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Während Komplexkontrolle: Zivilbeamte angegriffen und verletzt

Medieninformation: 533/2017
Verantwortlich: Andrzej Rydzik
Stand: 13.10.2017, 09:00 Uhr

Chemnitz

 

OT Zentrum/OT Markersdorf – Während Komplexkontrolle: Zivilbeamte angegriffen und verletzt

(3614) Einmal mehr waren am gestrigen Donnerstag mehr als 80 Beamte der Polizeidirektion Chemnitz und Unterstützungskräfte der sächsischen Bereitschaftspolizei im Stadtzentrum im Sinne einer Komplexkontrolle im Einsatz. Auch diesmal war das Ziel der nunmehr 14. Großmaßnahme die Bekämpfung bzw. Zurückdrängung der Straßen- und Betäubungsmittelkriminalität.
Gegen 17.15 Uhr kontrollierten die Polizisten im Stadthallenpark sieben Personen, in deren unmittelbarer Nähe sich eine neue Armbanduhr unter einer Parkbank fand. Sie wurde sichergestellt. Ob die Uhr möglicherweise aus einer Diebstahlshandlung stammt, werden die weiteren Ermittlungen ergeben. Bei einer weiteren Personenkontrolle in der Straße der Nationen gegen 17.45 Uhr konnten Einsatzkräfte einen 34-Jährigen aufgreifen, gegen den ein Vollstreckungshaftbefehl vorlag. Da er den ausstehenden Geldbetrag nicht begleichen konnte, wurde er schließlich in eine Justizvollzugsanstalt verbracht.
Gegen 19.40 Uhr bemerkten Zivilbeamte drei junge Männer (18, 2x 19) am Johannisplatz, die eine 14- Jährige und eine 16-Jährige bedrängten und den flüchtenden Teenagerinnen in eine Straßenbahn folgten. Auch die beiden Polizisten in Zivil stiegen in die Straßenbahn der Linie 5 ein, beobachteten weiter das Geschehen und mussten schnell eingreifen. Als die jungen Männer die Mädchen weiter bedrängten und sie gegen deren Willen anfassten, gingen die Polizisten dazwischen und gaben sich als solche zu erkennen. Ungeachtet dessen bespuckten die Männer die Beamten. Einer von ihnen schlug mit einem Gürtel auf einen Beamten, bewarf ihn zudem mit einem Schlüsselbund. Dabei wurde der Polizist verletzt und musste später ambulant in einem Krankenhaus versorgt werden. An der Haltestelle Markersdorfer Straße verließen die Teenagerinnen sowie der 18-Jährige und die beiden 19-Jährigen die Straßenbahn, woraufhin die Beamten ihnen folgten. Während einer der Angreifer (19) zu Boden gebracht werden konnte, trat ein anderer (19) auf die Polizisten ein. Zur Eigensicherung mussten sie den am Boden Fixierten loslassen, sich in einen haltenden Linienbus zurückziehen. Die 19-jährigen Tatverdächtigen bewarfen daraufhin den Bus mit Steinen, wobei mindestens eine Scheibe der Haltestelle zu Bruch ging (Schadenssumme noch nicht bekannt). Mehrere Unterstützungskräfte beendeten letztlich das Geschehen im Stadtteil Markersdorf. Sie nahmen die beiden 19-Jährigen (0,74 bzw. 1,0 Promille) zur Unterbindung weiterer Straftaten in Gewahrsam, verbrachten sie auf eine Dienststelle.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurden die jungen Männer am frühen Freitagmorgen nach Abschluss der ersten polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Ungeachtet dessen wird gegen sie wegen des Verdachts der Körperverletzung, der Sachbeschädigung, des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung mit Hochdruck ermittelt. Überdies erstatteten auch die bedrängten und angefassten Teenagerinnen gegen alle drei Anzeigen wegen Beleidigung. (Ry)


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