Verkehrssicherheitsaktion »Blitz für Kids« gestartet
Die Landesweite Verkehrssicherheitsaktion macht vom 20. bis 30. April 2026 auf verkehrsgerechtes Verhalten vor Grundschulen aufmerksam.
Am Montag eröffnete Staatsminister Armin Schuster an der Kändler-Grundschule in Limbach-Oberfrohna die diesjährige »Blitz für Kids«-Aktion. Bis zum 30. April 2026 kontrollieren Polizistinnen und Polizisten gemeinsam mit Grundschulkindern die Geschwindigkeit von Verkehrsteilnehmenden vor Grundschulen im gesamten Freistaat. An der Aktion beteiligen sich alle Polizeidirektionen Sachsens in Dresden, Chemnitz, Görlitz, Leipzig und Zwickau mit ihren Revieren.
Innenminister Armin Schuster: »Es geht um die Verkehrssicherheit unserer Kleinsten. Unser Ziel ist, Unfälle mit Kindern so weit wie möglich auf null zu reduzieren. Zu hohe Geschwindigkeit gefährdet sie sehr.«
Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr
Durch diese Aktion sollen Fahrzeugführende auf ein jederzeit verkehrsgerechtes Verhalten, besonders vor Grundschulen, in Schulwegbereichen aber auch im Freizeitbereich nachhaltig aufmerksam gemacht werden.
Kinder reagieren oft spontan und für Fahrzeugführende nicht berechenbar. Sie können Entfernungen und Geschwindigkeiten oft nicht umfassend einschätzen und ihr Handeln der jeweiligen Verkehrssituation schnell genug anpassen. Letztendlich orientieren sich Kinder auch oft an falschen Verhaltensweisen Erwachsener.
Allein im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz sind im Jahr 2025 283 Kinder bei Verkehrsunfällen verunglückt – 20 mehr als im Jahr 2024. In der Stadt Chemnitz ist ein noch größerer Anstieg um 45 auf 111 verunglückte Kinder im Jahr 2025 zu verzeichnen. Hauptunfallursache ist das falsche Verhalten beim Überschreiten der Fahrbahn, was etwa 37 Prozent der gesamten erfassten Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern ausmacht.
Gelbe Karte für Temposünder
Die Durchführung der Aktion erfolgt in bewährter Weise im Rahmen von Geschwindigkeitskontrollen vor ausgewählten Grundschulen.
- Erste Woche: Kinder können Fahrzeugführende, die sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit gehalten haben, auf ihr Fehlverhalten hinweisen. Statt Verwarnungsgeldern überreichen die Grundschulkinder Handzettel als »Gelbe Karte«, wenn die Überschreitung im Verwarngeldbereich lag. Fahrzeugführer, die vorschriftsmäßig fahren, erhalten die »Grüne Karte« mit der Aufschrift »Danke« oder auch selbstgebastelte Geschenke und Zeichnungen.
- Zweite Woche: Es werden erneut Geschwindigkeitskontrollen vor ausgewählten Grundschulen durchgeführt – diesmal ohne Beteiligung von Kindern und mit allen erforderlichen rechtlichen Konsequenzen.
Die Aktion ist seit 1995 etabliert und wird gemeinsam mit dem ADAC durchgeführt.