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Am 22. März ist der Tag der Kriminalitätsopfer

Tag des Opferschutzes
(© Polizei Sachsen)

Seit 1991 macht der »WEISSE RING« mit dem Tag der Kriminalitätsopfer auf Menschen aufmerksam, die durch Kriminalität und Gewalt geschädigt wurden. Auch in der Sächsischen Polizei sind Opferschutz und Opferrechte ein Thema von großer Bedeutung.
Was ist polizeilicher Opferschutz?

Im Jahr 2022 wurden in der Polizeilichen Kriminalstatistik rund 270 000 Straftaten erfasst. Die registrierten Delikte reichten von Beleidigungen und Verleumdungen über die verschiedensten Eigentumsdelikte bis zu Gewalt- und Tötungsdelikten und anderes mehr. Den Opfern all dieser Straftaten fachgerecht zur Seite zu stehen gehört zum Selbstverständnis des polizeilichen Opferschutzes und ist daher Aufgabe jedes Polizeibeamten. Der Begriff „Opfer“ ist dabei im weiteren Sinne zu verstehen, denn aus polizeilicher Sicht sind als Opfer alle Personen, die durch eine Straftat oder einen Verkehrsunfall einen materiellen, physischen oder psychischen Schaden erlitten haben, zu verstehen.
Polizeibeamte sind in aller Regel die ersten Ansprechpartner für Opfer von Kriminalität und Verkehrsunfällen. Aus dieser Stellung heraus ergibt sich für die Polizei eine besondere Verantwortung für den Opferschutz.

Wer befasst sich mit Opferschutz?

In der Zentralstelle für polizeiliche Prävention im Landeskriminalamt Sachsen wird der Opferschutz der Polizei Sachsen koordiniert. Hier werden unter anderen polizeiinternen Leitlinien geschaffen und fortgeschrieben.

Dabei besteht ein enger Austausch mit den Opferschutzbeauftragten in den Polizeidirektionen. Diese veranstalten zum Beispiel Fortbildungen und unterstützen bei der Bearbeitung konkreter Straftaten und Bedrohungslagen. Es finden regelmäßige Arbeitstagungen und Abstimmungen statt, um die Belange des Opferschutzes voran zu treiben.

Auch Netzwerkarbeit mit Ministerien, anderen Behörden und zivilgesellschaftlichen Gruppen nimmt einen großen Stellenwert im polizeilichen Opferschutz ein.

Es gibt engagierte und kompetente zivilgesellschaftliche Beratungsstellen, die als Partner der Polizei Betroffenen von Straftaten Hilfe- und Unterstützungsleistungen anbieten. Diese sind teils in ganz Sachsen, teils regional tätig. Je nach Art der Straftat bieten diese Träger kostenlose Beratungsangebote, psychosoziale Unterstützung, Vermittlung an ärztliche und psychologische Fachstellen und vieles mehr an.

Eine Übersicht über die Beratungsstellen sowie viele weitere Inhalte zum Opferschutz, wie Rechte und Pflichten als Opfer und Zeuge, finden sich u. a. in der Opferschutzbroschüre der Sächsischen Polizei unter https://www.polizei.sachsen.de/de/23222.htm.

Wie kann man Strafanzeige erstatten und warum ist das wichtig?

Viele Opfer einer Straftat scheuen sich, Strafanzeige zu erstatten. Sei es, weil sie meinen, es „brächte sowieso nichts“ oder „dass es ja nicht so schlimmes war“, oder man einfach den Weg zur Polizei scheut. Dabei kann der Täter für seine Tat nur dann bestraft werden, wenn die Strafverfolgungsbehörden tatsächlich Kenntnis von einer Straftat erhalten. So kann beispielsweise auch eine möglicherweise drohende Wiederholungsgefahr verringert oder andere polizeiliche Maßnahmen zum Schutz weiterer möglicher Opfer getroffen werden.
Je nach Straftat ist es auch möglich im Rahmen des so genannten Adhäsionsverfahrens, schon im Strafverfahren zivilrechtliche Ansprüche, wie Schmerzensgeld oder Schadensersatz, geltend zu machen. Eine Wiedergutmachung ist bei bestimmten Straftaten durch einen so genannten Täter-Opfer-Ausgleich mittels einer Konfliktberatung möglich. Das Opfer hat dabei die Möglichkeit, seine Wut und Ängste zum Ausdruck zu bringen, das Geschehene zu verarbeiten und ebenso zivilrechtliche Ansprüche geltend zu machen. Die Polizei kann das Täter-Opfer-Verfahren bei der Staatsanwaltschaft anregen bzw. vorschlagen.

Für die Polizei wird durch die Anzeigenerstattung zudem sichtbar, ob an bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten gehäuft Straftaten verübt werden oder ob die Begehung bestimmter Delikte steigt. Dies könnte sich unter anderem in erhöhter Polizeipräsenz niederschlagen, um die Sicherheit zu erhöhen, oder auch in der Durchführung von Präventionsveranstaltungen.
Das Stellen einer Strafanzeige ist bei jedem Polizeirevier, bei den Staatsanwaltschaften und den Amtsgerichten mündlich oder schriftlich möglich.

Mit der Online-Wache bietet die Polizei Sachsen zudem die Option, Strafanzeige über die im Link erreichbare Internetpräsenz zu erstatten: https://www.polizei.sachsen.de/de/onlinewache-anzeige-erstatten.htm.

Weitere Informationen

Für Fragen zum Thema Opferschutz und zur Strafverfolgung stehen alle Polizeidienststellen zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zum Thema polizeiliche Prävention und Opferschutz finden sich auf dem Internetportal der Polizei Sachen:
-polizeiliche Prävention: https://www.polizei.sachsen.de/de/4160.htm

-Opferschutz: https://www.polizei.sachsen.de/de/23222.htm

sowie auf den Seiten der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) unter https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/


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Staatsanwaltschaften des Freistaates Sachsen

Hier finden Sie die Kontaktdaten der Staatsanwaltschaft des Freistaates Sachsen.

The Saxon State Office of Criminal Investigation

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