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Vorsicht: K.-O.-Tropfen!

KO Tropfen

In den vergangenen Tagen berichtete die Presse über Vergiftungen mittels sogenannter K.-O.-Tropfen in einer Dresdener Discothek. Bei der Polizei werden nur selten derartige Fälle angezeigt. Es wird aber von einem hohen Dunkelfeld ausgegangen, das heißt von Straftaten, die aus verschiedensten Gründen nicht angezeigt werden.
Zur Verhinderung weiterer Straftaten gibt die Polizei folgende Hinweise:

Was sind K.-O.-Tropfen?

K.-O.-Tropfen können verschiedene chemische Substanzen sein, die nach Einnahme das Opfer betäuben oder wehrlos machen. Häufig berichten Opfer von Gedächnislücken nach deren Einnahme. K.-O.-Tropfen werden häufig genutzt, um nach Wirkungseintritt Sexualstraftaten und/oder Diebstähle ohne Gegenwehr zu verüben. Die Tropfen sind in der Regel farblos und geschmacksneutral.

Wie kann man die Einnahme vermeiden?

Beim Besuch von öffentlichen Veranstaltungen sollte man

  • sich für seine Freunde verantwortlich fühlen, aufeinander achten, auch auf ungewöhnliche Verhaltensänderungen,
  • seinen Freundeskreis informieren, wo man sich aufhält,
  • seine Getränke nicht unbeaufsichtigt stehen lassen, in dem man z. B. beim Aufsuchen der Tanzfläche eine Getränkeaufsicht organisiert,
  • auf das Umfeld achten, insbesondere auf merkwürdige Kontaktversuche/Kontaktaufnahmen,
  • vorsichtig bei angebotenen („ausgegebenen“) Getränken sein, besonders von unbekannt Spendern und
  • bei Getränken auf die geringsten Geschmacksveränderungen achten, nie auf „Ex“ trinken, auch dann nicht, wenn der Anbieter das vorschlägt oder verlangt!


Wie handelt man bei Verdacht der Einnahme von K.-O.-Tropfen?


Bei Verdacht rufen Sie sofort die Polizei oder lassen Sie sich von einer Vertrauensperson dorthin bringen! Ein schnellstmöglicher Kontakt ist notwendig, da der Nachweis von K.-O.-Tropfen nur für kurze Zeit nach der Einnahme möglich ist.

Wenn eine sexuelle Nötigung/Vergewaltigung stattgefunden hat bzw. haben könnte rät die Polizei:

    • Vernichten Sie keine Beweismittel! Bewahren Sie z. B. Bekleidung, Wäsche, Bettlaken oder andere Gegenstände auf, mit denen der Täter in Berührung gekommen ist oder Ihrer Meinung nach gekommen sein könnte!
    • Waschen Sie sich wenn möglich nicht, bevor Sie ärztlich untersucht worden sind!
    • Gehen Sie möglichst schnell zur ärztlichen Untersuchung!
    • Reinigen Sie nicht Ihre Kleidung, die Sie zur Tatzeit getragen haben und werfen Sie auch zerrissene Kleidungsstücke und Unterwäsche nicht weg, da diese wichtige Spurenträger sein können!
    • Verändern Sie den Tatort nicht!
    • Versuchen Sie, den Tathergang in Form eines Gedächtnisprotokolls schriftlich festzuhalten. Das kann für die späteren Vernehmungen und das Verfahren sehr wichtig werden.
       

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