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Die etwas anderen Polizeieinsätze des Jahres 2017

Medieninformation: 666/2017
Verantwortlich: Andrzej Rydzik
Stand: 29.12.2017, 11:00 Uhr

Die etwas anderen Polizeieinsätze des Jahres 2017


(4648) Das Jahr 2017 neigt sich mit großen Schritten dem Ende zu. Für die Bediensteten der PD Chemnitz war es ein arbeitsreiches Jahr, in dem sie mehr als 107.000 Einsätze im täglichen Dienst bewältigen mussten. Zu Tötungsdelikten, schweren Verkehrsunfällen, bewegenden Vermisstenfällen oder auch existenzgefährdenden Bränden wurde ermittelt. Der polizeiliche Alltag war mitunter von tragischen Ereignissen geprägt. Doch einige Einsätze blieben den Polizistinnen und Polizisten in erster Linie wegen ihrer Kuriosität im Gedächtnis.
Mit der traditionellen Medieninformation zu außergewöhnlichen oder auch abenteuerlichen Begebenheiten 2017 lässt die Pressestelle der PD Chemnitz in den etwas anderen Polizeialltag einblicken. Auch wenn der eine oder andere Einsatz aufgrund von Missverständnissen oder Fehldeutungen von Zeugen zustande kam, sei an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt, dass jedermann auch weiterhin den Notruf 110 wählen soll, sobald er etwas Verdächtiges wahrnimmt. Für die Überprüfung derartiger Zeugenhinweise ist die Polizei da - auch wenn sich der Sachverhalt später in Wohlgefallen auflöst.
Allen Medienvertretern wünschen wir auf diesem Wege einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2018. (SR/Ry)

Waffenträger am Abend unterwegs

Ein Mann mit einem Waffenholster am Gürtel rief die Polizei am Abend des 10. Januar im Chemnitzer Ortsteil Kapellenberg auf den Plan. Nach Angaben des Anrufers war der unbekannte Waffenträger gegen 22.15 Uhr mit einem Pkw in Richtung Zwickauer Straße unterwegs. Eine  Überprüfung des amtlichen Kennzeichens ergab, dass es sich um ein Zivilfahrzeug der Polizei und somit um einen Zivilpolizisten handelte.

„Körperliche Auseinandersetzung“ rief Polizisten auf den Plan

Wegen einer schreienden Frau und somit einer mutmaßlichen Auseinandersetzung rief man die Polizei an einem Vormittag im Frühjahr zu einem Wohnhaus im Auer Revierbereich. Beim Eintreffen öffnete man den Ordnungshütern auf das Klingeln verblüfft und leicht bekleidet die Wohnungstür. Für die Beamten ergab sich der Verdacht einer körperlichen Auseinandersetzung der anderen Art. Einen Straftatverdacht konnten sie nicht erkennen.

4-Jähriger fuhr mit Bahn davon

Verzweifelt rief eine Frau am Vormittag des 12. Januar die Polizei in den Chemnitzer Ortsteil Markersdorf. Ihr Sohn (4) war ohne sie mit der Straßenbahn abgefahren. Kurze Zeit später konnte Entwarnung gegeben werden. Den vermissten Nachwuchs hatte ein Passant in Obhut genommen und dann die Polizei informiert. An der Haltestelle am Vita-Center konnte die Mutter den 4-Jährigen wenig später wohlbehalten in die Arme schließen.

„Bagger-Diebe“ des Nachts unterwegs

Kurz nach Mitternacht rief man am 17. Januar die Chemnitzer Polizei wegen eines mutmaßlichen Baugeräte-Diebstahls in die Carl-von-Bach-Straße in den Ortsteil Siegmar. Mehrere Personen sollten sich dort laut des Anrufers auf einem Grundstück an einem Minibagger zu schaffen machen. Das Fahrzeug würde soeben auf einen Anhänger verladen, so der Mitteiler. Die Polizisten gingen der Sache umgehend nach. Wie sich dabei herausstellte, hatten angestellte einer Firma zu dieser Zeit mit dem Bagger lediglich Schnee geräumt, weil das tagsüber nicht möglich war. Eine Straftat bestätigte sich nicht.

Gefahrenabwehr der anderen Art

Am 16. Januar rief man die Polizei kurz vor Mitternacht zu einem Haus in den Chemnitzer Ortsteil Altendorf. Im Inneren eines Büros brannte eine Kerze obwohl augenscheinlich niemand anwesend war. Um die Tür zu öffnen und dann nach Löschen der Kerze auch wieder zu verschließen, kam die Feuerwehr zum Einsatz. Dem Besitzer hinterließ man einen Zettel, dass der neue Schlüssel für die Räume beim zuständigen Polizeirevier hinterlegt wurde.

Verdächtiger Mann im Schulhaus beobachtet

Am 18. Januar rief man die Chemnitzer Polizei nachmittags wegen einer angeblich verdächtigen Beobachtung in den Ortsteil Kaßberg. Ein Unbekannter hatte sich in einem Schulgebäude aufgehalten, Schüler angesprochen und an einer Paniktür zu schaffen gemacht. Schließlich, so die Erstinformation, sei der Mann mit einem Pkw in unbekannte Richtung geflüchtet. Polizeibeamte kamen zum Einsatz und konnten den Fall - auch dank des bekannt gewordenen Kennzeichens - innerhalb kurzer Zeit aufklären. Ihre Ermittlungen ergaben, dass ein Pizzabote dort lediglich auf der Suche nach dem richtigen Eingang war.

Standheizung sorgte für Aufregung

Bei winterlichen Temperaturen rief man die Feuerwehr und Polizei am 24. Januar zu einem Parkplatz in die Wittgensdorfer Straße in Chemnitz. Von dort hatte man kurz vor 19.20 Uhr einen qualmenden Kleintransporter gemeldet. Die Kameraden der Feuerwehr sahen dann jedoch von einem Löschangriff ab und die Standheizung des Fahrzeuges konnte ihre Arbeit ungestört fortsetzen.    

Motorwärme sollte Eiseskälte vertreiben

Aufmerksame Bürger riefen die Polizei am 26. Januar morgens zu einem Parkplatz in die Hainstraße im Chemnitzer Ortsteil Sonnenberg. Dort sollte seit geraumer Zeit ein Pkw BMW mit laufendem Motor stehen. War dem Fahrer etwas zugestoßen? Die Polizisten des zuständigen Reviers trafen den Fahrer wohlauf im Fahrzeug an. Er hatte noch Zeit bis zu seinem Arbeitsbeginn und weil es ihm vermutlich kalt war, hatte er den Motor angelassen.

„Einbrecher“ wollte nur die Toilette benutzen

Über einen mutmaßlichen Einbruch in ein Wohnhaus wurde die Polizei in Stollberg am Morgen des 6. Februar informiert. Beim Hausbesitzer hatte der Alarm ausgelöst, weshalb die Beamten hinzugerufen wurden. Wie sich dann herausstellte, handelte es sich beim „Einbrecher“ um einen Familienangehörigen, welcher lediglich die Toilette benutzen wollte und berechtigt einen Schlüssel zum Haus hatte. Jedoch war er nicht über die aktivierte Alarmanlage eingeweiht worden.

Abendessen verschlafen?

Wegen des Verdachts eines Brandes in einem Wohnhaus rief man die Kameraden der Feuerwehr und Polizeibeamte an einem Abend Anfang Februar nach Aue. In der betroffenen Wohnung war der Feuermelder zu hören und im Haus roch es nach Verbranntem. Wie sich dann herausstellte, war der Mieter lediglich eingeschlafen und das Essen angebrannt. Verletzt wurde niemand. Das Haus musste gut durchgelüftet werden.

Unbekannter machte sich an Autos zu schaffen

Aufmerksame Anwohner riefen die Chemnitzer Polizei am 6. Februar in die Wilhelm-Firl-Straße im Ortsteil Markersdorf. Dort war kurz vor 16.30 Uhr ein Mann beobachtet worden, der sich an abgestellten Fahrzeugen zu schaffen machte. Aufgrund der „Täterbeschreibung“ konnte der Mann schnell gestellt werden. Es handelte sich um einen Autokäufer, der lediglich Visitenkarten an den Pkw hinterließ.

Hundepfoten sorgten für Polizeieinsatz

Über augenscheinlich massive Blutspuren in einem Treppenhaus in der Blankenauer Straße in Chemnitz wurde die Polizei am 20. Februar von einer Frau informiert. Die Beamten nahmen sich der Sache umgehend mit dem Ergebnis an, dass es sich bei den gesichteten Spuren lediglich um die Abdrücke von Hundepfoten, nicht um Blutstropfen handelte. Die Polizisten setzten daraufhin ihren Dienst fort.

Aufregung um Dekorationsartikel

In einem Einkaufmarkt in der Leipziger Straße in Chemnitz hatte eine Anruferin am 23. Februar eine Pflanze mit vermeintlich giftigen Früchten entdeckt. Über diese Früchte, ähnlich einer Kokosnuss, war kurz zuvor in einem Fernsehbeitrag berichtet worden. Die herbeigerufenen Polizeibeamten stellten dann fest, dass es sich lediglich um Dekorationsgegenstände handelte, welche dieser Frucht ähnelten. Eine Gefahr ging von diesen nicht aus.

Tatverdacht gegen stürmischen „Thomas“ erhärtet

Wegen eines mutmaßlichen Garagenaufbruchs rief man die Polizei am 25. Februar zu einem Garagenkomplex in die Kreherstraße im Chemnitzer Ortsteil Gablenz. Dort hatte der Anrufer an einem Februarmorgen seine Garage offenstehend vorgefunden. Das Schloss lag auf dem Weg davor. Schließlich konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden: Sturmtief Thomas. Vermutlich hatte der Wind das unverschlossene Tor aufgedrückt, wobei es zu Sachschaden kam. Ähnlich erging es dort einem Garagenbesitzer Mitte März. Auch in diesem Fall vermutete man zuerst einen Aufbruch der Garage, der sich dann aber als Sturmschaden entpuppte.   

Polizeieinsatz wegen Langschläfer

Gegen 23 Uhr rief ein Mann die Polizei am 5. März in ein Mehrfamilienhaus im Chemnitzer Ortsteil Helbersdorf. Bereits seit Mittag war aus einer Nachbarwohnung ein unheimliches Grollen zu hören. Die Ursache dafür war ein Langschläfer. In der Wohnung hatte eine Französische Bulldogge.

Im Parkplatz geirrt?

Wegen des vermeintlichen Diebstahls eines VW Golf rief der Besitzer Polizisten am 7. März zu einem Parkplatz in der Wiesaer Straße in Annaberg-Buchholz. Um 8 Uhr hatte das Fahrzeug den ersten Informationen nach noch an seinem Platz gestanden. Am Mittag wurde der Diebstahl bemerkt. Eine Dreiviertelstunde später konnte die Fahndung beendet werden. Eine Polizeistreife hatte das ordnungsgemäß verschlossene Auto auf einem anderen Parkplatz entdeckt. Der Besitzer hatte sich lediglich beim Abstellort geirrt.

Jede Menge Staub aufgewirbelt …

Am Mittag des 8. März wählte man den Polizeinotruf wegen Qualm aus Dachfenstern eines Hauses in der Chemnitzer Jakobstraße. Umgehend wurde daraufhin auch die Rettungsleitstelle informiert, die wiederum die Feuerwehr zum Ereignisort fahren ließ. Wie sich dort herausstellte, handelte es sich um ein in Rekonstruktion befindliches Haus, in dem Kehrarbeiten stattfanden, wobei mächtig Staub aufgewirbelt wurde.

Wegen Feuerschein Notruf gewählt

Feuerschein gesehen und einen Brand auf einem Vereinsgelände vermutet, hatten aufmerksame Anwohner am Abend des 11. März im Chemnitzer Ortsteil Ebersdorf. Beim Überprüfen der vom Anrufer beschriebenen Örtlichkeit stellte sich die Angelegenheit als Fehlalarm heraus. Der Feuerschein stammte von einem genehmigten Grillfeuer. Der Einsatz der Feuerwehr und Löscharbeiten waren somit nicht nötig.

Fleißige Handwerker am „Tatort“ gestellt

Verdächtige Gestalten beobachtete eine Anwohnerin am 13. März im Chemnitzer Ortsteil Rottluff. In einer Gartensparte waren gegen 20 Uhr drei Personen mit Taschenlampen unterwegs. Aufgrund der vorherrschenden Dunkelheit konnten die „Täter“ nicht näher beschrieben werden. Herbeigerufene Polizeibeamte konnten sie dann am „Tatort“ stellen und die Situation aufklären. Wegen anstehenden Baumaßnahmen hatte man Baumaterial in einen Garten gebracht.

Mieter wollte Duftstoffe herstellen

Wegen eines mutmaßlichen Chemielabors in einem Mehrfamilienhaus in der Altchemnitzer Straße im Chemnitzer Ortsteil Altchemnitz rief man die Polizei am Nachmittag des 27. März. Ein Verantwortlicher für das Gebäude hatte in einem Verschlag auf dem Dachboden Utensilien aufgefunden, die auf diese Vermutung schließen ließen. Polizisten setzten sich dann umgehend mit dem Nutzer der Kammer in Verbindung. Dabei kam heraus, dass lediglich versucht wurde, Parfüm herzustellen. Ein Straftatverdacht lag nicht vor.

Polizei wegen verdächtigem Passant gerufen

Über einen vermeintlich verdächtigen Mann mit Headset und prall gefülltem Rucksack, der in der Zschopauer Rudolf-Breitscheid-Straße unterwegs war, informierte man die Polizei am Vormittag des 29. März. Nach der Kontrolle des Mannes konnte „Entwarnung“ gegeben werden. Im Rucksack fanden sich lediglich Bücher und Lernmaterialien. Der Mann konnte seinen Weg daraufhin fortsetzen. Ein Straftatverdacht ergab sich nicht.

Verlorener Schlüssel ließ Schlimmes vermuten

Einen Randalierer in der Hilbersdorfer Straße in Chemnitz meldete man am 5. April spätabends der Polizei. Dem Hinweisgeber nach soll auch ein Klirren zu hören gewesen sein. Die gerufenen Beamten konnten den Sachverhalt schnell klären. Ein Mieter hatte seinen Wohnungsschlüssel verloren und deshalb das Küchenfenster eingeschlagen, um in seine Wohnung zu gelangen. Wegen des eingeschlagenen Fensters und einer Blutspur meldete sich am nächsten Morgen ein weiterer aufmerksamer Anwohner. Auch dieser Hinweis konnte somit schnell aufgeklärt werden.

Betrüger vermutet, Monteure „gestellt“

Nicht hinters Licht führen lassen wollte sich richtigerweise eine Anruferin am 25. April in der Zöllnerstraße im Chemnitzer Stadtzentrum, weshalb die Polizei zu Rate gezogen wurde. Zwei unbekannte Männer wollten unter dem Vorwand, Wasserrohre reparieren zu müssen, in ihre Wohnung, so die Erstinformation gegen 10.40 Uhr. Beamte des zuständigen Reviers trafen dann an der angegebenen Adresse auch zwei Herren in Arbeitsanzügen an, auf die die „Täterbeschreibung“ passte. Der Polizeieinsatz konnte recht schnell wieder abgebrochen werden. Die Männer waren tatsächlich Monteure, die mit dem Wechsel von Wasseruhren im gesamten Haus beauftragt waren. Die Frau konnte beruhigt und die Streifenfahrt fortgesetzt werden.

Rasenmäher löst Gefahrguteinsatz aus

In Erwartung eines Gefahrguteinsatzes waren Polizei und Feuerwehr im April im Freiberger Revierbereich in einem Geschäft im Einsatz. Wegen eines ungekennzeichneten, verdächtigen Paketes, aus dem beißender Geruch drang, hatte sich der Verdacht dafür ergeben. Der Bereich wurde vorsorglich weiträumig abgesperrt, das Paket ins Freie gebracht. Schließlich konnte jedoch nach der Öffnung der Sendung Entwarnung gegeben werden. Im Paket fand sich lediglich ein Rasenmäher, aus dem Betriebsstoffe ausliefen.

Vermisste war nur Kaffeetrinken

Am 8. Mai wurde eine Patientin am späten Nachmittag von Mitarbeitern eines Chemnitzer Krankenhauses als vermisst gemeldet. Die Frau hatte die betreffende Station mit persönlichen Dingen verlassen und war nicht zurückgekehrt. Beamte prüften unter anderen die Wohnanschrift der Patientin, konnten sie jedoch auch dort nicht antreffen. Reichlich zwei Stunden nach Eingang der Vermisstenmeldung konnte Entwarnung gegeben werden. Die Frau war wohlbehalten auf die Station zurückgekehrt. Sie hatte lediglich mit ihrem Besuch in der Cafeteria gesessen.

Polizisten als Geburtshelfer gerufen

Gegen 1.15 Uhr wählte Ende Mai ein Mann aus dem Stollberger Revierbereich den Polizeinotruf. Dem Beamten am Telefon teilte er mit, dass seine Frau hochschwanger sei und es nun losgehe. Der Polizist leitete den Anruf des werdenden Vaters umgehend an die Rettungsleitstelle weiter. Offenbar hatte sich der Mann in der aufregenden Situation in der Telefonnummer geirrt.

Umzugshelfer verwechselten Keller

Am 1. Juni meldete man einen Kellereinbruch in einem Mehrfamilienhaus in der Richterstraße im Chemnitzer Ortsteil Schloßchemnitz. Unbekannte Täter hatten, so die Meldung am Morgen, die Kellerparzelle des Anrufers aufgebrochen und komplett ausgeräumt. Wie sich „im Rahmen der Ermittlungen“ herausstellte, war der Keller bei einem Auszug aus dem Wohnhaus irrtümlicher Weise leer geräumt worden. Die Hausverwaltung nahm sich der Sache an und die Polizisten brachen den Einsatz ab.

Verdächtiges Paket gepackt

An einem Abend im Juni rief eine Postangestellte die Polizei wegen einer verdächtigen Beobachtung in eine Filiale im Mittweidaer Revierbereich. Der Frau waren zwei augenscheinlich ausländische Männer beim Packen eines Paketes aufgefallen. Die Männer steckten unter anderem Feuerzeugbenzin und ein Kabel in das Päckchen. Die Sendung wurde in der Folge bei der Angestellten abgegeben. Die Männer verließen dann das Geschäft. Eintreffende Polizisten konnten die Sache schließlich aufklären. Der Empfänger des Päckchens war verzogen und hatte Bekannte um Nachsendung persönlicher Dinge gebeten. Die Bekannten hatten ihm deshalb unter anderem eine Computermaus mit Anschlusskabel, Adapter und Feuerzeugbenzin eingepackt.

Rauchmelder entwickelte Eigenleben

Einen lauten Alarmton meldeten Mieter eines Wohnhauses in der Blankenauer Straße im Chemnitzer Ortsteil Schloßchemnitz am Morgen des 6. Juni aus der unter ihnen befindlichen Wohnung. Auf Klopfen und Klingeln öffnete niemand. Vermutet wurde dann ein Rauchmelder als Verursacher des Krawalls. Rauch konnte allerdings nicht festgestellt werden. Schließlich erreichte man die Wohnungsinhaberin telefonisch und konnte sie zum Geschehen informieren. Kurze Zeit später traf die Frau zuhause ein. Dabei stellte sich heraus, dass der Feuermelder lediglich eine Fehlfunktion hatte.

Vermeintliche Diebe reparierten Bike

Am 15. Juni 2017 informierte man gegen 20 Uhr am Polizeinotruf über zwei Männer, die in der Brückenstraße im Chemnitzer Stadtzentrum augenscheinlich Fahrräder stehlen wollten. Die mutmaßlichen Diebe sollten sich gegenüber des Karl-Marx-Monuments an einer Treppe aufhalten. Bei der Kontrolle der Beiden wenige Minuten später kam heraus, dass es sich um deren eigene Fahrräder handelte und einer von ihnen lediglich mit einer Zange die Bremse seines Bikes repariert hatte. Eine Straftat konnte ausgeschlossen werden.

Handwerker als Einbrecher verdächtigt

Einen Polizeieinsatz löste ein Handwerker, der Türen reparieren wollte, irrtümlicherweise am 15. Juni in der Friedrich-Hähnel-Straße im Chemnitzer Ortsteil Helbersdorf aus. Am Nachmittag bemerkte eine Frau, wie sich jemand an ihrer Wohnungstür zu schaffen machte und versuchte aufzuschließen. Die Wohnungsinhaberin rief deshalb die Polizei und beschrieb den Beamten den scheinbaren Einbrecher. Die Ordnungshüter konnten rasch Entwarnung geben. Der Fremde war ein Tischler, der sich in der Eingangstür geirrt hatte.

War der Weg aus dem Fenster kürzer?

Kurz nach 2 Uhr rief man die Polizei am 26. Juni wegen einer verdächtigen Beobachtung zu einem Mehrfamilienhaus in die Neefestraße im Chemnitzer Ortsteil Kapellenberg. Nach einem Zeugenhinweis waren zwei Personen dort aus einem Erdgeschossfenster geklettert. Zudem habe man Rucksäcke und andere Gegenstände aus dem Fenster geworfen. Für die Beamten ergab sich aus der Beobachtung der Verdacht eines Einbruchsdiebstahls. Aufgrund der vorliegenden Personenbeschreibung konnte man die Kletterer schnell ausfindig machen. Bei ihnen handelte es sich um die Inhaber der betroffenen Wohnung, die lediglich das Fenster anstelle der Tür nutzten.

Diebesgut zum Abtransport bereitgelegt?

Scheinbares Diebesgut fand eine Anwohnerin der Chemnitzer Jägerstraße am 27. Juni im Keller ihres Wohnhauses. Die Frau informierte dann die Polizei über aufgefundene schwarze Rohre. Mindestens 20 Stück sollten es sein. Ein Straftatverdacht ergab sich bei der Überprüfung des „Tatortes“ nicht. Die aufgefundenen „Rohre“ stammten offenbar von abgebrannten Feuerwerksbatterien.

Heimlichkeiten - Schlechtigkeiten?

Am 2. Juli 2017 machte ein Mann in der Wolgograder Allee in Chemnitz-Hutholz eine verdächtige Beobachtung. Ein Paar vergrub augenscheinlich etwas in einem Gebüsch an einem Spielplatz. Die Unbekannten verließen dann nach getaner Arbeit den Ereignisort in Richtung eines Einkaufmarktes. Wie sich schließlich herausstellte, beschäftigte sich das Paar mit Geocaching und hatte dort eine neue Spur gelegt.

Aufmerksamer Bewohner vermutete Schlimmes

Verdächtige Geräusche hörten Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Chemnitzer Lessingstraße am 3. Juli, spätabends. Der Anrufer hatte einen Einbruch in die Kellerräume vermutet und deswegen den Notruf gewählt. Die Polizisten konnten dann im Keller vier Personen stellen. Bei ihnen handelte es sich allerdings nicht um Einbrecher sondern um einen Bewohner des Hauses, der mit Bekannten ein Feierabendbier trank. Die Ordnungshüter mahnten zur Ruhe und setzten schließlich ihre Streife fort.

Mutmaßlich explosiver Fund schnell entschärft

Über den Fund einer Handgranate auf einer Halde in Falkenhain  im Revierbereich Mittweida in der Straße Am Hackberg informierte man die Polizei am frühen Nachmittag des 13. Juli. Die eingesetzten Polizisten prüften das verdächtige Objekt, machten Fotos davon und beratschlagten sich mit den Kollegen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. Letztlich konnte Entwarnung gegeben werden. Bei der vermeintlichen Granate handelte es sich um ein Teil einer Drehbank.

Polizei wegen verdächtiger Beobachtung gerufen

Ein Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen und verdächtige Personenbewegungen auf dem Gelände eines Sendemastes in Schneeberg beobachteten aufmerksame Bürger am späten Nachmittag des 13. August. Umgehend wurde daraufhin das Objekt kontrolliert und die „Verdächtigen“ dabei gestellt. Die Kontrolle ergab, dass alles seine Richtigkeit hatte und es sich bei den Angetroffenen um Mitarbeiter eines Telefonunternehmens handelte, die Wartungsarbeiten an der Anlage durchführten.

Unkonventionelle Absperrung sorgte für Aufregung

Da sollte doch, nach Auskunft eines Anrufers am 14. August, jemand Eimer mit Altöl auf einer Wiese in der Jakobstraße im Chemnitzer Ortsteil Sonnenberg abgestellt haben. Um die mutmaßlich illegale Entsorgung aufzuklären, machten sich Polizeibeamte auf den Weg zum „Tatort“. Wie sich dort herausstellte, handelte es sich nicht um Altöl sondern um Mayonnaise-Eimer. Die hatte man auch nicht entsorgt, sondern lediglich zur Absperrung abgestellt. Die Verursacherin versprach den Beamten, die Eimer zu beräumen, woraufhin die Streifenfahrt fortgesetzt werden konnte.

Puddingbecher sorgte für Einsatz

Um einen Einbrecher auf frischer Tat zu erwischen, eilten Polizisten am 16. August zu einem Einkaufsmarkt auf den Chemnitzer Kaßberg. Gegen Mitternacht hatte man über Notruf von dort die ausgelöste Alarmanlage gemeldet. Bei der Begehung des Marktes wurde dann klar, wer für den Einsatz verantwortlich war. Den Alarm hatte ein aus dem Regal gefallener Puddingbecher ausgelöst. Ansonsten waren im Markt keine Unregelmäßigkeiten erkennbar.

„Schießeisen“ entpuppt sich als harmlos

Am 19. August rief man die Polizei kurz vor 6 Uhr in die Brückenstraße in Chemnitz. Dort war nach Angaben des Anrufers ein Mann mit einer Schusswaffe im Gürtel unterwegs. Polizisten nahmen sich der Sache umgehend an und konnten schnell Entwarnung geben. Bei der vermeintlichen Schusswaffe handelte es sich um eine E-Zigarette, die der Mann im Gürtel trug.

Pech gehabt und dann verdächtigt (1)

Am Abend des 19. August rief man die Polizei wegen einer verdächtigen Beobachtung in die Chemnitzer Geibelstraße. Zwischen parkenden Fahrzeugen hielt sich ein unbekannter Mann auf, zudem sollte laut Anruferin Brandgeruch in der Luft liegen. Anhand der Personenbeschreibung konnte der „Verdächtige“ schließlich gestellt werden. Der Mann hatte sich lediglich ausgesperrt und wartete auf Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes. Der Brandgeruch stammte vermutlich von einem Feuer, das man in der Nähe in einer Feuerschale entzündet hatte.

Pech gehabt und dann verdächtigt (2)

Wegen eines Mannes, der gegen eine Wohnungstür schlug und trat, rief man die Polizei am Abend des 19. August in den Chemnitzer Ortsteil Markersdorf. Wie sich am Einsatzort herausstellte, handelte es sich bei dem Mann nicht um einen Einbrecher sondern um den Wohnungsinhaber. Der hatte sich ausgesperrt und dann versucht, zurück in die Wohnung zu gelangen. Für die Nacht kam der Mann bei Verwandten unter.

So ein Riesen-Theater

Auf den Chemnitzer Kaßberg rief man die Polizei und den Rettungsdienst am Abend des 17. August. Dort stand nach Angaben des Anrufers ein Mann auf dem Dach eines Gebäudes. Passanten hatten zudem Schreie gehört. Letzten Endes handelte es sich lediglich um ein großes Missverständnis. Unabhängig voneinander hatte sich ein Paar auf dem Dach zum Abendessen niedergelassen und in der Nähe wurde zeitgleich von einer Theatergruppe ein Streitgespräch zwischen einer Frau und einem Mann geprobt. Die Einsatzkräfte zogen daraufhin wieder ab.

Die Polizei - dein Freund und Umzugshelfer?

Am Abend des 20. August rief man die Polizei in die Jakobstraße im Chemnitzer Ortsteil Sonnenberg. Nach Aussage des Anrufers lud man hier Reifen aus einem Transporter, möglicherweise wären diese gestohlen. Bei der Überprüfung ließ sich ein Straftatverdacht nicht erkennen. Die „Verladearbeiten“ standen lediglich mit einem Umzug in Zusammenhang.

Abholversuch endete mit Polizeieinsatz

Am 7. September wählte man abends den Polizeinotruf, da ein offenbar betrunkener Mann in Döbeln versuchte, in eine fremde Wohnung zu kommen. Wie sich dann herausstellte, wollte der Mann seinen Laptop von einem dort wohnenden Bekannten abholen. Dieser öffnete die Tür jedoch nicht. Das konnte der Wohnungsinhaber auch nicht tun, weil er nicht anwesend war. Eine Bekannte nahm sich dann des Mannes an und brachte ihn nach Hause.

Akku-Tod machte Atemnot

Am 13. September bat man die Polizei in Aue um Hilfe. Beim Telefonat mit einer Bekannten hatte der Anrufer plötzlich nur noch ein Röcheln vernommen, das Gespräch war dann beendet gewesen. Die Beamten gingen der Sache umgehend auf den Grund. Die Frau konnten sie wohlbehalten in ihrer Wohnung antreffen. Wie sich dort herausstellte, hatte lediglich ihr Telefon wegen eines Problems mit dem Akku schlapp gemacht, weswegen das Gespräch abgebrochen war.

Taschenlampenschein ließ Straftat vermuten

Wegen Taschenlampenscheins im Kleingartenverein und damit verbundenem Verdacht auf einen Einbruch rief man die Polizei am Abend des 16. Oktober in die Chemnitz Humboldtstraße. Die Anruferin erwartete die Beamten dabei an einer Bushaltestelle. Letzten Endes stellte sich der Anruf als Missverständnis heraus. Ein Angehöriger der Anruferin hielt sich berechtigt im Gartenhäuschen auf. Die Polizisten setzten ihre Streifenfahrt fort.

Unfreiwillig auf den Hund gekommen
- Bildveröffentlichung -

Ein schwerer Verkehrsunfall in Erdmannsdorf, bei dem mehrere Menschen verletzt worden waren, entwickelte sich am 4. Dezember zu einem der kuriosesten Einsätze der PD Chemnitz im laufenden Jahr. Während ein Polizist den Verkehr an der Unfallstelle vorbeileitete, kam eine Englische Bulldogge aus einem nahen Wald angetrottet und lief zielgerichtet auf den Beamten zu. Doch einfangen ließ sich der wuchtige Vierbeiner nicht ohne Weiteres. Erst als einer der Polizisten vor Ort die Schiebetür eines Funkstreifenwagens öffnete, hopste die Bulldogge auf die Rückbank und machte ein Nickerchen. Die „Umfeldermittlungen“ nach dem Besitzer des Hundes brachten nichts. Erst ein zu Hilfe gerufener Tierarzt brachte etwas Erhellung. Lenni, so der Name der Englischen Bulldogge, stammte ursprünglich aus Döbeln, wurde später ins Erzgebirge vermittelt und offenbar von seinem letzten Besitzer im Wald bei Erdmannsdorf ausgesetzt. Soweit, so gut. Das eigentliche Problem war aber noch ungelöst. Der Vierbeiner ließ sich nämlich partout nicht dazu bewegen, aus dem Funkstreifenwagen auszusteigen. Ziehen, schieben, locken, ausgesprochenes Platzverbot - nichts half. Erst als einer der Beamten nochmals den Motor des Funkstreifenwagens startete, gelang es mit vereinten Kräften, die erneut eingeschlafene Bulldogge zu „überwältigen“. Kurzzeitig kam Lenni ins Freiberger Tierheim. Dort standen die Telefone nicht mehr still. Dutzende Hundefreunde wollten der kleinen Wuchtbrumme ein neues Zuhause geben. Mittlerweile ist Lenni in eine Familie vermittelt. Gegen seinen letzten Besitzer wurden Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen.


Bildmaterial zur Medieninformation:

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Bulldogge Lenni

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