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Auch in der Faschingszeit ist Fahren unter Alkohol kein Kavaliersdelikt

Party
(© Franz Pfluegl-stock.adobe.com)

Für die bevorstehende Faschingszeit weist die Polizei darauf hin, dass das Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss kein Kavaliersdelikt darstellt.
Schon bei einer Blutalkoholkonzentration von 0,3 Promille kann relative Fahruntüchtigkeit vorliegen, wenn alkoholbedingte Ausfallerscheinungen, wie Schlängellinien fahren, zu schnelles, leichtsinniges Fahren, unmotiviertes ständiges Wechseln der Geschwindigkeit, Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes u. a., festgestellt werden. Bereits dann ist der Tatbestand des § 316 Strafgesetzbuch (Trunkenheit im Verkehr) erfüllt.

Wurde auch noch ein Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss verursacht, liegt eine Straftat im Sinne des § 315 c Strafgesetzbuch (Gefährdung des Straßenverkehrs) vor.

Die genannten Straftatbestände können entsprechend dem Gesetz mit einer Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe bestraft werden. Hinzukommen noch drei Punkte und die Entziehung der Fahrerlaubnis. Das heißt, dass die Fahrerlaubnis nach Ablauf einer festgelegten Frist gegebenenfalls neu zu erwerben ist, einschließlich Fahrerlaubnisprüfung.

Außerdem droht bei Verkehrsunfällen unter Alkoholeinwirkung regelmäßig der Regress des Versicherers, das heißt die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers kann die Leistung ganz oder teilweise von seinem Versicherungsnehmer zurückfordern.

Als Ordnungswidrigkeit wird das Fahren unter Alkoholeinfluss gemäß § 24 a Abs.1 Straßenverkehrsgesetz (StVG) bereits ab einer Atemalkoholkonzentration von 0,25 mg/l bzw. einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille beginnend mit 500,00 € sowie einem Monat Fahrverbot geahndet. Darüber hinaus erfolgt im Fahreignungsregister der Eintrag von zwei Punkten. Das gleiche gilt gemäß § 24 a Abs. 2 StVG für Fahrzeugführer, die unter Wirkung berauschender Mittel ein Kraftfahrzeug führen.

Jungen Fahrerinnen und Fahrern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres oder Inhabern einer Fahrerlaubnis auf Probe, die einem generellen Alkoholverbot unterliegen, droht gemäß § 24 c StVG bereits bei der Einnahme eines alkoholischen Getränks als Führer eines Kraftfahrzeuges bzw. der Fahrt unter Wirkung eines alkoholischen Getränks bis 0,5 Promille ein Bußgeld in Höhe von 250,00 €. Außerdem wird im Fahreignungsregister ein Punkt eingetragen.


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