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Aus der Geschichte des LKA Sachsen

Die Kriminalpolizei im Freistaat Sachsen blickt auf eine nahezu 200-jährige Geschichte zurück.
  • Entwicklung der Kriminalpolizei in Sachsen von 1811 bis 1990
    Geburtsstunde der Kriminalpolizei in - Kabinettsorder von Friedrich-Wilhelm III. über die "Criminal-Polizei-Geschäfte" in Preußen
  • Dezember 1893
    Neuordnung der Kriminalpolizei in Sachsen. Sie erhält eine größere Selbständigkeit
  • 01. April 1903
    Einführung der Daktyloskopie in Sachsen
  • Dezember 1912
    "Deutsche Polizeikonferenz" in Berlin. Fazit der Konferenz: "Die Kriminalpolizeien Sachsens und Württemberg arbeiten vorbildhaft und gelten als "führend" im Deutschen Reich "
  • 27. Juli 1921
    Gesetz über die Änderung im Polizeiwesen. -Neustrukturierung der sächsischen Kriminalpolizei
  • 15. September 1922
    Ausführungsverordnung zum o.g. Gesetz "An der der Spitze steht das dem Ministerium des Innern unterstellte Zentralorgan, das Landeskriminalamt."
  • Geburtsstunde des Landeskriminalamtes Sachsen

Aufgaben

Dem LKA wurden nachfolgende Aufgaben übertragen: Leitung/ Beaufsichtigung der gesamten Kriminalpolizei Sachsens Zentralstelle für die einheitliche Fortbildung der Kriminalisten und Geschäftsführung in den untergeordneten Bereich.

  • 1945 - 1952
    Eigenständige Landeskriminalämter in den Ländern der sowjetischen Besatzungszone
  • 1952 - 1989
    Verwaltungsreform in der ehemaligen DDR - Auflösung der Landeskriminalämter - Einrichtung eines Zentralen Kriminalamtes (ZKA) als Bestandteil der Polizei, die dem Verwaltungsamt des Inneren (DVDI) später Ministerium des Innern (MdI) - unterstand
  • 3. Oktober 1990
    Wiedervereinigung

Mit Wirksamwerden des Einigungsvertrages am 03. Oktober 1990 verlor daher das ZKA seine bisherige Funktion und wurde als Gemeinsames Landeskriminalamt der Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (GLKA) mit veränderter Verantwortlichkeit, Befugnis, Funktion, Aufgabenstellung, Struktur und Arbeitsweise weitergeführt. Das GLKA sollte die Aufgaben der Verbrechensbekämpfung solange und soweit für die neuen Bundesländer wahrnehmen bis diese eigene Landeskriminalämter (LKA) errichtet hatten.


Mit Beschluss der Sächsischen Staatsregierung vom 07.05.91 wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass mit der Errichtung eines modernen und leistungsfähigen Landeskriminalamtes (LKA) begonnen werden konnte. Der Aufbau musste "zügig" erfolgen. Insbesondere sollte die Zentralstelle des Landes für die polizeiliche Verbrechensbekämpfung ein ständiges aktuelles Kriminalitätslagebild gewährleisten.

So trat bereits am 13.05.91 in den Räumen des Hauses 4 der früheren Offiziershochschule "Artur Becker" des Ministeriums des Innern ein Aufbaustab zusammen, der sich unter Leitung von KOR Peter Raisch (LKA Baden-Württemberg) aus 15 weiteren Mitgliedern (je 5 Mitglieder aus den drei Regierungsbezirken) und einer Sekretärin zusammensetzte.

Im Landespolizeipräsidium des Sächsischen Staatsministeriums des Innern war KR Spang als verantwortlicher Referatsleiter Ansprechpartner und Koordinator.

Eine erste Kriminalitätslageeinschätzung erbrachte das Ergebnis, dass der Bekämpfung des Rechtsextremismus eine besondere Bedeutung zukommt, weshalb der Aufbaustab bereits mit Datum vom 01.07.91 eine Sonderkommission "Rechtsextremismus" (Soko REX) ins Leben rief.

Das Landeskriminalamt sollte in drei Aufbaustufen errichtet werden. Die dafür notwendige Arbeit fand in neun Projektgruppen statt.

Am 1. Dezember 1991 konnte das Landeskriminalamt seine Funktionsfähigkeit bekannt geben.


Peter Raisch leitete das Landeskriminalamt Sachsen bis Juni 2004, bevor er ins hessische LKA als Präsident wechselte.  Danach war Paul Scholz bis zu seiner Pensionierung im März 2011 Leiter des Amtes. Von April 2011 bis April 2017 war Dr. Jörg Michaelis Präsident des Landeskriminalamtes Sachsen. Seid 1. Mai 2017 ist der Ldt. Kriminaldirektor Petric Kleine mit der Leitung des Landeskriminalamtes Sachsen betraut.