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Geschichte

Geschichte der Kampfmittelbeseitigung in Sachsen

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Die Geburtsstunde des Kampfmittelbeseitigungsdienstes geht auf eine Anordnung der damaligen sächsischen Landes-verwaltung aus dem Jahre 1949 zurück, bei der Hauptwerkstatt der Landespolizeibehörde eine Abteilung "Vernichtung von Kriegstechnik" einzurichten.

Ihr wurde die Aufgabe übertragen, Kriegswerkzeuge, Kriegstrophäen, Sprengstoffe und -mittel, Granaten und Bomben zu beseitigen.
 
Aufgrund des hohen Kriegslastenaufkommens an Infanterie-, Artillerie- und Abwurfmunition zeichnete sich 1949 deren Beseitigung als generationsübergreifende Aufgabe ab, die es deshalb zu zentralisieren, zu systematisieren und behördlich zu kontrollieren galt.

Bis zu jenem Zeitpunkt wurde die Munitionsbergung im Rahmen der Städteenttrümmerungen von der sich auf kommunaler Ebene entwickelnden Ordnungspolizei, von örtlich zuständigen Feuerwerkern des ehemaligen Luftschutzes, von betriebsinternen Entschärfern wie den Reichsbahnfeuerwerkern und von sich etablierenden gewerblichen Räumunternehmen aufopferungsvoll vorgenommen.
Wenn auch der Arbeitsgegenstand des Kampfmittelbeseitigungsdienstes schon immer die Vernichtung militärischen Explosivstoffe war, so wurden die Schwerpunkte seines Tuns wesentlich von der gesellschaftlichen Entwicklung geprägt. Während in den 50er und 60er Jahren die Munitionsberäumung an wichtigen Standorten der Grundlagenindustrie und Rohstoffversorgung im Mittelpunkt standen, so waren es in den 70er und 80er Jahren die Standorte des Wohnungsbauprogrammes der damalen DDR.

Seit dem gesellschaftlichen Umbruch in Deutschland und dem Abzug der Westgruppe der GUS-Truppen gilt es, die vom Freistaat Sachsen übernommenen militärisch genutzten Liegenschaften von Kampfmitteln zu beräumen. Zudem müssen die für den entfaltenden Mittelstand erschlossenen Gewerbegebietsflächen und die zukünftigen Industriestandorte bei konkretem Kampfmittelverdacht systematisch abgesucht werden. 


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