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Räuber- und Erpresserring zerschlagen/ Polizei lässt nicht locker!/ Sattelzug „undicht“

Verantwortlich: Uwe Voigt, Birgit Höhn, Alexander Bertram
Stand: 10.11.2017, 14:00 Uhr

Kriminalitätsgeschehen

 

Stadtgebiet Leipzig

 

Räuber- und Erpresserring zerschlagen                           

 

Seit dem 5. Juli 2017 sitzen fünf Jugendliche im Alter zwischen 15 und 16 Jahren in Untersuchungshaft. Sie sind des einfachen und schweren Raubes dringend tatverdächtig, nachdem sie in den frühen Morgenstunden des 17. Juni 2017 nach einer illegalen Musikveranstaltung insgesamt fünf aufeinanderfolgende Raubstraftaten geplant und arbeitsteilig mit weiteren Jugendlichen im Bereich  Heuweg begangen hatten.

 

Die Pressestelle der Polizeidirektion Leipzig berichtete bereits am 19. Juni dieses Jahres mit der Pressemeldung „Brutaler Raub – 33-Jähriger schwer verletzt“, wonach diese Jugendlichen unter Beteiligung weiterer Komplizen einem 33-Jährigen und dessen Freundin (25) auflauerten und ihnen Geld und Telefon mit äußerster Brutalität rauben wollten.

Das 33-jährige Opfer verdeutlichte den Tätern gegenüber, dass er weder das eine noch das andere dabei habe und appellierte auch an deren „gesunden Menschenverstand“, was allerdings auf taube Ohren stieß.

So versuchten die Jugendlichen, seinen Rucksack „abzuziehen“. Sie schlugen und traten skrupellos auf den 33-Jährigen ein, insbesondere, als jener bereits am Boden lag. Schwer verletzt, mit Prellungen, Hämatomen und Schürfwunden am gesamten Körper sowie schwerwiegenden Gesichtsverletzungen, musste ihr Opfer in einem Krankenhaus stationär behandelt werden. Selbst ein Stück vom Schneidezahn brach bei dem damaligen Gewaltexzess ab. Letztlich flüchteten die Täter mit den Fahrrädern ihrer Opfer.

Der 33-Jährige konnte die Täter detailliert beschreiben, so dass anhand dieser die Kripo Leipzig die Ermittlungen nach den Übeltätern aufnahm. Die Personenbeschreibungen und Darstellungen der weiteren Opfer an dem Abend brachten entscheidende Erkenntnisse, so dass nach intensiven und sehr akribischen Recherchen im Internet auf Messenger-Diensten und  Social-Media-Plattformen und einer Vielzahl von polizeilicher Maßnahmen der Ermittler im Haus des Jugendrechts die Identitäten von insgesamt zwölf der Jugendlichen bekannt gemacht werden konnten. Die Jüngsten, die sich an den Überfällen beteiligten, waren zur Tatzeit gerade einmal 14 Jahre alt. Ermittlungen ergaben, dass einer der 14-Jährigen mit hoher Wahrscheinlichkeit als „Kopf“ der Bande fungierte.

 

Weitere Opfer dieser Gruppe, die in den verschiedensten Täterkonstellationen zusammenwirkten, wurden am 17.06. dieses Jahres

 

  1. ein 17-Jähriger, der gegen 00:30 Uhr das Pech hatte, den Jugendlichen auf Höhe der Feuerstelle im Rosental zu begegnen. Mehrere Jugendliche (10 – 15 Personen) bedrängten ihn und verlangten sein Telefon. Da er die Herausgabe verweigerte, erhielt er mehrere Schläge. Schließlich stürzte das Opfer mit seinem Fahrrad, rollte sich aber in den Straßengraben und flüchtete in den angrenzenden Wald. Sein Fahrrad ließ er zurück. Das landete schließlich in der Luppe.

 

  1. Eine halbe Stunde später wurde erneut ein 17-Jähriger Opfer der Jugendlichen, die ihm an der Ecke Marienweg/Heuweg auflauerten. Dieses Mal hatten diese aber ihr Gesicht mit Tüchern verhüllt. Sie umringten den 17-Jährigen, verlangten Fahrrad und Telefon, zeitgleich tasteten mehrere Hände dessen Hosentasche ab. Dennoch hielt ihr Opfer sein Portmonee fest, was sie mit Schlägen ins Gesicht und später auch, als er schon am Boden lag, mit Tritten quittierten. Viel später gelang dem verletzten 17-Jährigen die Flucht auf seinem Fahrrad.

 

  1. Nicht lange darauf geriet ein damals noch 39-Jähriger in die Fänge der Räuber. Dieser war gegen 01:30 Uhr auf dem Heuweg an der Gruppe von ca. 6 – 8 Jugendlichen vorbeigeradelt. Einer folgte und stieß ihn vom Fahrrad. Als er stürzte, umringten ihn die Jugendlichen und traten mehrfach zügellos in dessen Rücken. Schwere Hämatome waren die Folgen. Später gelang es dem 39-Jährigen, einen der Jugendlichen zu Boden zu ringen und anschließend zu flüchten. Seine hochwertige Brille allerdings blieb verschwunden. Die hatten sich die Räuber „einverleibt“. Später noch hörte der 39-Jährige, dass diese Jugendlichen mit einer Flex Fahrräder stehlen würden, die nahe einer Unterführung angeschlossen auf ihre wahren Besitzer warteten.

 

  1. Das fünfte Gewaltopfer der Gruppe wurde in dieser Nacht ein weiterer 17-Jähriger, der gegen 01:40 Uhr auf seinem Heimweg von den zum Teil vermummten Jugendlichen an der Fußgängerbrücke über die Neue Luppe, nahe des Klärwerkes Rosental mit einem Messer bedroht, geschlagen und seines Telefons beraubt wurde. Als der 17-Jährige mit seinem Fahrrad zu flüchten versuchte, stach einer von ihnen mit einem Messer mehrfach auf die Fahrradmäntel ein. Dennoch gelang es ihm zu entkommen.

 

Gegen fünf der jugendlichen Gewalttäter erließ der Haftrichter auf Antrag der Leipziger Staatsanwaltschaft bereits am 5. Juli 2017 Untersuchungshaft und setzte diese in Vollzug. Einer von ihnen ist noch in dieser verfahrenssichernden Ermittlungsmaßnahme gebunden, die anderen vier Jugendlichen konnten zwischenzeitlich in stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe untergebracht werden.

Vier dieser fünf Jugendlichen sind neben den Raubdelikten auch des Diebstahls eines Zigarettenautomaten in der Arthur-Winkler-Straße am 19. Juni 2017 verdächtig. Sie konnten kurz nach der Tat durch eine Polizeistreife gestellt werden. Zudem wird ihnen in diesem Zusammenhang der Diebstahl eines weiteren Telefons, einer Alu-Flex und mehrerer Fahrräder zur Last gelegt.

 

Im Verlauf der langwierigen Ermittlungen konnten weitere 35 Straftaten (Verkehrs-, Eigentums- und Körperverletzungsdelikte) aufgeklärt werden, die die Handschrift der Jugendgruppierung trugen.

 

Zwecks Prüfung und Vorbereitung der Anklageerhebung wurde der Verfahrenskomplex vor wenigen Tagen an die Staatsanwaltschaft Leipzig übergeben. (MB)

 

Polizei lässt nicht locker!

 

Ort:      Leipzig, OT Zentrum, Willy-Brandt-Platz   

Zeit:     09.11.2017, 17:00 Uhr

                                            

Am gestrigen Donnerstag fand der insgesamt 10. Präsenz- und Zugriffstag und eine  Komplexkontrolle der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe „Bahnhof-Zentrum“ mit Unterstützung durch die Fahrradstaffel, die Inspektion Zentrale Dienste, die Diensthundestaffel, die Bereitschaftspolizei, Kräfte der Kriminalpolizei Leipzig und Kräfte der Bundespolizei statt. Das Ziel bestand darin, öffentlichkeitswirksam gegen die Straßen- und Betäubungskriminalität im Hauptbahnhof und in der Nähe des Hauptbahnhofes vorzugehen. Um größtmögliche Präsenz zu zeigen, fanden darüber hinaus abgestimmte Kontrollen aller Kräfte im Bereich statt. Einsatzkräfte bemerkten gleich zu Beginn des Einsatzes eine Verkaufshandlung von Betäubungsmitteln im Bereich des Willy-Brandt-Platzes in der Nähe des LVB-Service-Centers. Der Käufer des Betäubungsmittels konnte vor dem Eingang Hauptbahnhof-Westhalle gestellt werden. Bei ihm wurde eine Portionseinheit von Cannabinoiden gefunden. Der Verkäufer konnte sich  zunächst dem Zugriff der Kontrollkräfte entziehen, wurde aber später durch die Einsatzkräfte wiederentdeckt und im Bereich der Zentralhaltestelle einer Kontrolle unterzogen und damit weiteren Folgemaßnahmen zugeführt.

Im Bereich Bürgermeister-Müller-Park konnte eine Gruppe arabischer Männer festgestellt werden. Diese bewegten sich auffällig im Bereich des Parks und sondierten dabei ihre Umgebung. Durch massive Präsenz uniformierter Kräfte wurde diese Gruppe ins „Visier“ genommen und in Richtung der Unterführung City-Tunnel/ Hauptbahnhof abgedrängt. In dieser Unterführung konnte dann im gemeinsamen Handeln von Bundes- und Landespolizei eine größere Gruppe von arabischstämmigen Personen (Anzahl: 17) gestellt werden. Diese Gruppe wurde einer Identitätsfeststellung unterzogen und durchsucht. Dabei wurden bei drei Personen Betäubungsmittel (1 x 25 Gramm Cannabinoide/1 x 14,9 Gramm Cannabinoide und 1 x 48 Gramm Cannabinoide; 9 Gramm Amphetamin) sowie Bargeld in einem mittleren dreistelligen Bereich in szenetypischer Stückelung gefunden. Eine weitere Person führte Bargeld in einer vierstelligen mittleren Höhe (!)  in szenetypischer Stückelung bei sich. Insgesamt wurden im Zuge des Einsatzes sieben Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt. Dazu konnten sechs Tatverdächtige (zwischen 18 und 29 Jahren) aus Marokko, Libyen sowie Afghanistan der Strafverfolgung zugeführt werden. Drei Personen wurden vorläufig festgenommen und in die Polizeidirektion Leipzig gebracht. Bei einem Tatverdächtigen (17 Jahre, Algerien) wurde ein Smartphone aufgefunden, welches nach einem Trickdiebstahl im September 2017 in der Innenstadt von Leipzig zur Fahndung ausgeschrieben war. Gegen 16 Personen (zwischen 17 - 30 Jahren) aus Algerien, Syrien, Libyen, Afghanistan) wurden Platzverweise ausgesprochen. Bei dieser Komplexkontrolle wurden zahlreiche Depots mit Betäubungsmitteln in den Parkanlagen ausgehoben und der Vernichtung zugeführt.

Bei fünf Personen wurde die Identifizierungsanwendung Fast-ID der Bundespolizei durchgeführt. Aufgrund der Kontrollen war ein deutlicher Verdrängungseffekt in den Parkanlagen "Schwanenteich" und Bürgermeister-Müller-Park sowie im Umfeld des Leipziger Hauptbahnhofes zu erkennen. In den späten Abendstunden hielten sich in den Kontrollbereichen keine Personen mehr auf, welche der Betäubungsmittelszene zugeordnet werden können. Insgesamt konnten ca. 107 Gramm Betäubungsmittel aus dem Verkehr gezogen werden.

Der Einsatz zeigt erneut, dass es unerlässlich ist, im Rahmen der Sicherheit und Ordnung Präsenz zu zeigen und gegen das Klientel im und in der Nähe des Hauptbahnhofes vorzugehen. Der nächste Präsenz- und Zugriffstag kommt - und das mit  „Sicherheit“. (Vo)

 

BMW-Teile bei Dieben hoch im Kurs

 

Ort:      Leipzig; OT Südvorstadt, Kurt-Eisner-Straße

Zeit:     08.11.2017, 22:00 Uhr - 09.11.2017, 07:10 Uhr                

 

Ort:      Leipzig; OT Südvorstadt, August-Bebel-Straße

Zeit:     08.11.2017, 18:45 Uhr - 09.11.2017, 06:20 Uhr                

 

Ort:      Leipzig; OT Südvorstadt, August-Bebel-Straße

Zeit:     08.11.2017, 18:30 Uhr - 09.11.2017, 07:30 Uhr                

 

Ort:      Leipzig; OT Südvorstadt, Steinstraße

Zeit:     08.11.2017, 22:00 Uhr - 09.11.2017, 07:10 Uhr                

 

Drei BMW-Eigentümer mussten in der Nacht zum Donnerstag Einbrüche in ihre Fahrzeuge hinnehmen. In allen drei Fällen wurde eine der hinteren Dreiecksscheiben eingeschlagen, die Tür geöffnet und Fahrzeugteile entwendet. In der  Kurt-Eisner-Straße und der Steinstraße wurden aus zwei Pkws das fest eingebaute Navigationssystem ausgebaut, in der August-Bebel-Straße von zwei Fahrzeugen das Multifunktionslenkrad mit Airbag. (Ber)     

 

Mutmaßlicher Dealer erwischt                                                      

 

Ort:      Leipzig; OT Zentrum, Richard-Wagner-Straße

Zeit:     09.11.2017, 17:50 Uhr

                                            

Den richtigen „Riecher“ hatten Beamte, als sie am Donnerstagabend einen 19-Jährigen kontrollierten. Sie fanden bei ihm Betäubungsmittel in nicht unerheblicher Menge. Kurz vor 18:00 Uhr wurde der Libyer im Bürgermeister-Müller-Park angehalten und durchsucht. In seiner Jackentasche hatte er mehrere Cliptüten mit einer grünen pflanzlichen, betäubungsmittelverdächtigen Substanz; ebenso in seiner Sporttasche. Ein Schnelltest gab Aufschluss – es handelte sich um Marihuana. Nun muss er sich wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. (Ber)

 

 

Einbruch in Transporter                                                               

 

Ort:      Leipzig-Eutritzsch, Maximilianallee

Zeit:     09.11.2017, 13:40 Uhr

 

Ein Kurierfahrer (37) holte gestern Nachmittag zwei Pakete bei einer Firma ab. Den Mercedes Sprinter hatte er zwischen den Grundstücken 2 und 4 verschlossen abgestellt. Bereits nach etwa zwei Minuten kehrte er zum Fahrzeug zurück und musste feststellen, dass die Fahrertür jetzt nur angelehnt war und eine kleine Tasche sowie sein Portmonee, aus dem 150 Euro fehlten, auf dem Fahrersitz lagen. Beides lag zuvor nicht sichtbar im Fußbereich auf der Beifahrerseite. Zudem fehlte sein Mobiltelefon aus der Freisprecheinrichtung. Er schaute sich um, bemerkte jedoch niemanden. Dem 37-Jährigen entstand ein Schaden in Höhe von ca. 850 Euro. Er informierte die Polizei. Die Ermittlungen laufen. (Hö)

 

Bargeld gestohlen                                                                           

 

Ort:      Leipzig-Stötteritz

Zeit:     09.11.2017, 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr

 

Am Abend kehrte der Eigentümer (53) nach Hause zurück und wunderte sich, dass Licht brannte. Danach stellte er sogleich die eingeschlagene Fensterscheibe zum Wohnzimmer fest. Er setzte die Polizei in Kenntnis und wartete dann auf die Beamten.  Der Einbrecher hatte alles durchsucht und war nach erstem Überblick mit Bargeld in noch unbekannter Höhe geflüchtet. Der Sachschaden ist ebenfalls noch unklar. Kripobeamte haben die Ermittlungen aufgenommen. (Hö)

 

Fensterscheibe eingeschlagen                                                    

 

Ort:      Leipzig-Stötteritz

Zeit:     09.11.2017, 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr

 

Noch ein anderes Einfamilienhaus war durch einen unbekannten Täter heimgesucht worden. Auch hier wurde eine Fensterscheibe zerstört und der Einbrecher stieg dann durchs Fenster ins Haus ein. Er durchwühlte alles. Nach erstem Überblick konnte nicht festgestellt werden, ob und was gestohlen wurde. Die Höhe des Sachschadens wurde vom geschädigten Ehepaar mit ca. 600 Euro angegeben.

 

Kripobeamte haben in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen. (Hö)

 

Süße Verlockung                                                                            

 

Ort:      Leipzig-Zentrum, Inselstraße

Zeit:     09.11.2017,17:45 Uhr

                                            

Ein Langfinger (45) konnte dem süßen Reiz von Schokolade in einem Leipziger Discounter nicht wiederstehen. Doch anstatt die Schokolade zu kaufen,  versuchte er, insgesamt neunzehn Tafeln Vollmilchschokolade zu entwenden. Dies sollte ihm jedoch nicht gelingen, denn der Ladendetektiv konnte ihn seiner Tat überführen. (St)

 

Landkreis Leipzig

 

Ungebetener Besuch im Haus                                                      

 

Ort:      Böhlen, OT Großdeuben

Zeit:     07.11.2017, 10:35 Uhr bis 09.11.2017, 19:00 Uhr

 

Nachdem ein unbekannter Täter die Scheibe der Terrassentür eingeschlagen hatte und eingedrungen war, durchsuchte er in allen Zimmern das Mobiliar. Nach erstem Überblick fehlt ein Handy. Die Geschädigte (29) stellte den Einbruch fest und setzte die Polizei in Kenntnis. Zur Gesamtschadenshöhe liegen noch keine Angaben vor. Kripobeamte ermitteln. (Hö)

 

Schuhe für 5.000 Euro gestohlen                                               

 

Ort:      Grimma, BAB 14, i. R. Magdeburg, Raststätte Muldental Nord

Zeit:     10.11.2017, 03:00 Uhr

 

Der Fahrer (65) eines rumänischen Mercedes-Lkw parkte am 09.11.2017, gegen 17:00 Uhr, auf dem Tank-und Rasthof Muldental Nord. Als er seine Fahrt gegen 03:00 Uhr fortsetzen wollte, bemerkte er das Fehlen der Plombe am Container und des Vorhängeschlosses. Unbekannte waren nachts am Fahrzeug und hatten nach Aufbrechen von Werkplombe und Schloss mehrere Paletten mit Schuhen im Wert von ca. 5.000 Euro gestohlen. Der Sachschaden wurde mit etwa 50 Euro angegeben. Kripobeamte haben die Ermittlungen aufgenommen. (Hö)

 

Landkreis Nordsachsen

 

Diebe brechen in zwei Geschäfte ein                                         

 

Ort:      Bad Düben, Altstädter Straße

Zeit:     09.11.2017, 06:00 Uhr – 09.11.2017,12:41 Uhr

                                            

Durch das gewaltsame Aufbrechen einer Nebeneingangstür war es Unbekannten möglich, in die Räumlichkeiten zweier Eilenburger Geschäfte einzudringen. Aus einem der beiden Läden wurde Bekleidung, wie Jeans und Lederjacken, entwendet. Was sich die Täter zudem noch aneignen konnten, war zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme noch nicht feststellbar. Aus dem angrenzenden Friseurladen konnten die Diebe nicht nur Friseurartikel sich zu Eigen machen, sondern auch Bargeld im dreistelligen Wert erbeuten. Womöglich um Ihre Beute schnellstmöglich abzutransportieren, entwendeten sie auch noch ein City-Trekking-Rad, welches unter einem Verschlag abgestellt war. Angaben zum Gesamtsach- und Stehlschaden konnten bislang durch die jeweiligen Eigentümer nicht gemacht werden. (St)

 

Durstige Langfinger                                                                       

 

Ort:      Delitzsch, Sachsenstraße

Zeit:     09.11.2017, 15:58 Uhr

 

In einem Delitzscher Supermarkt konnten zwei Langfinder gestellt werden. Versteckt in Rucksack und unter dem Pullover glaubten die Diebe, dass sie unbemerkt die Kassenzone des Supermarktes passieren konnten. Insgesamt wollten sie sechs Flaschen hochprozentigen Alkohol aus dem Laden schmuggeln, aber konnten durch die Ladendetektive gestellt werden. (St)

 

Weihnachtspakete schon unterwegs?                                     

 

Ort:      Oschatz, Filderstädter Straße        

Zeit:     09.11.2017 - 10.11.2017, 00:15 Uhr

 

In kürzester Zeit haben unbekannte Täter mehrmals  eine öffentlich zugängliche Paketstation auf einem Parkplatz eines Supermarktes angegriffen. Mehrere  Postfächer wurden gewaltsam geöffnet. Gegenwärtig laufen die Ermittlungen in die Richtung, ob diese Postfächer auch mit Paketen oder anderen Gegenständen belegt waren. Offensichtlich hatten die oder der unbekannte Täter schon an Weihnachten gedacht und mit „Geschenken“ gerechnet. Die Höhe des Sachschadens steht noch aus.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder den unbekannten Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Oschatz, Theodor-Körner-Str. 2, 04758 Oschatz Tel. (03435) 650 -100 zu melden. (Vo)

 

Sattelzug „undicht“                                                                        

 

Ort:      Krostitz, Brauereistraße      

Zeit:     09.11.2017, 16:35 Uhr

 

Auf dem Gelände einer Brauerei stand eine Sattelzugmaschine mit einem Sattelauflieger, beladen mit ca. 20 Tonnen Salzsäure (35%ig). Der Fahrer hatte vor, diese Salzsäure in einen Vorratsbehälter umzupumpen. Dabei stellt er eine undichte Stelle am Sattelauflieger fest und ca. 400 Liter der Salzsäure traten aus. Er informierte umgehend die Polizei. Umfangreiche Absperrmaßnahmen waren die Folge. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelte es sich hier um eine Materialermüdung eines Dichtringes. Der Sattelzug war als Gefahrguttransporter erkenntlich und erfüllte alle Auflagen. Im Zuge des Auslaufens hatte sich eine Wasserstoffwolke gebildet. Mittels Lautsprecherwagen der Polizei sowie durch das Social-Media-Team der Polizei wurden die Anwohner aufgefordert, vorsorglich Türen und Fenster geschlossen zu halten. Eine Evakuierung der Brauerei war nicht notwendig. Der Betrieb lief normal weiter. Die ca. 140 Kameraden der Feuerwehr aus Krostitz, Rackwitz und Delitzsch waren mit ca. 30 Fahrzeugen schnell vor Ort. Dabei befand sich auch ein Gefahrgutzug der Feuerwehr. Das Landratsamt, der Rettungsdienst, das Umweltamt sowie der Inspektionsleiter waren auch vor Ort. Durch die Kameraden wurde ein Großteil der Salzsäure umgefüllt und der Test wurde mittels anderen Mitteln gebunden. Auch der in der Nähe sich befindliche Dorfteich wurde neutralisiert. Die Arbeiten dauerten bis in die späten Abendstunden. Verletzt wurde niemand. Eine Nachkontrolle zu dieser Flächenreinigung wird am heutigen Tag durch die Feuerwehr noch durchgeführt. (Vo)

 

Einbruch in einen  Tabakladen                                                                   

 

Ort:      Bad Düben, Paradeplatz     

Zeit:     10.11.2017, 07:35 Uhr

 

Eine männliche Person drang gewaltsam in einen Tabakladen ein. Als die Besitzer hinzukamen, flüchtete der unbekannte Täter zunächst auf ein Dach und bewarf die eintreffenden Polizeibeamten mit Steinen. Verletzt wurde niemand. Anschließend sprang er von einem Dach (ca. 3 Meter hoch) und versuchte zu flüchten. Die Beamten konnten den Täter überwältigen und vorläufig festnehmen. In Begleitung der Beamten wurde der Täter in ein Krankenhaus gebracht und ambulant behandelt. Schwerwiegende Verletzungen trug er nicht davon. Anschließend nahmen die Beamten ihn mit in das Polizeirevier. Hier laufen gegenwärtig die polizeilichen Maßnahmen zur Identität der Person, da diese keine Ausweispapiere bei sich hatte. Nach seinen  eigenen Angaben kommt er aus Nordafrika. Nach den ersten Überprüfungen im Tabakladen konnte nicht festgestellt werden, dass hier etwas entwendet wurde.  Dazu laufen aber noch die Ermittlungen. (Vo)

 

Autobahnpolizeirevier

 

Planenschlitzer unterwegs                                                            

 

Ort:      BAB  9, km 110,00 i. R. München, PP Kapellenberg

Zeit:     08.11.2017, 19:30 Uhr bis 09.11.2017, 04:30 Uhr

 

Auf die Ladung zweier Lkw hatten es in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag unbekannte Diebe abgesehen. Als die Fahrer schliefen, schlugen sie zu: Aus einem Auflieger einer polnischen Sattelzugmaschine Mercedes stahlen sie 12 Pkw-Reifen der Marke Dunlop im Wert von ca. 600 Euro, nachdem sie die Plane mehrfach aufgeschlitzt hatten. Um 00:30 Uhr, als der Fahrer (59) die Toilette aufsuchen wollte, bemerkte er die zerstörte Plane und das Fehlen einer Werkplombe, die am Tatort nicht aufgefunden werden konnte. Der Fahrer informierte die Polizei. Die Höhe des Sachschadens wurde mit etwa 2.000 Euro angegeben.

Auch der Fahrer (41) eines anderen polnischen Lkw musste morgens um 04:30 Uhr feststellen, dass sich Unbekannte am Anhänger zu schaffen gemacht hatten. Das Vorhängeschloss sowie die Werkplombe fehlten. Letztere lag einige Meter daneben. Das Schloss jedoch war nicht mehr aufzufinden. Der 41-Jährige rief die Polizei. Nach erster Überprüfung durch die Beamten konnte kein Diebstahl aus der Ladung, die aus Retour-Paketen bestand, festgestellt werden. Der Sachschaden ist mit ca. zehn Euro gering. Kripobeamte haben die Ermittlungen aufgenommen. (Hö)


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