Vierte Woche zur Drogenerkennung im Straßenverkehr

Kontrollstelle Maximillianallee

Im Rahmen der groß angelegten Verkehrskontrolle vom 6. bis 8. Oktober wurden 2.300 Fahrzeuge kontrolliert und knapp 2.500 Personen kontrolliert.

In dieser Woche führte die Leipziger Verkehrspolizei wieder Verkehrskontrollen zur Drogenerkennung im Straßenverkehr (DiS) durch. Mit dabei waren auch der Zoll und Beamtinnen und Beamte aus anderen Bundesländern wie auch aus dem europäischen Ausland. Jeweils am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag wurden im Stadtgebiet Leipzig und im Landkreis Leipzig insgesamt fast 2.300 Fahrzeuge und knapp 2.500 Personen kontrolliert. Drei ausgesuchte Feststellungen lest ihr im Folgenden:

Am Dienstag fiel kurz nach 12 Uhr ein Fahrschulauto, genauer gesagt der 40-jährige Fahrschüler mit deutscher Staatsbürgerschaft auf. Eine mit ihm durchgeführte qualifizierte Fahrtüchtigkeitsprüfung ergab, dass der 40-Jährige aufgrund erheblicher Ausfallerscheinungen nicht in der Lage war, ein Fahrzeug zu führen. Im Rahmen der Kontrolle gab der Mann an, mehrere Medikamente zu nehmen, welche nachweislich eine zentrale Wirkung auf das Nervensystem haben. Der Fahrlehrer übernahm im Anschluss das Fahrzeug. Gegen den Fahrschüler wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr eingeleitet. Ein Erwerb der Fahrerlaubnis ist bis auf Weiteres ausgeschlossen.

Einige Stunden später, gegen 17:10 Uhr, wurde bei einer weiteren Kontrolle eine 38-Jährige mit deutscher Staatsbürgerschaft festgestellt, die den Beamten zwar einen Führerschein vorzeigen konnte, dessen Überprüfung aber ergab, dass der Führerschein zur Sicherstellung ausgeschrieben war. Schnell stellte sich auch heraus warum: Die Frau fiel bereits bei der letzten Großkontrolle auf der B2 im Vorjahr auf – damals unter dem Einfluss von Kokain. Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens sollte die Frau ihren Führerschein abgeben, hatte dies aber bislang nicht getan. Eine Anzeige wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis wurde aufgenommen. Ihr Führerschein wurde vor Ort sichergestellt.

Am Mittwoch bzw. Donnerstag gab es dann noch einen weiteren Fall mit Wiedersehens-Effekt: Am Mittwochnachmittag wurde ein 61-Jähriger mit deutscher Staatsbürgerschaft angehalten, der leichte Gleichgewichtsstörungen zeigte. Ein mit ihm durchgeführter Drogenvortest schlug positiv auf Cannabis an. Nach einer Blutentnahme wurde der Mann wieder entlassen. Am Folgetag geriet der 61-Jährige dann erneut, dieses Mal an einer anderen Stelle, in die Polizeikontrolle. Dabei kam es zu einem kuriosen Wiedersehen: Er wurde ausgerechnet von demselben Beamten aus dem Verkehr gezogen, wie bereits am Vortag. Auch dieses Mal fielen sofort die Koordinationsprobleme des Fahrers auf. Da der Verdacht auf erneuten Cannabiskonsum bestand, griffen die Maßnahmen ein zweites Mal: (positiver) Drogenvortest, Blutentnahme und dieses Mal auch die Sicherstellung des Autoschlüssels.

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