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Schneeballschlacht am Connewitzer Kreuz

Verantwortlich: Birgit Höhn
Stand: 03.01.2010, 15:51 Uhr


Schneeballschlacht am Connewitzer Kreuz

Blieben eine Randale, größere Auseinandersetzungen und erhebliche Sachbeschädigungen in der Silvesternacht aus, so trafen sich am Samstagabend zunächst 30 Personen, die schnell auf 70 bis 80 anwuchsen und deren Zahl gegen 21.30 Uhr etwa 200 betrug. Der Personenkreis bewarf sich nach Zeugenaussagen zunächst gegenseitig mit Schneebällen. Danach waren Straßenbahnen und Busse an der Reihe, die nur unter Schwierigkeiten das Connewitzer Kreuz passieren konnten. Die Gruppierung hielt nicht nur Fahrzeuge an und bewarf diese mit Schnee, sondern die weißen Bälle trafen auch viele vorbei fahrende Autos und wurden auch gegen die Scheiben einer Kaufhalle geworfen. Die notwendigen Einsatzkräfte der Polizei standen innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung und kamen am Ereignisort zum Einsatz. Sie wurden vom Personenkreis bedrängt und ebenfalls mit Schneebällen und sogar mit Flaschen attackiert. Zwei Beamte (31, 42) erlitten dadurch Verletzungen. Um 22.00 Uhr verständigten sich Polizei und die Leitstelle der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB). Straßenbahnen und Busse fuhren daraufhin Umleitungen. Außerdem waren die Zufahrten zum Connewitzer Kreuz für den Straßenverkehr gesperrt. Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass es zu Sachschäden an Pkw und zu Beschädigungen an einem Einkaufsmarkt kam. Zudem waren Müllcontainer auf die Straße geschoben wurden, ein Glascontainer brannte. Dieser wurde dann von Anwohnern noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht. Die auf der Bornaischen Straße stehenden und dann umgeworfenen Container wurden weggeräumt, die Straßenreinigung verständigt. Die sich noch immer im Bereich aufhaltenden Personen nahmen von einer weiteren Schneeballschlacht Abstand und zogen sich teilweise in das Werk II zu dortigen Feierlichkeiten zurück.
Im Ergebnis der „Schneeballschlacht“ gab es fünf beschädigte Fensterscheiben an einem Einkaufsmarkt und an der Wiedebach-Passage sowie einen angebrannten Wertstoffbehälter. Von 67 Personen wurden die Personalien festgestellt. Bei zwei Personen konnten gefährliche Gegenstände – Schlagring, Messer - , die einem Verbot unterliegen, festgestellt und beschlagnahmt werden. Beide haben sich jetzt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zu verantworten.
Bei diesem Einsatz waren Polizeibeamte aus ganz Sachen im Einsatz. (Hö)

Seniorin überfallen und verletzt

Einer 74-jährigen Grünauerin wurde am 02.01.2010, gegen 15.00 Uhr, die Handtasche geraubt. Die Frau lief auf der Alten Salzstraße, als sich ihr zwei Jugendliche näherten. Sie versuchten zunächst, der älteren Dame die Tasche zu entreißen, was nicht gelang. Danach stießen die Täter ihr Opfer zu Boden, wobei es sich an der Hand verletzte und ihre Handtasche losließ. Die Räuber flüchteten mit ihrer Beute in Richtung S-Bahn. Dort warfen sie die Tasche weg, nachdem sie das Portmonee mit ca. 100 Euro sowie der LVB-Jahreskarte und diversen Kundenkarten samt einigen Einkäufen gestohlen hatten. Die Geschädigte fand ihre Tasche wenig später wieder und erstattete Anzeige bei der Polizei. (Hö)

Ärztlich behandelt …

… werden musste am 03.01.2010 ein junger Mann (26) im Notfallzentrum der Uniklinik Leipzig. Er befand sich als Gast in einer Diskothek in der Petersstraße in Leipzig-Mitte. Dort wurde er gegen 04.15 Uhr von ihm unbekannten männlichen Personen mehrfach angerempelt. Nach seiner Aufforderung, dies zu unterlassen, kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen ihm und einem der Männer. Dieser hatte ihn dann am Hals gepackt, gewürgt und mehrfach ins Gesicht geschlagen. Danach verließ der Angreifer die Gaststätte. Der 26-Jährige verspürte starke Schmerzen, rief die Polizei, nachdem er bereits Security-Mitarbeiter über den Sachverhalt informiert hatte. Ein Rettungswagen brachte den Verletzten dann in das Notfallzentrum. Er hatte eine Nasenbeinfraktur und eine Schwellung unter dem rechten Auge erlitten. Zudem klagte er über starke Schmerzen im Kieferbereich. Die Ermittlungen dazu dauern an. (Hö)

 


 


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