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Auffahrunfall mit neun Fahrzeugen

Verantwortlich: Thomas Knaup (tk)
Stand: 29.10.2016, 3:30 PM Uhr

 

Autobahnpolizeirevier Bautzen
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Auffahrunfall mit neun Fahrzeugen

BAB 4, Dresden - Görlitz, unweit der Anschlussstelle Pulsnitz
29.10.2016, gegen 10:40 Uhr

Am Samstagvormittag hat sich auf der BAB 4 unweit der Anschlussstelle Pulsnitz ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Im dichten Reiseverkehr waren nach einem Bremsmanöver neun Autos zusammengefahren. Dabei wurden nach derzeitigem Kenntnisstand sechs Personen verletzt, zwei davon schwer.

Da der kirchliche Feiertag Allerheiligen am 1. November 2016 im katholisch geprägten Polen eine hohe Bedeutung hat und in diesem Jahr zudem mit einem verlängerten Wochenende verbunden ist, reisten seit Freitag tausende Pkw über die BAB 4 in Richtung polnische Republik. Die Fahrzeuglawine erstreckte sich auch heute in einer schier endlosen Kolonne. Dabei kam es immer wieder zu temporär zähfließendem Verkehr, kurzen Staus, scharfen Bremsmanövern und Beinahe-Unfällen.

Gegen 10:40 Uhr ereignete sich dann unweit von Pulsnitz an einem Stauende ein domino-effekt-artiger Auffahrunfall mit neun beteiligten Fahrzeugen. Ursache der Kollision war nach derzeitigem Kenntnisstand einmal mehr unzureichender Sicherheitsabstand. Die Pkw waren dem Vorausfahrenden offensichtlich zu dicht aufgefahren, um noch rechtzeitig anhalten zu können.

Ein 66-jähriger Renault-Fahrer und seine zehn Jahre jüngere Ehefrau wurden schwer verletzt. Der Mann wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Spezialklinik geflogen, die 56-Jährige wurde mit einem Rettungswagen eingeliefert. In einem Volvo wurden ein dreijähriges Mädchen und ihr fünfjähriger Bruder leicht verletzt. Zusammen mit der Mutter wurden die Kinder in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Der Fahrer eines Peugeots erlitt eine Schnittverletzung an der Hand.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Leppersdorf, Seifersdorf und Ottendorf waren unter Führung des Kreisbrandmeisters mit rund 40 Kameraden im Einsatz. Zusammen mit den Besatzungen von vier Rettungswagen versorgten sie die Verletzten. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes sperrten die Autobahn an der Anschlussstelle Ottendorf-Okrilla, leiteten den Verkehr dort ab und warnten schon im Raum Dresden am Ende des bis zu 30 Kilometer langen Rückstaus.

Viele Reisende fuhren von der Anschlussstelle Ottendorf-Okrilla südlich der Autobahn über die S 177 nach Radeberg und von weiter über die S 95 zur Autobahnanschlussstelle Pulsnitz. Auf der Umleitungsstrecke ereignete sich wenig später ein weiterer schwerer Verkehrsunfall, der dort ebenfalls zu einer Vollsperrung führte (siehe nächster Beitrag).

Zur Unfallaufnahme und Bergung blieb die Autobahn kurzzeitig voll gesperrt. Nach der notwendigen Dokumentation der beteiligten Personen und Fahrzeuge wurde eine Fahrspur baldmöglichst wieder freigegeben, damit der Reiseverkehr über diese an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden konnte. Dennoch sorgten immer wieder Schaulustige dafür, dass der Verkehr zum Erliegen kam. Nachdem alle Pkw abgeschleppt worden waren, begann eine Spezialfirma gegen 15:00 Uhr, die ausgelaufenen Betriebsstoffe aufzunehmen und die Fahrbahn abzustumpfen. Ein Sachverständiger dokumentierte die Unfallstelle. Ein Polizeihubschrauber fertigte aus der Luft Übersichtsaufnahmen der etwa einhundert Meter langen Unfallstrecke.

Die neun beteiligten Pkw wurden abgeschleppt. Die Schadenssumme wird voraussichtlich in die zehntausende Euro gehen. Der Verkehrsunfalldienst der Polizeidirektion hat die weiteren Ermittlungen zum genauen Hergang der Kollsion aufgenommen. Zur Stunde dauern die Maßnahmen an der Unfallstelle an.

Umleitungsstrecken:

  • Ortsunkundigen Reisenden in Richtung Polen wird geraten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Dazu empfiehlt die Polizei, über die BAB 13 und BAB 15 in Richtung Cottbus/Forst/Legnica zu fahren.
  • Ortskundigen mit Reiseziel in der Oberlausitz empfiehlt die Polizei, ab der Anschlussstelle Ottendorf-Okrilla nördlich der Autobahn nach Pulsnitz und von dort weiter zur Autobahnanschlussstelle Pulsnitz zu fahren. 

 

Schwerer Verkehrsunfall auf der Umleitungstrecke

S 95, zwischen Leppersdorf und Radeberg, Abzweig Landwehr
29.10.2016, 13:30 Uhr

Am Samstagnachmittag hat sich auf der S 95 zwischen Leppersdorf und Radeberg ein weiterer schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein ortsfremder Mercedes-Fahrer fuhr am Abzweig Landwehr auf die vielbefahrere Staatsstraße auf. Dabei kollidierte die B-Klasse mit einem vorfahrtsberechtigen Milchlaster. Der 61-jährige Autofahrer wurde in dem Pkw eingeklemmt. Er war nicht mehr ansprechbar und lebensbedrohlich verletzt. Kameraden der freiwilligen Feuerwehr befreiten den Mann, der mit einem einem Rettungshubschrauber in ein Spezialklinik geflogen wurde. Seine ein Jahr jüngere Beifahrerin wurde schwer verletzt. Der 52-jährige Lkw-Fahrer erlitt nach derzeitigem Kenntnissstand leichte Verletzungen. Beide wurden zur weiteren Versorgung mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Die S 95 ist an der Unfallstelle derzeit voll gesperrt. Daher kam es zu enormen Behinderungen. Ortskundige umfahren den Bereich von Radeberg am besten über die S 158 nach Bretnig-Hauswalde, um dort zur Autobahnanschlussstelle Ohorn zu gelangen.

Der Verkehrsunfalldienst der Polizeidirektion hat auch hier die weiteren Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Zur Stunde dauert die Unfallaufnahme an. Der Mercedes sowie der Milchlaster werden abgeschleppt. Zur Schadenshöhe liegen gegenwärtig noch keine Angaben vor. (tk)


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