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Sportfördergruppe

Förderung von Spitzensportlern

Die Polizei des Freistaates Sachsen will mit der Sportfördergruppe (SFG) Sportler mit herausragenden sportlichen Leistungen fördern und unterstützen. Dazu soll förderungswürdigen Spitzensportlern neben ihrer sportlichen Laufbahn eine berufliche Ausbildungs- und Verwendungsmöglichkeit geboten werden, die es ermöglicht, Berufsausbildung und sportliche Betätigung in Einklang zu bringen. Die Einstellung erfolgt in den Vorbereitungsdienst des mittleren Polizeivollzugsdienstes.

In Abhängigkeit von den Wettkampfzeiten ist die Ausbildung bei Sommer- und Wintersportlern unterschiedlich gestaltet. Deshalb wird jeweils abwechselnd eine Gruppe Sommersportler (Ausbildungsbeginn 1. September) und eine Gruppe Wintersportler (Ausbildungsbeginn 1. April) eingestellt. Der Ausbildungsplan ist so aufgebaut, dass die sportlichen Aktivitäten und die Ausbildung vereinbar sind. Dabei erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Landessportbund Sachsen und den beiden Olympiastützpunkten (OSP).

Auswahl der Polizeimeisteranwärter (PMA) für die SFG
In die Sportfördergruppe kann aufgenommen werden, wer

a.

die Einstellungsvoraussetzungen nach der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die Laufbahn der Beamten des Polizeivollzugsdienstes des Freistaates Sachsen (SächsLVOPol) sowie der Verwaltungsvorschrift des  Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die Nachwuchswerbung, Berufsberatung, das Auswahlverfahren sowie die  Feststellung der Polizeidiensttauglichkeit für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst des mittleren und gehobenen  Polizeivollzugsdienstes (VwV NachwuchsPol) erfüllt,

 b. Spitzensportler ist. (Spitzensportler in diesem Sinne sind Athleten, die einem vom Deutschen Olympischen Sportbund  anerkannten und geförderten A-, B- oder C-Kader angehören oder vergleichbare Leistungen erbringen und gleichzeitig  einem sächsischen Sportverein angehören. In Ausnahmefällen kann nach Einwilligung des SMI eine Förderung mit dem  vorliegen der D/C-Kadereinstufung erfolgen. Vergleichbare Leistungen liegen vor, wenn die Voraussetzungen zur Teilnahme  an Europameisterschaften, Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen gegeben sind.) und
 c. eine Athletenvereinbarung unterzeichnet. Darin ist unter anderem geregelt, dass sich der Spitzensportler verpflichtet, die  Regelungen der nationalen und internationalen Wettkampfbestimmungen sowie der Anti-Doping-Bestimmungen der NADA  in der jeweils geltenden Fassung im Training und im Wettkampf als verbindlich anzuerkennen und den in diesen Regelungen  statuierten Vorgaben nachzukommen. Darüber hinaus sind versicherungs- und dienstrechtliche Details, die Teilnahme an  Polizeimeisterschaften, Werberichtlinien und die Verwendung von Bildrechten festgelegt.

Alle Sportler, die das mehrstufige Auswahlverfahren (einen schriftlichen, einen physischen und einen mündlichen Eignungstest sowie eine ärztliche Untersuchung zur Polizeidiensttauglichkeit) erfolgreich durchlaufen haben, werden in die Rangfolgenliste SFG aufgenommen.

Ausbildungsverlauf:
Der Ausbildungsplan für den mittleren Polizeivollzugsdienst ist auf die Besonderheiten der SFG zugeschnitten. Danach erstreckt sich die Ausbildung über einen Zeitraum  von annähernd 4,5 Jahren, wobei sich Phasen der Ausbildung mit Trainings- und Wettkampfphasen abwechseln. In den ersten vier Jahren dauert jede Ausbildungsphase vier Monate (16 Ausbildungswochen) und jede Trainings- und Wettkampfphase acht Monate. Im fünften Jahr erfolgt eine fünfmonatige Ausbildungsphase, die mit der  Laufbahnprüfung abschließt. Die Sportler haben sich in der Ausbildung den gleichen Anforderungen wie die anderen PMA zu stellen. Die verschiedenen  Leistungsüberprüfungen sind mit denen in der Regelausbildung identisch.