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Psychologie von Trickbetrügereien

EU-Projekt Betrug

EU-Projekt zum Thema Betrug und Manipulationstechniken - Wie manipulieren Täter ihre Opfer am Telefon? Welche Kontakt- und Gesprächsstrategien nutzen Sie? Warum suchen sich Betrüger gerade ältere Menschen als Opfer aus?
EU-Projekt Betrug

Wie manipulieren Täter ihre Opfer am Telefon? Welche Kontakt- und Gesprächsstrategien nutzen Sie? Warum suchen sich Betrüger gerade ältere Menschen als Opfer aus?

Diese und andere Fragestellungen wurden im Rahmen der EU-Schulung zum Thema Betrug/Enkeltrick/Schockanrufe und Manipulationstechniken (Projektnummer PLSN.04.01.00-02-0149/19) am 1. und 2. Juni 2022 in der Polizeidirektion Görlitz in einer Videokonferenz mit den Teilnehmenden diskutiert.

Durch die Schulung führten Frau Dr. Alexandra Stupperich, Expertin für forensiche Sozialpsychologie, Kriminaltechnik und Biopsychologie und Frau Dr. Helga Ihm, Expertin für Kriminal- und forensische Psychologie. Insgesamt 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizeidirektion Görlitz und 36 Kolleginnen und Kollegen aus Polen nahmen virtuell an der Veranstaltung an den beiden Tagen teil.

Ziel der Veranstaltung sollte ein umfassender Einblick in Täterprofile, das Vorgehen von Betrügern und die Psychologie des Alters sein. Die beiden Referentinnen zeichneten prototypische Gesprächsverläufe von Tätern nach und analysierten diese aus kriminologischer und kriminalpsychologischer Sicht. Neben dem Phänomen Enkeltrick wurden auch die Masche des falschen Polizeibeamten und Schockanrufe thematisiert. Ein Blick auf die Statistik machte deutlich, dass Betrug in Hinblick auf die Gesamtkriminalität in 2020 etwa 15,2 % ausmachte.

Die Referentinnen Frau Dr. Stupperich und Frau Dr. Ihm arbeiteten während der zwei Tage heraus, wie sich die Täter Wissen aus der Überzeugungspsychologie zu Nutze machen und gezielt Manipulationstechniken anwenden, um ihre Opfer zu täuschen. Auch, welche alterstypischen biologischen und kognitiven Veränderungen bei Seniorinnen und Senioren auftreten.

Die Veranstaltung war interaktiv angelegt – Fragen konnten jederzeit gestellt werden, Feedback wurde regelmäßig erbeten und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden aktiv eingebunden.

Für eine reibungslose Kommunikation sorgten die zwei Dolmetscherinnen Frau Elżbieta Głowacka-Adamek und Elżbieta Styczeń, die simultan übersetzten.

Das Feedback nach der Veranstaltung war sehr positiv. Die Kolleginnen und Kollegen bekamen viele interessante Einblicke und gewannen neue Erkenntnisse für die tägliche Arbeit. Auch in Hinblick auf die deutsch-polnische Zusammenarbeit wurde der Wissenszuwachs als sehr wertvoll erachtet.