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Autobahn nach Kollision voll gesperrt - Suchmaßnahmen nach mutmaßlich vermisster Person

Verantwortlich: Thomas Knaup (tk)
Stand: 24.04.2017, 04:30 Uhr

Autobahnpolizeirevier Bautzen
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Autobahn nach Kollision voll gesperrt - Suchmaßnahmen nach mutmaßlich vermisster Person

BAB 4, Görlitz - Dresden, zwischen den Anschlussstellen Ohorn und Pulsnitz
23.04.2017, seit 22:28 Uhr

Am späten Sonntagabend hat sich auf der BAB 4 bei Ohorn ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, bei dem drei Menschen schwer verletzt wurden. Eine stundenlange Sperrung der Autobahn und nächtliche Suchmaßnahmen waren zudem die Folgen.

Unweit der Anschlussstelle Ohorn war ein unter Drogeneinfluss stehender 27-Jähriger mit seinem BMW nahezu ungebremst auf das Heck einer vorausfahrenden Mercedes C-Klasse aufgefahren. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Autos nach rechts von der Fahrbahn geschleudert, durchbrachen einen Wildzaun und kamen außerhalb der Autobahn in einem Dickicht zum Stillstand. Der Unfallfahrverursacher sowie der 48 Jahre alte Fahrer des Mercedes und dessen fünf Jahre jüngere Beifahrerin wurden schwer verletzt. Sie kamen zur Versorgung in unterschiedliche Krankenhäuser. Der Sachschaden bezifferte sich nach ersten Schätzungen auf rund 50.000 Euro. Beide Autos wurden abgeschleppt.

Aufgrund der Schwere des Unfalls kamen die Freiwilligen Feuerwehren aus Ohorn, Pulsnitz und Großröhrsdorf mit rund 30 Kameraden sowie das Technische Hilfswerk und die Autobahnmeisterei zum Einsatz. Die BAB 4 wurde in Fahrtrichtung Dresden an der Anschlussstelle Ohorn voll gesperrt. Der nächtliche Urlaubsrückreise- und Berufspendlerverkehr, der zumeist aus Polen kommend in Richtung Westen fuhr, wurde von dort über Nebenstraßen zur Anschlussstelle Pulsnitz umgeleitet.

Während die Einsatzkräfte und Sanitäter die schwer verletzten Personen aus ihren Fahrzeugen befreiten, äußerte der Mercedes-Fahrer, augenscheinlich unter dem Eindruck des Geschehenen stehend, dass er nicht genau wisse, wie viele Personen in seinem Auto gesessen hatten. Da auch nach weiteren Ermittlungen unter Einbeziehung der Polizei in der rheinland-pfälzischen Heimat der verunglückten Familie nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich möglicherweise weitere Personen in dem Pkw befanden und die Unfallstelle unbemerkt verlassen haben, begann eine groß angelegte Suche.

Die Rettungshundestaffel Sachsen-Ost e.V. und ein Hubschrauber der Bundespolizei unterstützen diese. Sie suchten den Bereich an der Unfallstelle und die nähere Umgebung ab. Der Hubschrauber kreise dabei nahe der Gemeinde Ohorn. Entsprechende Lärmbelästigungen waren leider unvermeidbar. Eine weitere, möglicherweise verletzte Person trafen die Retter jedoch nicht an.

Die Fahrtrichtung Dresden der BAB 4 wurde gegen 04:00 Uhr teilweise wieder freigegeben. Aufgrund des Unfalls und der Einsatzmaßnahmen staute sich der Verkehr etliche Kilometer bis zum Burkauer Berg zurück.

Der Verkehrsunfalldienst der Polizeidirektion führt die weiteren Ermittlungen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft veranlassten Polizisten eine Blutentnahme bei dem 27-jährigen Unfallverursacher und behielten dessen Führerschein ein. Die weiteren Ermittlungen werden zum Vorwurf der Gefährdung des Straßenverkehrs geführt. (tk)


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