Polizeiliche Kriminalstatistik 2025

Die Detailaufnahme zeigt ein leuchtendes Blaulicht am Einsatzfahrzeug der Polizei in einer modernen, hellen Garage.
© Polizei Sachsen 

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) liefert gesammelte Daten zu polizeibekannten Straftaten. Am 31. März 2026 hat Sachsens Innenminister Armin Schuster gemeinsam mit dem Präsidenten des Landeskriminalamtes Dirk Lichtenberger die PKS des Jahres 2025 für den Freistaat Sachsen vorgestellt.

Staatsminister Armin Schuster: »Sachsen ist ein Stück sicherer geworden, denn im Zehn-Jahresvergleich ist 2025 eines der besten Jahre. Natürlich fordern einzelne Schwerpunkte hohe Aufmerksamkeit. Die hohen Schäden durch Internetbetrug rufen jeden Einzelnen zu Vorsicht und Wachsamkeit bei fragwürdigen E-Mails oder Internetseiten auf. Die Zunahme schwerer Straftaten im Bereich der Asyl-Zuwanderer bestätigt unseren Kurs vor allem bei Mehrfach- und Intensivstraftätern in jedes Herkunftsland konsequent abzuschieben. Der hohe Anteil der Gewaltkriminalität bei Kindern und Jugendlichen bleibt präventive Aufgabe vieler gesellschaftlicher Kräfte weit über polizeiliche Maßnahmen hinaus und erfordert neue Justierungen im Jugendstrafrecht. Die politisch motivierten Straftaten verzeichnen einen erfreulichen Rückgang und bleibt Schwerpunkt der Ermittlungsbehörden.«

Betrug im Internet eine der größten Herausforderungen

Staatsminister Armin Schuster: »Betrug im Internet ist eine der größten Herausforderungen. Fast alle Straftaten mit ausländischem oder ungeklärtem Tatort werden über das Internet begangen. Hier braucht es präventive Maßnahmen und die enge Zusammenarbeit mit Banken, Plattformen und der Bevölkerung. Wir werden die erfolgreiche Kampagne »Schau genau hin!« in diesem Jahr wieder auflegen. Jeder Einzelne ist aufgerufen, wachsam zu sein und verdächtige Aktivitäten zu melden.«

Anstieg der Gewaltkriminalität bei Kindern und Jugendlichen

Staatsminister Armin Schuster: »Der hohe Anteil der Gewaltkriminalität unter Kindern und Jugendlichen fordert die Gesellschaft weit über die Möglichkeiten der Polizei. Ich unterstütze eine Initiative der sächsischen Justizministerin für eine Neujustierung des Jugendstrafrechts. Bei Heranwachsenden zwischen 18 und 21 Jahren sollten wir generell nach Erwachsenenstrafrecht urteilen. Es ist notwendig über Sanktionsmöglichkeiten auch für unter 14-Jährige nachzudenken. Generell halte ich bei einzelnen schweren Delikten die konsequente Ausschöpfung möglicher Strafrahmen des Jungendstrafrechts auch bei 14- bis 18-Jährigen für sinnvoll. Der Erziehungsgedanke des Jugendstrafrechts greift in vielen Fällen nicht mehr.«

Einordnung zur Zuwandererkriminalität

Staatsminister Armin Schuster: »Eine kleine Gruppe von Mehrfach- und Intensivstraftätern begeht einen Großteil aller Straftaten der Asyl-Zuwanderer. Wenn wir bei dieser Gruppe konsequent alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, leisten wir im Thema Integration viel für den gesellschaftlichen Frieden.«

Politisch motivierten Kriminalität auf hohem Niveau

Staatsminister Armin Schuster: »Die Zahl der politisch motivierten Straftaten bleibt auf hohem Niveau. Politisch motivierte Kriminalität aus dem rechten Lager bleibt ein Schwerpunkt der Polizei und Sicherheitsbehörden in Sachsen. Der Anstieg der Gewaltkriminalität im politisch linksmotivierten Bereich ist eine gefährliche Entwicklung und verlangt weiterhin intensive Aufklärungs- und Ermittlungsarbeit.«
 

Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 Sachsen wird von Innenminister Armin Schuster und LKA-Präsident Dirk Lichtenberger vorgestellt.
© SMI | Philipp Thomas
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