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Fortbildungsveranstaltung sächsischer und tschechischer Verkehrspolizisten mit Schwerpunkt Drogen

Unter Leadpartnerschaft der Polizeidirektion Chemnitz führen derzeit sächsische und tschechische Verkehrspolizisten ein EU-Projekt mit dem Titel „Intensivierung der Sicherheitsmaßnahmen im Kooperationsgebiet in den Bereichen der Drogenkriminalität und anderer Kriminalitätserscheinungen im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr“ durch. Im Rahmen dieses Projektes stand am 8. und 9. Dezember 2016 im Sportpark Rabenberg eine Fortbildungsveranstaltung mit dem Schwerpunkt Drogen bei Verkehrskontrollen an, an welcher die Projektpartner aus Chemnitz, Zwickau, Karlovy Vary und Ústí nad Labem teilnahmen. Im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit zu dieser grenzüberschreitenden Polizeizusammenarbeit war auch das EU-Projekt „Verbesserung der Sicherheit im sächsisch-tschechischen Grenzgebiet durch koordinierte Öffentlichkeitsarbeit“ mit den Partnern aus Chemnitz, Zwickau und Most vertreten.
Die Chemnitzer Organisatoren hatten einen inhaltsreichen Veranstaltungsplan entworfen. So konnten neben Kollegen aus den eigenen Reihen auch drei externe Referenten gewonnen werden. Nach der Begrüßung eröffnete Prof. Dr. Dieter Müller von der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) mit seinem Referat zum Thema „Drogen im Straßenverkehr“. Darin erläuterte er die Rechtslage im deutschen Teil des Projektgebiets und ging dabei insbesondere auf die Kriterien für den behördlichen Entzug der Fahrerlaubnis aufgrund Drogenkonsums ein.
Seinen Ausführungen schloss sich das Referat von Dr. Joachim Seidl an. Er betreibt in Dresden eine private verkehrspsychologische Praxis und kennt sich bestens im Bereich medizinisch-psychologische Untersuchung aus. Dabei bereitet er Kunden insbesondere auf diese vor. Sein Referat stand daher auch unter Überschrift „MPU wegen Drogen“.
Als dritter Referent konnte der Rechtsmediziner Dr. med. Norbert Beck vom Magdeburger Uniklinikum gewonnen werden. Sein Vortragsthema lautete „Legal highs – überhaupt ein rechtsmedizinisches Problem?“. Er gab interessante Einblicke in die medizinische bzw. chemische Seite dieser auf das Zentralnervensystem wirkenden Substanzen, die aufgrund der sich ständig wandelnden chemischen Zusammensetzung oftmals schwer nachzuweisen sind.
Im letzten Vortrag des ersten Tages stellte Unterleutnant Ing. Ladislav Kroul von der Verkehrspolizei der Bezirkspolizeidirektion Karlovy Vary die aktuelle polizeiliche Lage im tschechischen Grenzgebiet im Bereich Drogenkriminalität und insbesondere die Drogenverstöße im Straßenverkehr dar.
Der zweite Fortbildungstag startete mit einem Vortrag von PHMin Katrin Michel von der Chemnitzer Inspektion Zentrale Dienste. Dieser beinhaltete die Stoffkunde zu den verschiedenen Drogen und bildete die theoretische Grundlage für die dem Vortrag folgende praktische Vorführung des Einsatzes eines Drogenspürhundes der Chemnitzer Hundestaffel. Anschließend hielt mit Dipl. Psych. Jan Penzhorn vom Sächsischen Krankenhaus Rodewisch der letzte Referent seinen Vortrag. Da Herr Penzhorn als Psychotherapeut Drogenabhängige bei ihrer Therapie betreut, drehte sich sein Vortragsthema auch um Drogensuchterkrankungen, ihre Folgen und Therapiemöglichkeiten. Nach dem gemeinsamen Mittagessen endete dann diese interessante Fortbildungsveranstaltung, die nicht nur den Wissenshorizont erweiterte sondern auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit förderte.
Eröffnung
Verkehrspolizisten und Referenten
Partner zur koordinierten Öffentlichkeitsarbeit
Referent Prof. Dr. Müller
Referent Dr. Seidl
Referent Dr. med. Beck
Referent ppor. Ing. Kroul
dt. u. tsch. Polizisten im Gespräch
Referentin PHMin Michel
Drogenspürhund sucht
Drogenspürhund findet
Referent Dipl. Psych. Penzhorn

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Betreuungsbereich

Der Betreuungsbereich der Polizeidirektion umfasst die Landkreise

  • Zwickau
  • Vogtlandkreis.

Leiter

Polizeipräsident Conny Stiehl

Polizeipräsident
Conny Stiehl