Einheiten der Polizei, welche positive Inhalte vermitteln können. Aufgrund der hohen Flexibilität und des professionellen Ausbildungsstandes der Polizeireiter und ihrer Pferde ist es aber auch jederzeit möglich, vom präventiven in den repressiven Einsatz zu wechseln.

Die Polizeireiterstaffel Sachsen

Wo auch immer sie in Naherholungsgebieten oder bei Volksfesten zum Einsatz kommen, fallen sie als Besonderheit auf - berittene Polizisten.
Der Standort der Polizeireiterstaffel befindet sich in Radeberg im Ortsteil Großerkmannsdorf am Rande der Dresdner Heide. Die Reiter werden jedoch in ganz Sachsen und auch in anderen Bundesländern zu den verschiedensten Anlässen eingesetzt.

In Großerkmannsdorf versehen zur Zeit 16 Polizeireiterinnen und Polizeireiter zusammen mit ihren vierbeinigen Kollegen ihren Dienst.

Orkan, Quick Step, Rabauke, Underberg und Woody heißen fünf  Vertreter der insgesamt 20 Polizeipferde im Stall der Reiterstaffel. Genau genommen befinden sich einige von ihnen noch in der Ausbildung zum Polizeipferd. Ein großer luftiger Pferdestall, einige Paddocks und große Koppelflächen sichern eine artgerechte und pferdefreundliche Haltung. Für die Ausbildung der Pferde und Reiter stehen eine 20 x 60m große Reithalle und ein Reitplatz, sowie eine Pferdeführanlage zur Verfügung. Das in unmittelbarer Nähe gelegene Landschaftsschutzgebiet Dresdner Heide und der Karswald, bieten mit ihrem dichten Reitwegenetz, sowohl Raum für Ausbildungsritte ins Gelände, als auch für die Pferde den Abbau von Stress und den Ausgleich zum anstrengenden Einsatz. Im separaten Raufutterlager, werden Stroh, Heu, Hafer, Gerste und Futterpellets gelagert.

Neben den Polizisten betreuen fünf Pferdepfleger die Tiere in einem Zweischichtsystem. Ein Vertragstierarzt überwacht  das gesundheitliche Wohlbefinden. Für den ordnungsgemäßen Beschlag sorgt ein vertraglich gebundener Hufschmied.



Mit dem Standort der Polizeireiterstaffel in der ländlichen Region bei Radeberg wird dem naturnahen Rückzug der Tiere nach polizeilichen Einsätzen im Sinne einer artgerechten Haltung entsprochen und die vorhandene Logistik zur Versorgung der Tiere genutzt.


Die zentrale Lage nahe der Landeshauptstadt Dresden mit einer guten Anbindung zur  Bundesautobahn A 4 sichert eine zügige Verlegung berittener Polizeibeamter zu jedem Einsatzort im Freistaat Sachsen.

Für den Transport der Dienstpferde stehen der Polizeireiterstaffel



mit einer Verladekapazität von zweimal vier Pferden, sowie


mit einer Verladekapazität von jeweils zwei Pferden zur Verfügung.

Wenn die polizeilichen Einsätze sich auf mehrere Tage erstrecken, werden Pferde und Reiter handlungsnah in ortsansässigen Bauern- oder Reiterhöfen untergebracht. Außerdem wurden in den Standorten der Bereitschaftspolizei in Leipzig 4 und in Chemnitz 4 Pferdeboxen unter Verwendung von mobilen Boxenteilen zur Unterbringung der Dienstpferde fest eingerichtet. Im Unterschied zum Einsatz anderer Polizeieinheiten, wird durch die Reiterstaffel bei entsprechender Einsatzlänge eines Tageseinsatzes, noch ein An- bzw. Abreisetag hinzugefügt, um den Pferden eine ausreichende Ruhezeit zu gewährleisten und den Stress zu senken.


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