Polizeiliche Einsatzmaßnahmen anlässlich des 62. Jahrestages der Zerstörung Dresdens
Verantwortlich: Thomas Herbst
Stand: 14.02.2007, 09:00 Uhr
Die Dresdner Polizei hat ihre Einsatzmaßnahmen anlässlich des 62. Jahrestages der Zerstörung Dresdens in der Nacht beendet. Sie war dabei von Polizisten aus Bayern, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, von der Bundespolizei und von anderen sächsischen Polizeidienststellen unterstützt worden.
Polizeipräsident Dieter Hanitsch, Polizeiführer des Einsatzes, schätze abschließend ein: "Wir haben konsequent agiert und auf eine strikte Trennung von Demonstranten und Gegendemonstranten geachtet. Die Sicherheit in der Landeshauptstadt war zu jeder Zeit gewährleistet. Störungen blieben die Ausnahme. Damit prägte das stille Gedenken den 13. Februar."
An zwei Aufzüge am frühen Abend mit den Themen „GEH DENKEN" und „Initiative gegen Geschichtsrevisionismus" nahmen rund 4.000 Teilnehmer teil.
Nach Ende des Aufzuges „Initiative gegen Geschichtsrevisionismus" am Rathenauplatz versuchten mehrere Hundert Personen zur Aufzugsstrecke der JLO zu gelangen. Sie mussten durch Einsatzkräfte abgedrängt werden. Aus der Menge heraus wurden in Richtung der Einsatzkräfte mehrere Feuerwerkskörper abgeschossen.
Dem Aufzug der JLO schlossen sich rund 1.500 Personen an. Er konnte erst mit zeitlicher Verzögerung beginnen. Rund 300 Teilnehmer hatten sich zunächst den beauflagten Kontrollen verweigert.
Ab 19.20 Uhr versuchten rund vierhundert Gegendemonstranten an zwei Orten (Terrassenufer, zwischen Stein- und Rietschelstraße, und Sachsenplatz), den JLO-Aufzug zu stören. Sie standen bzw. saßen dort auf der Straße. Da die Aufzugsstrecke wegen des eingetretenen Zeitverzugs später verkürzt wurde, war eine Räumung nicht erforderlich.
Am Informationstelefon der Dresdner Polizei gingen am 13. Februar insgesamt 36 Anrufe ein. Überwiegend waren es Fragen zu Verkehrsbeeinträchtigungen bzw. Empfehlungen diese zu vermeiden.
Durch die Demonstrationen und die damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen war es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Dresdner Innenstadt gekommen. Polizeipräsident Hanitsch: „Die Maßnahmen waren notwendig. Ich bitte sie dafür um ihr Verständnis."
Während des Polizeieinsatzes mussten insgesamt zwölf Personen in polizeiliches Gewahrsam genommen werden. Gegen sie wird wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz ermittelt.
Die Polizei war zeitweise mit bis zu 2.000 Beamten im Einsatz. Insgesamt sorgten am 13. Februar 2.800 Polizisten für Sicherheit in Dresden.
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