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Mit dem Polizeiorchester durch den Advent

Das Polizeiorchester musiziert zum vierten Advent
(© Polizei Sachsen)

Das Polizeiorchester Sachsen begleitet uns musikalisch durch die Vorweihnachtszeit. An jedem Adventssonntag erklingt ein Weihnachtslied – inklusive Einblick in einen besonderen Ort innerhalb der sächsischen Polizei.
Das Polizeiorchester musiziert zum vierten Advent
Zum vierten Advent spielt das Holzbläserquintett in der USBV-Garage der Sprengstoffexperten im Landeskriminalamt.
(© Polizei Sachsen)

Das Polizeiorchester Sachsen begleitet uns musikalisch durch die Vorweihnachtszeit. An jedem Adventssonntag erklingt ein Weihnachtslied – inklusive Einblick in einen besonderen Ort innerhalb der sächsischen Polizei.

1. Advent: Der Hangar der Polizeihubschrauberstaffel

Zum Glück standen die drei Hubschrauber der Polizei Sachsen gerade am Boden, als die Orchester-Musiker ihre Instrumente ausgepackt haben, um das bekannte Lied „Jingle Bells“ anzustimmen. Sonst wäre es doch sehr laut geworden – und windig.

 

Im Hangar auf dem Flughafen Dresden-Klotzsche stehen die Polizeihubschrauber vom Typ EC 135 für Einsätze bereit. Sie werden zum Beispiel für die Suche von vermissten Personen, zur Aufklärung bei Umweltdelikten, Bildübertragungen oder für den Transport gebraucht. Für unseren musikalischen Weihnachtsgruß haben sie kurz Platz gemacht für eine kleine Bühne und das Polizeiorchester in der Besetzung „DSkalation“.

 

Die Halle am Flughafen steht seit Ende 2006 und bietet neben den drei Polizeihubschraubern auch Platz für einen Airbus EC 135 Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht. Außerdem beherbergt sie Sozialräume, Büros und Werkstätten.
 


2. Advent: Canalettosaal in der Polizeidirektion Dresden

Zum zweiten Advent zog es das Klarinettenquartett des Polizeiorchesters in den geschichtsträchtigen Canalettosaal der Polizeidirektion Dresden. Der Name des Saales, der sonst für polizeiliche Einsätze jeglicher Art – von Fußballspielen, über Demonstrationen, bis hin zu Staatsbesuchen – genutzt wird, stammt von einem venezianischen Maler aus dem 18. Jahrhundert, genannt Canaletto. Bekannt wurde dieser Künstler vor allem durch seine realistischen Bilder europäischer Städte. Unter seinen Werken befindet sich auch eine Darstellung Dresdens vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke, weshalb der Maler selbst wohl vielen Dresdnern geläufig sein dürfte. Eine Replik dieses Bildes hängt auch direkt vor dem sogenannten Canalettosaal der Polizei Dresden und weist damit auf seinen historischen Namensgeber hin. Den außergewöhnlichen Titel trägt der ansonsten Führungsstab genannte Raum inoffiziell seit 2008, als Barack Obama die Stadt Dresden besuchte und die Dresdner Polizei dafür den Einsatz zur „Canaletto“ ins Leben rief.

Zum Glück wurde bei der Aufnahme kein wuseliger Einsatz vom Canalettosaal aus koordiniert. So konnte das  Klarinettenquartett, unter der Leitung von Teresa Sellien, gänzlich frei von Störungen die Noten von „Süßer die Glocken nie klingen“ zum zweiten Adventsgruß ertönen lassen.
 

3. Advent: Kriminaltechnischer Untersuchungsraum auf dem Campus in Rothenburg

Zum dritten Advent spielt das Blechbläserquintett den Klassiker „Vom Himmel hoch“ an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) in Rothenburg. In den kriminaltechnischen Untersuchungsraum führt das Studium auch jede Kommissarsanwärterin und jeden Kommissarsanwärter. Die Polizei-Studis lernen hier, sogenannte Spurenträger zu untersuchen und Beweise zu sichern: Zum Beispiel lokalisieren sie Materialanhaftungen, nehmen DNA-Spuren oder machen Fingerabdrücke sichtbar. Das geht, wie im Video zu sehen, klassisch mit einem Pinsel und Rußpulver – im Kriminaltechnik-Arbeitsraum aber auch berührungslos mit einem Bedampfungsschrank.

 

Das Wissen aus dem Untersuchungsraum, den es in dieser Form in Rothenburg seit 2018 gibt, wird im Studium auch an gestellten „Tatorten“ angewendet. An der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) wird aber natürlich nicht nur gelehrt, sondern auch geforscht! So werden im Bereich Kriminaltechnik neue Materialien und Methoden teilweise selbst entwickelt. Deshalb brennt bei den Kriminaltechnikern der Hochschule nicht nur im Advent abends auch mal länger Licht.


4. Advent: Beim Spezialdienst für Sprengstoffe im Landeskriminalamt

Da, wo sich sonst die Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes Sachsen auf ihren Einsatz vorbereiten, spielt zum vierten Advent das Holzbläserquintett „We Wish You A Merry Christmas“. Unter der Leitung von Flötistin Anne Güldner wird das Quintett rhythmisch von Polizeihauptmeister Thomas Quandt unterstützt. In der unscheinbaren Garage lagern die Schutzanzüge und Werkzeuge des Spezialdienstes für unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen (USBV). Die Experten werden immer dann gerufen, wenn ein verdächtiger, meist selbstgebauter Sprengkörper gefunden wird. Das können Rohrbomben sein, Böller, mit denen ein Zigarettenautomat in die Luft gesprengt werden sollte, oder verdächtige Koffer, bei denen noch nicht fest steht, was sich im Inneren befindet. Mit einem Röntgengerät, Detektoren und Labortechnik können die Spezialisten Tausende Gefahrstoffe identifizieren und analysieren. Wegen ihrer Expertise sind die Kolleginnen und Kollegen 24/7 im Einsatz.

 

Zu der Halle, in der das Polizeiorchester zum vierten Advent spielt, hat sonst nur die USBV-Gruppe Zutritt. Der blaue Lkw, der im Hintergrund steht, ist praktisch ein mobiles Labor auf Rädern. Auch ein ferngesteuerter Roboter passt mühelos hinein. Er kommt zum Einsatz, wenn es für einen Menschen zu gefährlich wird. Dieser sogenannte „Manipulator“ kann beispielsweise mit Greifarmen oder einer Wasserpistole ausgestattet werden. Ein weiteres, schweres Gerät ist nicht im Bild. Die Experten des LKA nennen es: die Kugel. Dahinter verbirgt sich eine tonnenschwere, runde Vorrichtung aus Stahl und Beton. In ihr können schnell entzündliche oder stoßempfindliche Sprengvorrichtungen, wie Granaten, sicher an einen Ort gebracht werden, an dem sie kontrolliert gesprengt werden können.