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Wie Banken Enkeltricks und Schockanrufe erkennen können

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Beschäftigte von Banken und Sparkassen können mithelfen, Betrugsversuche bei Senioren zu verhindern. Im Rahmen des EU-Projektes „Sicherer Grenzraum für Senioren“ fand dazu eine Onlineschulung statt.
Online-Beratung

Es ist eine Masche, die leider immer wieder funktioniert: Betrüger rufen bei älteren Personen an und geben sich als Verwandte oder Polizeibedienstete aus. Sie gaukeln vor, in einer Notsituation oder einem finanziellen Dilemma zu stecken. Anschließend bitten sie um eine große Menge Geld. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Banken können im besten Falle mithelfen, solche Betrugsversuche zu vereiteln - wenn sie die Masche erkennen. Deshalb fand am 24. März im Rahmen des EU-Projektes „Sicherer Grenzraum für Senioren“ eine erste Onlineschulung von Bankmitarbeiterinnen und Bankmitarbeitern statt.

Insgesamt 35 Personen konnte Polizeioberkommissar André Berthold von der Polizeilichen Beratungsstelle zum Thema Betrug schulen. Hohe Fallzahlen in diesem Kriminalitätsbereich in den letzten Monaten zeigen, dass es sich hier um ein wichtiges Thema handelt. Die Bankangestellten wurden sensibilisiert, hellhörig zu werden, wenn höhere Geldbeträge abgehoben werden. Auch wurden sie ermutigt, beim Kunden die Beweggründe nach- und zu hinterfragen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Banken und Sparkassen sind immerhin die ersten, die erkennen können, dass die Seniorinnen und Senioren gerade dabei sind, ihre gesamten Ersparnisse vom Konto abzuheben.

Senioren heben komplette Ersparnisse ab

Die Kollegen des Fachdienstes Prävention erteilten deshalb unter anderem Ratschläge zu einer sehr besonnen und vorsichtig geführten Kommunikation mit den Rentnern. Ziel sollte es sein, die gefühlsmäßig neben sich stehenden älteren Menschen zu beruhigen und sie soweit zu stabilisieren, dass sie den Betrugsversuch erkennen. Zeitnah die Polizei zu informieren, ist maßgeblich, um den Tätern auf die Schliche zu kommen und weitere Betrugsfälle vorzubeugen.

Dass das Thema wichtig ist, haben auch die Bankangestellten bestätigt. Es gibt vermutlich viele Rentner, die dank eines aufmerksamen Bankmitarbeiters ihr Erspartes behalten konnten. Aber es gibt eben immer noch zu viele Fälle, in denen die Täter Erfolg haben und die Senioren sich in der Folge mit wirklich existenziellen Fragen konfrontiert sehen.

Das Projekt "Sicherer Grenzraum für Senioren" Nr. PLSN.04.01.00-02-0149/19 wird von der Europäischen Union durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Kooperationprogrammes Interreg Polen - Sachsen 2014-2020 mitfinanziert.