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Tochtertrick – Neue Betrugsmasche via Messenger

Tochtertrick via Messenger
(© Polizei Sachsen)

„Hallo Mama, ich habe ein neues Handy. Bitte speichere die neue Nummer ab!“ - mit einer solchen Nachricht beginnen aktuell vermehrt Betrugsversuche, die das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und ihren Kindern ausnutzen wollen.
Tochtertrick via Messenger
(© Polizei Sachsen)

„Hallo Mama, ich habe ein neues Handy. Bitte speichere die neue Nummer ab!“ - mit einer solchen Nachricht beginnen aktuell vermehrt Betrugsversuche, die das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und ihren Kindern ausnutzen wollen.

Seit Ende Februar lässt sich eine starke Häufung der neuen Betrugsmasche feststellen. Bei diesem Enkeltrick in neuem Gewand soll der oder dem Angeschriebenen suggeriert werden, dass das vermeintliche eigene Kind (oftmals die Tochter, daher die umgangssprachliche Benennung als „Tochtertrick“) aufgrund eines verloren gegangenen oder kaputten Handys nun auch eine neue Nummer hat – die alte könne also gleich gelöscht werden. Mit dem neuen Handy lassen sich aber angeblich noch keine Überweisungen im Online-Banking tätigen, weshalb jetzt die Eltern um Hilfe gebeten werden. Das überwiesene Geld würde selbstverständlich sehr zügig zurückgezahlt.

Die Täter bitten dabei vornehmlich um Überweisungen per Blitz-, Sofort- oder Echtzeitüberweisung. Die Bankverbindung, an die die Überweisung getätigt werden soll, befindet sich häufig im europäischen Ausland. Wenn der Betrug dann im Nachhinein festgestellt wurde, ist es den Banken oftmals nicht mehr möglich, das Geld zurückzuholen.

Spätestens ab dem Punkt, wo in den Nachrichten von der neuen Nummer um Geld gebeten wird, sollte die oder der Angeschriebene Maßnahmen ergreifen, um die Identität des Schreibenden zu überprüfen.

Unsere Verhaltenstipps für Betroffene lauten daher:
  • Speichern Sie die neue, unbekannte Nummer nicht sofort ab. Überprüfen Sie zunächst, ob es sich bei der neuen Nummer tatsächlich um die Ihres Kindes oder Ihres Verwandten handelt. Rufen Sie dazu die aktuell gespeicherte, „alte“ Nummer an, kontaktieren Sie Lebenspartner oder Freunde Ihres Kindes oder starten Sie, wenn Sie aktuell niemand anderen aus Ihrer Familie erreichen, der die neue Nummer verifizieren kann, einen Video-Anruf mit der neuen Nummer.
  • Überweisen Sie kein Geld, ohne vorher mit dem betreffenden Angehörigen gesprochen zu haben. Betrüger werden in den meisten Fällen nicht ans Telefon gehen und Ausreden finden, warum ein Gespräch gerade nicht möglich ist.
  • Reden Sie mit Freunden und Verwandten über die Betrugsmasche.
  • Informieren Sie die Polizei, wenn Sie den Verdacht hegen, dass es sich nicht um Ihre echten Kinder oder Verwandten handelt. Den Kontakt zu ihrem zuständigen Revier finden Sie hier: www.polizei.sachsen.de/de/uebersichtskarten.htm
  • Zur Online Anzeigenerstattung kommen Sie mit diesem Link: www.polizei.sachsen.de/onlinewache/onlinewache.aspx

 


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