1. Navigation
  2. Inhalt
Inhalt

Es ist passiert! Was nun?

Staatsanwaltschaft und Gericht

Die Ergebnisse der Ermittlungen der Polizei werden an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, die darüber entscheidet, ob Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt wird. Entscheidet sich die Staatsanwaltschaft Anklage zu erheben, leitet sie die Unterlagen an das zuständige Gericht weiter. Dort wird geprüft, ob es wahrscheinlich ist, dass dem Angeklagten die Tat nachgewiesen werden kann.

Wenn ja, wird das Hauptverfahren eröffnet. Die mündliche Hauptverhandlung kann mehrere Tage dauern. Im Rahmen der Beweisaufnahme wird auch das Opfer als Zeuge vernommen. Alle Zeugen werden darüber belehrt, dass sie die Wahrheit sagen müssen und werden dann nacheinander von den Prozessbeteiligten befragt. Es gehören auch detaillierte Nachfragen zum genauen Tathergang dazu, die notwendig sind, um eine genaue Vorstellung von der Tat zu bekommen. Inzwischen gibt es einige Maßnahmen zum Schutz von Opferzeugen. Bei allen Gerichten besteht die Möglichkeit, sich bei der Gerichtsverhandlung durch Rechtsreferendare oder ehrenamtliche Helfer begleiten zu lassen (Zeugenbegleitprogramme, z. B. des WEISSEN RING e. V. oder der Opferhilfe Sachsen e. V.).

Eine Gerichtsverhandlung ist öffentlich. Ausnahmen sind Jugendgerichtsverfahren, zu denen die Öffentlichkeit nicht zugelassen ist. Das Gericht hat die Möglichkeit, die Öffentlichkeit während der Verhandlung auszuschließen. Falls Sie bei der Verhandlung nicht anwesend waren, haben Sie das Recht, sich beim zuständigen Gericht über den Ausgang des Verfahrens zu informieren. Wenn der Täter zum Beispiel mit einem Freiheitsentzug bestraft wurde, können Sie sich im Laufe der Zeit auch über eventuelle Lockerungen der Strafe bei Gericht informieren.

 


Marginalspalte

Polizist werden

Polizeibeamtinnen und -beamte

Hier können Sie sich bei der sächsischen Polizei bewerben.